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Der Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Martin Dannecker fordert neue Wege in der Aids-Prävention. Zentrales Thema: die Verantwortung beim Sex

Von Prof. Dr, Martin Dannecker

Den Menschen fällt es zunehmend schwer, ihr sexuelles Handeln an den Erfordernissen der HIV-Prävention auszurichten und bei einem sexuellen Kontakt, der möglicherweise ein Risiko darstellt, ein Kondom zu benutzen. Die von Aids in Schach gehaltene und von der Prävention kanalisierte Sexualität meldet sich zurück und verlässt den vorgegebenen Rahmen. Zahlreiche empirische Studien belegen die Zunahme ungeschützter sexueller Kontakte. Die Erfolge der Prävention in der Vergangenheit sind jedoch nicht nur auf den Erfolg der Verwendung des Kondoms zurück zu führen. Erfolgreich war die Prävention auch deswegen, weil im beträchtlichen Ausmaß auf riskante Sexualität verzichtet wurde.

Die Motive für den Widerstand der Nutzung eines Kondoms sind vielfältig. Zentral ist, dass das Kondom für viele die Wünsche nach Nähe und Verschmelzung stranguliert. Deshalb verschwindet zum Beispiel in der Regel das Kondom in Liebesbeziehungen. Auch aggressive, als lustvoll empfundene Vorstellungen nach einem Eindringen werden dadurch beeinträchtigt. Nicht wenige Männer verfügen zudem über eine fragile erektile Potenz, die durch das Kondom zusätzlich geschwächt wird.

Eine "neue Sorglosigkeit" gibt es nicht

Vorwürfen, es gäbe eine "neue Sorglosigkeit", muss allerdings widersprochen werden. Der zeitweise oder situative Verzicht auf das Kondom wird in den betroffenen Gruppen nach wie vor als Konflikt erlebt. Mit der Zunahme ungeschützter Sexualkontakte wird nicht zugleich das Risiko verneint. Aber Prävention muss stärker als bisher die Kontexte, in denen ungeschützte sexuelle Kontakte geschehen, in ihr Kalkül mit einbeziehen. Aufgegeben werden muss auch die Vorstellung, dass Risiken bei sexuellen Handlungen auszuschließen wären. Diese Idee, die durch den Erfolg der Aids-Prävention entstanden sein mag, hat sich zu einer Zeit entwickelt, als die Bedrohung durch Aids etwas ganz anderes darstellte als heute.

Man kann zugespitzt sagen, dass es Aids heute nicht mehr gibt: Die Unterschiede zwischen gestern und heute sind so grundsätzlich, dass man es mit zwei unterschiedlichen Phänomenen zu tun hat. Diese Umkonstruktion hat auch das Risiko umgeschrieben. Die Antwort auf die Frage, was riskiere ich, wenn ich mich riskiere, ist nun eine völlig andere.

Diese neue Bedeutung haben nicht alle Akteure im Aids-Bereich zur Grundlage ihres Handelns und Sprechens gemacht. Weil Aids inzwischen als chronische Krankheit gilt, prallt die an das alte tödliche Aids anschließende Rhetorik folgenlos an den Adressaten ab. Sie erzeugt Abwehr und ist kontraproduktiv bei dem, worum es in der Prävention jetzt geht: Die Gesundheit zu erhalten. Die neuen Präventionsbotschaften, die sich an Infizierte und Nichtinfizierte richten, haben sich an dieser Prämisse auszurichten.

Aus der bisherigen Praxis ist bekannt: Prävention lässt sich nicht gegen die Lebenserfahrung der Menschen durchsetzen. Deswegen täte die Prävention gut daran, den Betroffenen zuzuhören. Homosexuelle Männer bedienen sich immer mehr einer Strategie, die als "negotiated safety" (ausgehandelte Sicherheit) bezeichnet wird. Also das gemeinsame Abschätzen möglicher Risiken bei sexuellen Kontakten und der damit verbundenen Entscheidung, wie safe der jeweilige Kontakt ausgeübt wird. Bei "negotiated safety" geht es nicht nur darum, das Infektionsrisiko auf ein individuell akzeptables Level zu reduzieren, sondern es geht immer zugleich darum, die mit der Risikoeinschränkung einhergehende Einschränkung der Sexualität auf ein individuell akzeptables Level zu bringen. Das bedeute allerdings, dass dieser Strategie ein mehr oder weniger großes Infektionsrisiko inhärent ist. Doch die Prävention muss sich diesen Strategien anschließen, um die Sexualität safer zu machen. Dazu gehört auch, die Grenzen dieser Strategie aufzuzeigen (bei flüchtigen Kontakten oder in Liebesbeziehungen).

