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Köln Der Westdeutsche Rundfunk hat die Kritik an der Berichterstattung zum Weltjugendtag zurückgewiesen. Der vom Lesben- und Schwulenverband in NRW (LSVD) und zahlreichen Einzelpersonen erhobene Vorwurf, der Sender habe eine äuffällig große Demonstration von Schwulen und Lesben während der Fahrt des Papstes durch die Kölner Innenstadt komplett und bewusst ignoriert, wurde vom Sender jedoch nicht direkt beantwortet. Dem LSVD schrieb der WDR-Fernsehdirektor Ulrich Deppendorf in Vertretung des Intendanten, man habe "Gruppen und Personen innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche breiten Raum eingeräumt, kritische Positionen zu formulieren." So hätten sich Sendungen von WDR 2, WDR 5 und des WDR-Fernsehens ausdrücklich mit der Kritik von Schwulen und Lesben befasst. Die Übertragung der Papst-Fahrt hätte aber einem "hohen Standard" mit entsprechenden logistischen und technischen Anstrengungen entsprechen müssen. "Auch aus diesem Grund ist spontanes Reagieren auf 'Randereignisse' im Fernsehen nicht immer möglich", so Deppendorf. Auf eine private Beschwerde-eMail an den WDR in Köln hatte zuvor eine "Aushilfe" des WDR-Landesstudios in Düsseldorf mit Verweis auf eine WDR-TV-Sendung vom entsprechenden Tag um 22.25 Uhr geantwortet. "Hier haben wir uns sehr ausführlich mit dem Thema Homosexualität und katholische Kirche auseinandergesetzt. Dem WDR und der Redaktion vom Weltjugendtag-Fernsehen war es besonders wichtig, nicht ausschließlich kritiklos oder neutral zu berichten, sondern vor allem auch die verschiedenen Facetten und Orientierungen der persönlichen Glaubensausrichtung abzubilden. Daher können wir Ihnen versichern, die von Ihnen vermisste Thematik nicht ignoriert zu haben", so die Antwort. (nb)



#1 queeryAnonym
  • 20.09.2005, 16:30h
  • "Ulrich Deppendorf"....

    Naja, man könnte fast glauben, das der Name Programm ist. Das einzige, was ich mir im WDR noch ansehe, ist, Donnerstags Abends der TATORT, zur Zeit übrigens sehr gut mit Ulrike Volkerts....

    Ansonsten interessiert mich dieser Lokalsender nicht besonders, da es erstens nicht mein einzugsgebiet ist und zweitens er genauso wie die Anderen öffentlich-rechtlichen mehr und mehr "volkstümliche gehirnamputierten-parade" und all so einen scheiss bringt, den sich die ÖRTV-Anstalten teuer bezahlen lassen.....

    Interessant die Biographie zu diesem herren:

    www.mdr.de/riverboat/archiv/307420.html
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#2 alfAnonym
  • 20.09.2005, 16:41h
  • Zum Teil hast du Recht mit der Kritik an den öffentlichrechtlichen Sendern nur darf man sich dann das Programm der Privaten überhaupt nicht anschauen. Zum Glück gibt es 3sat, arte und auch Phoenix und alle 3 sind öffentlichrechtliche Sender. Heute hatte ich das Glück tagsüber alle Sender durchzappen zu können und zweifel am Verstand eines grossen Teils der "Privatseher".
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#3 wolfAnonym
  • 21.09.2005, 08:55h
  • na so eine wachsweiche stellungnahme vom wdr ist einfach nur peinlich.
    schlimm ist, dass der wdr vor 10 jahren einer der progressivsten und positivsten sender (3. programme ) war. was haben wir gönnerhaft bayern 3 belächelt, die sich bei "problemfilmchen" ausgeklinkt haben.
    heute ist bayern 3 zeitgemässer als der wdr. aber seit es in berlin/brandenburg den rbb gibt, ist dieses 3. programm auch zum dödel- und landfunk verkommen.das einzig moderne sind die doppelt so lauten trailer zwischen den sendungen.
    aber generell haben sich die öffentlichen sender der "gesellschaftsreform" angepasst, nie waren soviel spiessige, klamottige und vor allem schlechte filme, der 50, 60, 70 ziger jahre zu sehen. und neue serien, wie z.b." in aller freundschaft ",
    zeigen den gleichen trend. ein top gestyltes leipzig, nur besserverdienende und in der klinik, nicht mal ne alte kaffeetasse, nur design, bis hin zum klopapier, gibt zu denken ?
    aber auch die privaten radiokanäle haben sich, was die 20-30jährigen moderatoren angeht, darauf eingestellt, nur noch fade witzchen über den unterschied von mann und frau, ganz im stil der 50, 60ziger jahre zu machen.
    mir ist das zu "trendy" !
    aber ein spiegel der heutigen gesellschaft, sonst wäre es nicht möglich.
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#4 TimAnonym
  • 21.09.2005, 18:02h
  • Ungalublich, wie dieser Sender sich die Dinge zurechtbiegt, um nur ja jede Kritik am Gebührenmodell im Keim zu ersticken (wobei ich persönlich auch ein Verfechter des gebührenfinanzierten Fernsehens bin, aber dann muss es auch seinem Auftrag nachkommen)!

    Zur Sache:
    Ich habe auch die Mail von dem Mitarbeiter "Aushilfe" bekommen (was schon ahnen lässt, wie ernst der Gebührenzähler genommen wird, wenn da irgendein Praktikant Standardmails verschickt, die auf einige Dinge gar nicht eingehen).

    Die Kritik bezog sich nicht auf andere Sendungen. Es mag sein, dass der Protest da aufgenommen wurde, aber diese Sendungen wurden auch nicht weltweit ausgestrahlt. Aber für die "Parade" des Papstes war der WDR exklusiver Bildgeber, dessen Bilder von allen anderen Sendern weltweit übernommen wurden! Gerade deshalb war die Pflicht alle Aspekte zu zeigen noch größer, da der WDR die einzige Quelle war, die jedoch die Berichterstattung durch Weglassen verfremdet hat!

    Das ist eindeutig journalistische Zensur!! Und das im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen!!

    Ich finde es schon bezeichnend, dass weder die Standardtexte des WDR noch die Antwort von Herrn Deppendorf auf die eigentliche Frage eingehen, sondern nur über andere Sendungen schreiben, die aber nicht Gegenstand der Kritik sind!
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#5 Stefan K.Anonym
  • 22.09.2005, 08:23h
  • Ich kann dem Kommentar von queery voll und ganz zustimmen. Normalerweise sagt der Name nichts über die Person aus. Aber bei Deppendorf kann man eine Ausnahme machen. Ein Deppendorf arbeitet beim Deppensender... :-))))
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#6 wernerAnonym
  • 22.09.2005, 11:52h
  • wers glaubt....
    seit Jahren weigern die sich doch auch den CSD Köln zu übertragen..hingegen es in Berlin,München,Frankfurt und Hamburg selbstverständlich ist..
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