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Eigenwilliges Porträt: Horst Buchholz, Schauspieler und Berliner Legende, in einem sehr persönlichen Film, produziert von seinem Sohn.

Von Carsten Weidemann

Das eigenwillige Filmporträt "Horst Buchholz… Mein Papa" von Christopher Buchholz und Sandra Hacker zeigt die Innenansicht einer Familie, deren Mittelpunkt ein ebenso liebenswerter wie störrischer Weltstar war. Horst Buchholz war ein "Berliner Junge", der aus bescheidenen Verhältnissen stammte und als Schauspieler ein internationaler Star wurde. Christopher, sein Sohn, hat vor vier Jahren einen filmischen Dialog mit dem Vater begonnen. Ein Herantasten an einen Menschen voller Widersprüche, den vor allem eines auszeichnete: Er sprach nicht gerne über sich. Daraus entstand ein familiäres Katz-und-Maus-Spiel zwischen einem Vater, der sich langsam aufgibt, und einem Sohn, der das einfach nicht akzeptieren will.

Im März 2003 starb Horst Buchholz unerwartet. Christopher suchte weiter nach den Spuren seines Vaters. Er stellte seine offenen Fragen an seine Mutter Myriam Buchholz Bru und seine Schwester Béatrice. Das Ergebnis ist ein ehrliches Dokument und zugleich ein tragikomischer Film, der einen ungewöhnlichen Einblick in das Leben eines Weltstars und seiner Familie gibt, und der auch nicht die lang verheimlichte Homosexualität des Vaters ausspart.

Horst Buchholz wurde 1933 in Berlin geboren und wuchs dort auf. Bedingt durch die Kriegsgefangenschaft seines Vaters musste er selbst Geld für die Familie verdienen. Mit dreizehn Jahren erhielt er erste Statistenrollen im Theater; nach seinem Bühnenerfolg in Erich Kästners Emil und die Detektive (erste Sprechrolle) begann er, Filme zu synchronisieren und arbeitete u.a. auch im Schulfunk. Er spielte an fast allen Berliner Bühnen, bis er 1959 für die Titelrolle in Cheri an den Broadway engagiert wurde. Später folgten zahlreiche Engagements in Berlin, Wien etc. Das Theater war immer seine große Leidenschaft. Von 1952 bis 2003 hat Horst Buchholz in zahlreichen Kinofilmen und Fernsehproduktionen mitgewirkt.

22. September 2005