Eine Safe-Sex-Kultur hat sich in Deutschland nicht entwickelt

Zwischen dem ungeschützten Analverkehr beim Barebacking und dem ungeschützten Analverkehr in anderen Situationen, wie z.B. der Partnerschaft, gibt es auch für die Prävention wichtige Differenzen: Das Barebacking ist vor allem durch die hohe psychische Besetzung von im Körper deponiertem Sperma charakterisiert. Es ist nicht nur der bloße Widerstand gegen das Kondom. Es ist die von der Prävention als gefährlichst bezeichnete Körperflüssigkeit, die beim Barebacking triumphierend in Szene gesetzt wird. Barebacking ist eine paradoxe Reaktion auf die von der Prävention formulierte Notwendigkeit, und deshalb ist diesem Phänomen auch so schlecht beizukommen. Es ist allerdings nicht unmöglich. Die Tatsache, dass es bei einer möglichen Infektion nur eine eingeschränkte Möglichkeit der Behandelbarkeit gibt, lässt sich auch hier vermitteln.

Die Aids-Hilfen haben zu Recht in den vergangenen Jahren auf das Modell der strukturellen Prävention gesetzt. Mit diesem Konzept einhergegangen ist aber eine Idealisierung der schwulen Subkultur. Die schwule Subkultur war jedoch in der Vergangenheit nicht gerade ein Hort der Solidarität mit den HIV-Infizierten. Wäre das so gewesen, hätte man nicht Aids-Hilfen gründen müssen, um diese Solidarität zu organisieren. Es ist auch fraglich, ob die Szene dazu beigetragen hat, die individuellen Absichten, Safer Sex anzuwenden, wirklich zu verstärken. Nicht einmal auf dem Höhepunkt der Aids-Krise hat sich so etwas wie eine Safe-Sex-Kultur entwickelt. Gekennzeichnet war diese Phase von weitgehender Abwesenheit von unsafen Kontakten in subkulturellen Räumen. Aber das ist etwas völlig anderes, als eine Safe-Sex-Kultur.

In den vergangenen Jahren haben sich die Bereiche, an denen es schwieriger geworden ist, seine individuellen Safer-Sex-Absichten umzusetzen, ausgeweitet. Manche Events und Orte sind so konstruiert, dass sich an ihnen Infektionsrisiken konstituieren. An solchen Orten hilft aber eine "Prävention zweiten Grades". Damit ist eine Prävention gemeint, die Risiken an den Orten, wo sie gehäuft auftreten, minimieren möchte: "risk reduction in risk taking" Eine solche Prävention rechnet von vorn herein nur mit einem relativen Erfolg. Das könnte zum Beispiel bedeuten, dass man jemandem, der über die Risiken des ungeschützten Analverkehrs aufgeklärt ist, aber auf diesen nicht verzichten will, empfiehlt, wenigstens nicht in den Anus zu ejakulieren. Mit der Thematisierung des Scheiterns soll die Selbstreflexion angeregt werden.

Prävention sollte die Verantwortung beim sexuellen Handeln thematisieren

Die scharfe Trennungslinie, die unsere moralische Intuition zwischen den positiv Getesteten und zu einem bestimmten Zeitpunkt negativ Getesteten bzw. nicht Getesteten im Hinblick auf deren Verantwortung beim sexuellen Handeln zieht, hat keine ausreichende rationale Basis. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass Infizierte der moralischen Verantwortung für ihr Handeln enthoben sind. Diese Verantwortung sollte die Prävention deutlicher, als es bislang der Fall gewesen ist, thematisieren. Und so zum Beispiel das Tabu durchbrechen, darüber zu reden, dass Infizierte sich tendenziell eher unsafer verhalten als vermeintlich oder tatsächlich Nichtinfizierte. Bislang stehen eher die Nichtinfizierten im Zentrum der Prävention. Hier würde sich eine deutliche Akzentverschiebung als sinnvoll erweisen.

Prof. Dr. Martin Dannecker ist stellvertretender Direktor am Institut für Sexualwissenschaft der Universität Frankfurt. Der Text ist die (gekürzte) Mitschrift einer Rede Danneckers auf der Fachtagung "zusammenkunft 2005" der Aids-Hilfe NRW am 1. Februar in Köln.

