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Jeder weiß, was "französischer Sex" ist. Aber man kann es auch Indisch, Holländisch oder Liechtensteinisch treiben.

Von Carsten Weidemann

Die Schwaben und Schotten sind geizig, die Engländer haben schiefe Zähne und die Amerikaner sind freundlich bis zum Erbrechen - so ein paar Klischees über Länder oder Länderteile. Natürlich haben sich diese - nur zum Teil wahren - Vorurteile auch in die Sex-Sprache eingebürgert. Meist bleibt die genaue Herkunft des Wortes im Dunkeln. In Zeiten des Internets verbreitet sich alles, was mit Sex zu tun hat, ohnehin wie ein Lauffeuer.

"Französisch", sprich Oralsex, ist der Klassiker, der weltweit verstanden wird. Dabei gibt es noch die Varianten "mit Aufnahme" - hier spritzt das Sperma in den Mund des Empfängers. Bei "Franzöisch total" wird die Soße auch noch hinuntergeschluckt. In Zeiten des Safer Sex ist das zwar eher russisches Roulette, aber "Russisch" bedeutet in der Welt des Sex noch etwas anderes, wobei hier die Meinungen zwischen den Sexperten auseinander gehen. Für manche ist das Oberschenkelsex, für andere eine anale Ölmassage. Manche eher kleinere Länder haben dort schon klarere Bedeutungen: "Albanisch" soll die Befriedigung des Mannes mit den Kniekehlen des Partners sein, während "Liechtensteinisch" der Sexakt mit extrem kleinem Schwanz sein soll. Bei "florentinischem Sex" wird die Haut der Peniswurzel mit der Hand straff nach hinten gezogen, was den Penis standhafter machen soll. Und "Holländisch" ist das Spiel mit den - meist eigenen - Exkrementen.

So mancher Name lässt sich leicht herleiten: "Indisch" steht für komplizierte Sexstellungen wie beim Kamasutra. Bei "japanischem Sex" spielen Unterwerfung und Demütigung eine große Rolle. Und "Griechisch" ist der ganz banale Analverkehr, wie im guten alten antiken Hellas.

Nicht alles bei der Namensnennung ist Friede, Freude, Eierkuchen: Viele Namen, die sich in einigen Milieus eingebürgert haben, beruhen auf sehr zweifelhaften Vorurteilen. So versteht man unter "Afrikanisch", dass ein Mann in seinen eigenen Mund kommt. Dabei kommt der Gleichung "schwarz gleich Mega-Ständer" eher wenig Wahrheitsgehalt zu. Besonders verletzend werden diese Bezeichnungen, wenn ein extremes Ereignis stattgefunden hat. So steht "Serbisch" seit dem Jugoslawien-Krieg der 90er Jahre für Vergewaltigungsfantasien. Und gerade im Ausland ist "Deutsch" mit Züchtigungen und Bondage verbunden, was noch auf das Dritte Reich zurückgeführt wird.

Natürlich sind auch Jux-Formen auf dem Vormarsch. Der beste Sex ist demnach ohne Frage der bayerische. Darunter verstehen auch Nicht-Bajuwaren einen ausgeführten Geschlechtsakt, nachdem ein Einlauf mit hochprozentigem Alkohol gelegt wurde. Wenn das Franz-Josef wüsste.

23. September 2005



#1 leksAnonym
  • 24.09.2005, 16:42h
  • mein gott! dabei wollen wir alle nichts anderes als f...iken. habe bis jetzt sehr wenig über den sex gesprochen, ab sofort sage ich überhaupt nichts mehr.
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#2 KaiAnonym
#3 Stefan K.Anonym
  • 25.09.2005, 16:42h
  • Dann müsste man ja unter österreichischen Sex bzw. Fetischsex Stoppelbart-Fetischismus verstehen.... :-))))
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#4 joshAnonym
  • 17.10.2005, 21:27h
  • Hm wegen dem Griechisch = anal... haben im antiken Griechenland die Männer mit den Knaben die ihnen zur "Erziehung" überlassen wurden nicht vo vorn zwischen die Schenkel statt anal? Ich glaube schon öfter gelesen zu haben, dass Analsex eher mit Prostituierten praktiziert wurde und das sicherlich nicht im antiken Griechenland häufiger als anderswo.
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#5 StarletAnonym
  • 06.02.2006, 10:41h
  • Es ist eine Schande, dass es heute keinen "Intimbereich" mehr zu geben scheint, der respektiert werden sollte! Körperliche Kontakte als besonderer Ausdruck der Beziehung zu einem anderen Menschen gehören zum Leben, aber Sex allein um des Sex willen ist für mich nicht erstrebenswert! Schade, dass Schwule selber dazu beitragen, als "Sexmonster" zu erscheinen!
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