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  • 03. Dezember 2003, noch kein Kommentar

Pünktlich zum Beginn des Prozesses um Armin M. – den "Kannibalen von Rotenburg" – kündigt Rosa von Praunheim an, einen Spielfilm zum Thema zu machen. "Dein Herz in meinem Hirn" soll das Werk heißen, das Mitte 2004 verwirklicht werden soll. Das Drehbuch soll gemeinsam mit den Schauspielern in einem Workshop entwickelt werden. Dadurch werde der Film "so wirklichkeitsnah wie möglich", so die Produktionsfirma Ziegler Film.

Im Film soll es um zwei Kannibalen gehen, die sich zum Festmahl verabreden. Praunheim hat sich schon seit längerer Zeit mit dem Thema auseinander gesetzt. So hat er 1999 den Kurzfilm "Can I Be Your Bratwurst, Please" gedreht (Bild rechts). Hierin spielt Pornostar Jeff Stryker einen Motelgast in Los Angeles, der von allen begehrt wird, allen voran vom Motelbesitzer. Seine Verehrer laden ihn schließlich zu einem Weihnachtsessen ein. Stryker wird das Hauptgericht.

Praunheim will mit "Dein Herz in meinem Hirn" keinen dokumentarischen Film über den "Kannibalen von Rotenburg" drehen. Dieser habe aber wieder sein Interesse an der Materie geweckt, erzählt der Regisseur der Berliner Tageszeitung BZ. "In unserem Unterbewusstsein haben wir alle solche Wünsche", erläutert Praunheim. "Jeder nimmt gern aus Zärtlichkeit die Hand oder den Fuß eines Babys in den Mund. Oder hat den Wunsch, aus Lust seinen Partner zu beißen." Er sei aber nicht für eine "Emanzipationsbewegung der Kannibalen", betont der 61-Jährige.

Derweil verhandelt das Landgericht Kassel gegen Armin M., der vor rund einem Jahr einen 43-jährigen Ingenieur mit dessen Einverständnis getötet und anschließend gegessen hatte. Der Fall stößt weltweit auf reges Interesse, auch internationale Nachrichtenorganisationen wie CNN oder die BBC sind vor Ort. Das Urteil wird frühestens im Februar gesprochen. (dk)

3. Dezember 2003, 13:59 Uhr



Die Rückkehr des schwulen Kannibalen

Eine Seele so krank, eine Tat so unvorstellbar. Die Geschichte des Kannibalen von Rotenburg startet jetzt doch im Kino. Ein Gericht hob das Verbot auf.
Kannibalen-Film nicht mehr verboten

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in letzter Instanz das Verbot des Horrorschockers "Rohtenburg" aufgehoben. Der Film mit Thomas Kretschmann ("King Kong", "Der Untergang") basiert auf dem Leben von Armin Meiwes, dem "Kannibalen von Rotenburg".