21. September 2005



#1 madridEUAnonym
  • 22.09.2005, 20:31h
  • Für uns Ältere gehört der Analverkehr aufgrund fragiler Erektionspotenz und abgeschwächter Analfixierung ohnehin häufig nicht mehr zu den Sexpraktiken. Wie kann es aber denn sein, dass sich getestete HIV-Positive sorgloser verhalten sollen als Nicht-Infizierte oder Nicht-Getestete, wenn sich die Therapie bei wiederholter Infektion deutlich schwieriger gestaltet ?
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#2 leksAnonym
  • 22.09.2005, 22:57h
  • Die öffentliche Arbeit / Aufklärung scheitert an solchen Texten wie der obige. Schon beim dritten Statz hat mein vom Alkohol-Nikotin-Alter-Stress-etc. geplagtes Hirn ausgesetzt. Man merkt es schon an den Beiträgen zu dem Thema: Fast Hunderte zu Kötzelböcks Verhalten, und hier nur ein einziges. Und außerdem hat heutzutage keiner Lust darauf, sich Stunden lang eine Prädigt anzuhören. Das ist das Problem. Die Kreativen der Werbebranche müssten herangezogen werden, um Plakate/Spots zu schaffen, die einen an den Eiern Packen. Gut, es wird weniger gestorben, aber es gibt auch andere Negative/Deprimierende Aspekte bei HIV (Fettumschichtung, vergrößerte Lümphknoten, Lebensmittelunverträglichkeit, Hautprobleme und vieles mehr) - die sollten deutlich gezeigt werden. Damit es klar wird - AIDS tötet nicht nur dein physisches Leben, sondern auch dein Sexleben, deine Geschellschaftsfähigkeit. Bei heutigem Schönheitswahn könnte es doch wirken... glaub ich.
    gehabt euch wohl
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#3 madridEUAnonym
  • 23.09.2005, 10:06h
  • @iekes: Mit einem Wort: Auch bei heutiger Therapierbarkeit sollte man grundsätzlich jeden als potenziellen HIV-Träger ansehen und sich schützen. Dabei denke ich, dass eine frühzeitig erkannte Ansteckung vor Ausbruch einer opportunistischen Infektion
    mit weitaus weniger Medikamenten und die daraus folgernden viel geringeren Nebenwirkungen auskommt.
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#4 Adrian AhlhausAnonym
  • 23.09.2005, 12:09h
  • 1985 war ich mitten drin im Arbeitsfeld "AIDS-Prävention". Und es war verlogen bis zum abwinken: Nach einer dmaligen internen Erhebung unter professionellen Beratern in Berlin waren es eben diese Berater selbst, die am wenigsten Safer-Sex praktzierten. Und wie wenig diese Leute von der von ihnen propagierte Sex-Praxis überzeugt waren, liess sich auch in den Beratunsgesprächen heraus hören.
    Vielmehr war der schwulen Szene wichtig, dass es wegen HIV - damals auch noch HTLV 3 genannt - viel, sehr viel Geld vom Berliner Senat gab und dies ziemlich offen für ein politisches Wirken um Gleichberechtigung in der Öffentlichkeit verwendet wurde durfte.
    Was Dannecker dagegen in seinem Artikel erzählt ist die offizielle Variante von der schwulen Selbsthilfe in den Achtzigern. Das ist schlichtweg ein moderner Mythos. Gegeben hat es diese schwule Selbsthilfe als Einzelaktionen und weitgehend ohne das öffentlcihe Geld. Das große Geld wurde vor allem von den beruflich engagierten Sozialarbeitern und Psycholgen verwendet um den eigen Job abzusichern, auch gegen die Interessen von Schwulen zur AIDS-Prävention. Und heute ist das nicht anders.
    Dabei stand schon Ende der neunziger Jahre fest: Die AIDS-Prävention der AIDS-Hilfen ist gescheitert, die Kohorte der 15- bis 25-Jährigen wird von der Arbeit der AIDS-Hilfen nicht erreicht. Weiterhin dient also das ganze Geld - auch wenn es mittlerweile weniger geworden ist - zuerst dazu, Möchtergern-Helfer von der Straße holend in Beschäftigung zu halten. Das bestätigen seit Jahren die jährlichen Untersuchungen zur AIDS-Prävention in der BRD - die übrigens eine der bestdokumentierten Feldforschungen der Republik ist.
    Kurz: Die anfänglich fast vollständig von professionellen schwulen Helfern besetzten AIDS-HIlfen haben den Schwulen zum Bereich HIV nie wirklich geholfen.

