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  • 13. September 2005, noch kein Kommentar

Robin Beck wurde 1989 mit "First Time" aus der Coca-Cola-Werbung berühmt. Jetzt ist sie zurück und fragt: "Do You Miss Me".

Von Jan Gebauer

Robin Beck hatte seit 16 Jahren unter dem Syndrom "Granatenstimme, aber leider ein One-Hit-Wonder" zu leiden. Mit "First Time" aus der Coca-Cola-Werbung stand sie 1989 auf Platz eins der deutschen, englischen und zahlreichen anderen europäischen Charts. Genau genommen war sie in Deutschland kein Ein-Hit-Sternchen, sondern platzierte mit "Save Up All Your Tears" und "Tears In The Rain" zwei weitere Hits in den oberen Regionen der Charts (beide 1989, später von Cher bzw. Jennifer Rush gecovert). Auch ihr Album "Trouble Or Nothing" kam hierzulande gut an – in England floppte es aber ebenso wie in den USA. Hier nahm man noch nicht mal ihren "First-Time"-Hit zur Kenntnis. Dabei verließ sich Beck doch auf die Creme de la Creme der US-Songwriter- und Musiker-Garde. Ob Diane Warren (Celine Dion, Whitney Houston, Barbra Streisand), Desmond Child (Bon Jovi, Aerosmith, Cher) oder Steve Lukather (Toto) und Paul Stanley (Kiss) – die Macher hinter den Stars standen schlangen, um mit der Reibeisen-Power-Stimme zu arbeiten.

2005 ist Robin Beck eigentlich so sehr in Vergessenheit geraten, dass kaum einer mit einem Comeback gerechnet hat. Mit "Do You Miss Me" präsentiert sie das erste Album seit – 2004! Den schon letztes Jahre brachte sie "Wonderland" raus – eine Pop-Werk, das völlig unterging. Davor hatte sie allerdings über zehn Jahre kein Album mehr veröffentlicht. Auf der neuen CD geht es nun wieder richtig ab, denn Robin Beck hat den Mainstream-Rock ihres zweiten Albums "Trouble Or Nothing" wiederentdeckt. Die krachen die Gitarren wieder, Beck kann sich stimmlich austoben und die Melodien geben sich so freundlich-altmodisch und leidenschaftlich, als wären die 80er Jahre gerade am ausklingen. In Zeiten in denen Rockmusik eigentlich wieder richtig "hipp" ist, kommt so eine Platte eigentlich ganz wunderbar, allerdings wird es Robin Beck trotzdem schwer haben. Insgesamt bleibt die Sängerin eben zu sehr an den Melodien der 80er Jahre heften. Daran kann auch die Mitwirkung der exzentrischen und ebenfalls in Vergessenheit geratetenen Sängerin Lisa Dalbello (Background Vocals) und ein Heavy-Gitarren-lastiges Cover einer LeAnn-Rimes-Nummer ("The Safest Place") nichts ändern.

Fazit: Wer auf knackigen Mainstream-80s-Rock à la Chers "Heart Of Stone" steht, wird bei Robin Beck sicher begeistert "Comeback" jubeln. Herrlich altmodisch oder angestaubt – die Entscheidung obliegt jedem selbst. Fans der Sängerin – wie die queer.de-Redaktion – dürften allerdings auf ihre Kosten kommen.

Anspieltipps: "Coming Back For More", "Do You Miss Me", "The Safest Place", "I Don't Wanna Play That Game Anymore"

13. September 2005