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Frisch aus dem Knast wurden Details zum neuen Album von Rapper Bushido bekannt. Darauf hetzt er gegen Schwule.

Von Carsten Weidemann

Gerade wurde Gangsta-Rapper Bushido (26) erst aus dem Knast entlassen, da sorgt der Berliner schon wieder für Schlagzeilen: Auf seinem neuen Album "Staatsfeind Nummer 1", das am 4. November erscheinen soll, rappt Bushido: "Ihr Tunten werdet vergast." Vor drei Jahren war in Detmold der damalige CDU-Ratsherr Hendrik Schnelle für einen ähnlichen Spruch wegen Volksverhetzung verurteilt worden. In der Öffentlichkeit hatte er gesagt: "Man sollte Schwule vergasen wie die Juden". Da ihm auch ein weiterer Spruch, "Wir als weiße Rasse sind höher gestellt als die Schwarzen", nachgewiesen werden konnte, wurde er damals in zweiter Instanz zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

In der "Welt am Sonntag" äußerte sich Bushido nach seiner Entlassung aus einer Untersuchungshaft wegen Körperverletzung in einem Interview ebenfalls deutlich: "Ich finde Schwule nicht cool, ganz einfach, so wie ich Golfspielen nicht cool finde. Das heißt aber nicht, dass ich mit Golfspielern kein freundschaftliches Verhältnis haben kann." Die zunehmende Brutalität der Berliner Rapper wie Bushido oder auch Sido, der unter anderem durch den "Arschficksong" (queer.de berichtete) bekannt wurde, beschäftigt inzwischen auch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Zwei Alben (darunter Bushidos "King of KingZ") stehen bereits auf dem Index und dürfen somit nicht an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden. Jetzt sollen zwei weitere Platten wegen harter, gewaltverherrlichender und frauenfeindlicher Texte auf den Index.

"Alle Mütter sind geschändet, es gibt keine neuen Drogen, die man verherrlichen kann, und man wird ja auch nicht jünger", sagte Bushido zur "Welt am Sonntag" auf die Frage, wie es inhaltlich bei ihm in der Zukunft weiter gehen soll. Bushido wurde in den Medien des öfteren frauenfeindliche, nationalistische und rassistische Inhalte sowie mangelnde Distanz zu rechtsextremen Fans vorgeworfen. Eindeutig sind neben seiner Antipathie gegen Schwule vor allem seine frauenverachtenden Inhalte. Ein Beispiel ist der Text aus dem Song "Nutte Bounce": "Nutte Bounce, ich bumse heimlich mit deiner Mama, Nutte Bounce in 14 Tagen bin dein Papa, Nutte Bounce wo bleibt dein Respekt? Nutte Bounce ..." Nach einer Anfrage sagte Bushidos hierzu aus, dass er mit "Nutte" nicht Frauen im Allgemeinen sondern nur die "echten Schlampen" meine. Er bezöge das nicht auf die normale Frau im Kaufhaus, sondern auf die Groupies, mit denen er Sex habe. Textstellen wie: "Ein Schwanz in den Arsch, ein Schwanz in den Mund. Ein Schwanz in die Fotze, jetzt wird richtig gebumst" aus seinem Song "Gangbang" stehem dem in nichts nach. Ausweichend antwortete Bushido in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung", ob er mit seinen Texten nicht auch Verantwortung trage: "Ich sage den Kids: Wenn ihr auf Play drückt und meine CD hört, bekommt ihr 70 Minuten aus meinem Leben – wenn ihr auf Stop drückt, seid ihr wieder in eurem Leben, mit euren Eltern, euren Lehrern und der Polizei, die euch verhaftet, wenn ihr Mist baut."