    Der zweite Teil der Gedanken von Danneker ist eine ernsthafte Fragestellung: Wie erreicht man nun tatsächlich die Menschen um eine wirkungsvolle AIDS-Prävention anzustoßen? - Die Diskssion ist eröffnet.
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#5 LinkerCacheAnonym
  • 23.09.2005, 12:36h
  • Ich denke mal in diesem Zusammenhang, das sich die Präventionsarbeit vermehrt auf Heterosexuelle Jugendliche konzentrieren sollte. Denn solange unter Heterosexuellen Jugendlichen(heutige Altersgruppe der 14 - 20jährigen) immer noch die Theorie Vertreten wird, das AIDS ja "nur die Schwulen" kriegen, wird sich an dieser Ansicht auch nichts Ändern. Mich persönlch stört nach wie vor daran, das die Thematik Homosexualität & Aids in den Schulen nur am Rande bearbeitet wird. Das hierdurch auf Schulhöfen immernoch "Schwule Sau" eins der Schlimmsten Schimpfworte ist, ist nur eine Seite des Problems. Die andere Seite ist das Mangelnde interesse der Politik. vor allem der Konservativen Politik, was das Beispiel NRW sehr stark gezeigt hat(queer.de berichtete darüber, Anm. d. Verf.).

    Macht die Prävention mehr in Allgemeinbildenden Schulen, vor allem schon in den Jahrgängen der 12/13jährigen. Und legt denen entsprechende Zahlen vor, wieviel Heterosexuelle Jugendliche sich in den letzten Jahren infiziert haben. Vielleicht schafft Ihr es dadurch, das Thema Homosexualität etwas vom Thema AIDS abzutrennen.
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#6 Adian AhlhausAnonym
  • 07.10.2005, 13:50h
  • @LinkerCache
    Genau das geschieht schon.

    Dennn eben dies ist das Problem: Wie können 12/13jährige etwas diskutieren, das sie so nicht betrifft? Nicht, dass diese Kids keine Sexualität erleben, vielmehr, dass die Darstellung von Sexualität aus der Sicht von Erwachsenen an sie herangetragen wird in Form von Unterricht. Und Unterricht ist nun mal etwas weitgehend herausgehobenes aus dem Lebensgefühl dieser Alltarsstufe. Viele Erwachsene scheinen einfach ihre frühe Heranwachsenden-Phase vergessen zu haben, sonst könnte man die desaströse Pädagogig für diese Alterstufe in Schulen nicht ernsthaft beibehalten. Und die Sozialpädagogen und Sozialerbeiter der AIDS-Hilfen allgemein sind auch noch ganz "stolz" darauf auch mal "Lehrer/Lehrerin" spielen zu dürfen, im herkömmlichen Muster. Einige von diesen Möchtegern-Pädagogen treten auch noch in einer Weise auf, die die Sexualität zu einem einzigen kleinbürgerlichen Wortkrampf verkommen lässt, um nicht zu sagen "schmierig" ist. - Soviel zur Aufklärung "HIV und AIDS" an Schulen, wie ich diese desöfteren aus der Sicht von Schülern/Schülerinnen mir habe berichten lassen. Und auf deren Meinung kommt es eben an, besonders, wenn "für später" davon etwas hängen bleiben soll.
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#7 Adrian AhlhausAnonym
  • 20.10.2005, 13:21h
  • HIV-Träger als Infektions-Täter verurteilen.
    Das Thema hat mir nun keine Ruhe gelassen. Was geschieht mit denjernigen, die als HIV-Infizierte unsafen Sex ausleben?
    Im Mai gab es eine passenden Bericht bei "Queer.de" über eine Test, der den Zeitpunkt genauer bestimmen hilft, zu dem es zu Infektion mit HIV kam.
    Der Test ebenso wir die bereits justiziablen Möglichkeiten (Körperverletzung) führte in einigen europäischen Ländern, insbesondere Österrreich, Schweden und Schweden zu entsprechenden Verurteilungen, wegen des Verdachts (!) oder einer erwiesenen Übertragung von HIV. In drei Ländern sind es berits mehr als 30 Verurteilungnen. In einigen Ländern gibnt es noch keien Strafverfolgung, weil der Starftatbestand noch nicht eingeführt ist. - In der Bunderepublik, hatte ich weiter oben bereits angesprochen- braucht es keinen eigenständigen Straftatbestand.
    Mit der genaueren Bestimmung eines Infektionszeitpunktes hat die Strafverfolgung ein brauchbares Instrument und, da die Tendenz wächs, auch juristisch gegen HIV-Übertragungen vorzugehen, wird die Bareback-Szene wohl grundsätzlich umdenken müssen.
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#8 Gerhard MundtAnonym
  • 04.11.2005, 23:06h
  • Nachstehende Ausführungen von Herrn Schröter-Kunhardt stellen eine hervorragende Ergänzung zu dem oben aufgeführten Artikel von Dannecker-Reiche dar:

    Rückbesinnung auf moralische Werte im Hinblick auf Sexsucht und AIDS?
    aus: „Die Opfer des Götzenkultes Sex“
    von M.Schröter-Kunhardt, Facharzt für Psychiatrie, Heidelberg


    Sexsucht- (und Aids-)Prävention durch Wertevermittlung
    Zahlreiche Redner der 15. Welt-Aids-Konferenz in Bangkok vertraten die Ansicht, dass die Verbreitung von Aids nicht durch pharmazeutisch/medizinische Eingriffe zu erreichen sei, sondern durch Verzicht auf Promiskuität und eine Rückkehr zu moralischen Werten.
    Sexsucht- (und Aids-)Prävention durch Wertevermittlung
    Den Beweis für die Wirksamkeit der Verhaltensänderung lieferte (ebenfalls unter heftigem Protest) der ugandische Präsident Yoweri Museveni: Nicht Kondome seien die „ultimative Lösung" im Kampf gegen die Verbreitung der tödlichen Immunschwächekrankheit, sondern Abstinenz und Treue. Durch entsprechende Kampagnen sei die HIV-Infektionsrate in Uganda von mehr als 30 Prozent zu Beginn der 90er Jahre auf etwa sechs Prozent gedrosselt worden.
    Sexsucht- (und Aids-)Prävention durch Wertevermittlung
    Dementsprechend forderte in Bangkok der US-Aids-Beauftragte Randall Tobias die Einhaltung der „ABC-Regel" - Sexuelle Enthaltsamkeit (Abstinence), Treue (Being faithful) und Kondome (Condoms) in genau dieser Reihenfolge.
    Tatsächlich konnte in Thailand die Infektionsrate durch die Aktion „100 Prozent Präservative" um den Faktor 7 reduziert werden.
    Sexsucht- (und Aids-)Prävention durch Wertevermittlung
    Unterordnung der Sexualität unter die Beziehung: Kein Sex ohne Liebe
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirbt derzeit für Partner-Reduktion und monogame Langzeit-Beziehungen - Termini, die das kirchliche Konzept von Treue und Ehe widerspiegeln:
    Enthaltsamkeit und Treue sind das einzige dauerhafte und auch den Ärmsten zugängliche Mittel gegen AIDS. Notwendig dazu ist:
    Die Unterordnung der Sexualität unter ethisch-religiöse Werte
    Sexsucht- (und Aids-)Prävention durch Wertevermittlung
    Die Autoren einer Studie im “British Medical Journal” aus dem Jahr 2004 raten zur „Partner-Reduktion“ als Lösung in der AIDS-Prävention.
    Die Wissenschaftler sprechen sich gegen die massive Werbung für Kondome aus, die die meisten internationalen Hilfsorganisationen betreiben. Die Autoren raten stattdessen zu verstärkter Werbung für Enthaltsamkeit bis zur Ehe und zur Treue. Außerdem scheint es sehr wichtig zu sein, Monogamie und ‚Partner-Reduktion’ zu bewerben, neben der Enthaltsamkeit und dem Gebrauch von Kondomen.
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#9 bareloversAnonym
  • 18.11.2005, 11:15h
  • alles quatsch! aids tötet nicht, sondern diese angeblichen "m,edikamente"! ich bin seit 17 jahren positiv, habe nie medikamente genommen und lebe immer noch ohne probleme!

    also sollen diese von pharmakonzernen gesponsorten spinner der "aids-hilfen" mir keinen scheiss erzählen! ich spiele jedenfalls nicht versuchskaninchen für die pharmakonzerne!
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