Höflich formulierte Protest-Mails an:

Konzert-Veranstalter: Marek Lieberberg (präsentiert die aktuelle Tour durch Deutschland): www.mlk.com
Tel: +49 (0)69 / 956 20 20
Fax: +49 (0)69 / 568 199
E-Mail: info@mlk.com

Plattenfirma:
Simone Geldmacher
Universal Music Domestic Division
- a division of universal music gmbh -
Stralauer Allee 1
10245 Berlin
E-Mail: simone.geldmacher@umusic.com

26. September 2005



146 Kommentare

#1 Stefan K.Anonym
  • 26.09.2005, 16:07h
  • 70 Minuten aus seinem Leben? Dann muss sein Leben ja durch viele Schicksalsschläge verderbt worden sein. Es heißt, dass freche Menschen erzogen und nicht geboren werden...
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#2 KlausAnonym
  • 26.09.2005, 16:11h
  • ..bloss nicht drüber aufregen. das ist der zweck des ganzen...billige provokation auf unterster schiene um ja aufn index zu kommen und somit für die kids noch cooler und begehrenswerter zu sein. armselige Kommerzrapper , die auf Teufel Komm raus rumprovozieren wollen. ja schön auffallen und presse kriegen.
    Total ignorieren die affen , das ist das einzige was zieht.
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#3 wolfAnonym
  • 26.09.2005, 16:24h
  • MANN- der hat abba abgefuckte coole geile sprüche drauf eeeeeeeeeeeyyyyyyyyyyALTA !!!!!!!!!!!!!!

    so aus der mülltonne kann in berlin gar keiner kommen, um solche aphorismen = lebensweisheiten von sich geben zu können.
    verdammt mieser pr-gag, aber macht sich gut, nach reggae homophoben, bringt schlagzeilen.
    der sollte mal lieber an seinem bushido riechen, dann wird im wenigstens schlecht!
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#4 madridEUAnonym
  • 26.09.2005, 16:29h
  • Kenn´den Knirps gar nicht und bin schon amüsiert. Wenn denn die Tunten eines Tages vergast werden, dann wird man sicher auch die Rapper, Analphabeten und Schmutzfinken gleich mit in die Kammern stecken. So läuft das nämlich in totalitären Regimen.
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#5 Stefan K.Anonym
  • 26.09.2005, 16:40h
  • Wie heißt denn noch gleich der Witz über die Rapmusik?

    Früher nannte es sich "Stottern" und war heilbar... :-))))
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#6 shadAnonym
  • 26.09.2005, 16:51h
  • Da kann man ja echt froh sein, dass die ganzen Aggro Berlin Typen eh niemand ernst nimmt (is auch irgendwie echt extrem schwer möglich :-D ).
    Heutzutage kommt Hetze in Musik meiner Meinung nach eh kaum mehr richtig an (zum Glück).
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#7 AngelpowerAnonym
  • 26.09.2005, 18:07h
  • Tunten vergasen Schwule sind Scheiße , aber in seinem Song GAnbang vom Arschficken rappen. Da it es jedem seiner Phantasie überlassen, ob er Frauen oder Männer ficken will- also lassen wir ihn einfach da wo er ist in der Armut seiner Seele, in der Dummheit seiner Songs und auf dem Püfsttand des Amtes für jugendgefährdene Schriften.

    Wieder so ein Wichtigtuer der nur dadurch berühmt wird und gehandelt , das er Minderheiten diskreminiert jeglicher Art , auch wenn er man oft selber einer Minderheit angehört oder sich mit ihr umgibt!
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#8 SvenAnonym
  • 26.09.2005, 18:55h
  • Wenn ein Arzt jemanden tötet, gibt's einen Kunstfehlerprozess und wahrscheinlich ein Arbeitsverbot.
    Musiker - als sogenannte Künstler - dürfen weiter machen, wenn sie derartige Meinungen verbreiten. Hier wäre ein Arbeitsverbot auch recht gut angebracht.
    Denkverbote würde hier nichts nützen, der denkt ja nicht!
    ;-)
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#9 LinkerCacheAnonym
  • 26.09.2005, 19:57h
  • Ich sag euch mal, was gegen diesen "Mann" hilft: Der ist ein Fall für den Staatsanwalt, denn hierbei handelt es sich ganz klar um volksverhetzung!

    Wenn er solche "Künstlerischen Freiheiten" im gelobten Land USA von sich geben würde, dann könnte es durchaus passieren, das NICHTS passiert. Denn in den USA ist auch NAZI sein legal.
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#10 MaikAnonym
  • 26.09.2005, 20:19h
  • Muss man sowas wirklich kommentieren? Der hat doch zu wenig Streicheleinheiten in seiner Kindheit bekommen. :-)
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