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Berlin Die Songzeile "Ihr Tunten werdet vergast" des Berliner Rappers Bushido wird nach Rücksprache mit dem Künstler nicht veröffentlicht. Das erfuhr queer.de in einem Telefongespräch mit einem Mitarbeiter von Urban Records/Universal. Zuvor hatte die Plattenfirma folgendes Statement von Bushido verbreitet: "Die aktuell in den Medien viel zitierte Textzeile 'Ihr Tunten werdet vergast' befindet sich weder auf meinem Album 'Staatsfeind Nr.1' noch auf irgendeiner anderen CD." Dass die "Welt am Sonntag" die entsprechene Zeile aus "einem neuen Stück" zitierte, erklärte der Universal-Mitarbeiter gegenüber queer.de damit, dass sie in der Originalversion des Stückes enthalten gewesen sei. Die Zeile habe sich gegen konkurrierende Rapper gerichtet, so wie Beschimpfungen aller Art im Berliner Rap üblich seien. Die Firma gab an, noch eine Pressemitteilung herauszugeben, die die "Missverständnisse aufklären" sollte - verschickte aber doch nur das Bushido-Statement erneut. In der Mitteilung sagte der Rapper weiter: "Hiermit weise ich - Bushido - die immer wiederkehrenden Vorwürfe und Vorverurteilungen der Schwulenfeindlichkeit, dem Aufruf zu Gewalttaten, der Frauenfeindlichkeit und der absurden Behauptung ich wäre rechtsradikal strikt zurück." Unklar ist, ob der Rapper die Zeile live gesungen hat und ob sie auf beispielsweise an Journalisten verschickte Demos enthalten war - auch das könnte für die Staatswanwaltschaft genügend Grund zur Einleitung von Ermittlungen sein.
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) gab indessen am Mittwoch bekannt, dass sie Bushidos Album "Vom Bordstein bis zur Skyline" aus dem Sommer 2003 auf den Index gesetzt hat. Die Indizierung werde an diesem Freitag im "Bundesanzeiger" veröffentlicht und damit rechtskräftig. Seit 2004 setzte die Bundesprüfstelle damit bisher zehn Titel aus dem Berliner "Gangsta-Rap"-Umfeld auf den Index. Die CDs oder Musikvideos dürfen damit nur noch unter der Ladentheke an mindestens 18-Jährige verkauft, sie dürfen nicht beworben und versendet werden. Allerdings sind die Werke seit einiger Zeit auf dem Markt und in Tauschbörsen erhältlich und längst in den Händen von Kindern und Jugendlichen. (nb)

zuletzt akt. um 16.25h (Universal-PM)



71 Kommentare

#1 Stefan K.Anonym
  • 28.09.2005, 16:03h
  • Ich denke aber, dass der Prozess noch weiter laufen wird. Dem Braten traue ich nicht so recht. Jetzt auf einmal will er es nie gesagt haben. Merkwürdig. Als er gemerkt hatte, dass sein Image einen Riss bekommen hat, will er so etwas nie gesagt haben. Klingt schon etwas suspekt.
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#2 KlausAnonym
  • 28.09.2005, 16:16h
  • Bin auch dafür, dass da weiterermittelt wird.

    Den Imageknacks in seiner Zielgruppe hat er aber wohl eher durch den Stopp der Zeile: Rapper zieht nach schwulem Protest den Schwanz ein. Hihi, der dürfte jetzt "gedisst" werden...
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#3 LinkercacheAnonym
  • 28.09.2005, 16:17h
  • Wird nicht veröffentlicht?? Und jetzt meint der wohl , das er damit aus dem schneider iss?? Die Strafverfolgung darf deshalb nicht eingestellt werden, der muss zur Verantwortung gezogen werden!!
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#4 madridEUAnonym
  • 28.09.2005, 16:36h
  • Bin weit davon entfernt, die "gute alte Zeit" zu beschwören, aber man muss sich auch nach diesem Fall wieder einmal fragen, ob sich die "kleinen Fans" nicht vielleicht besser an "Schönen Künsten" statt an Rapper-Beschimpfungen orientieren sollten ?
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#5 Stefan K.Anonym
  • 28.09.2005, 16:46h
  • @madridEU:

    Sag ich doch! Rapmusik: Früher nannte es sich "Stottern" und WAR heilbar!
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#6 madridEUAnonym
  • 28.09.2005, 16:56h
  • @StefanK.: Normalerweise ignoriere ich solche Pimpfe auch, aber wenn´s mir zu bunt wird, kann ich hier nicht ruhig sitzen
    bleiben und den Mund halten.
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#7 DavidAnonym
  • 28.09.2005, 18:41h
  • Ja Klasse...
    Das ganze klingt nach einem PR-"Gag".
    Wahrscheinlich wurde die Textzeile nie wirklich so aufgenommen, sondern einfach als als "Gerücht" in die Welt gesetzt, um werbewirksam als Skandal zu inszenieren..

    Traurig, das solche "Künstler" auch noch Aufmerksamkeit erlangen, erst recht auf diese Weise.

    "...Beschmpfungen seien üblich, blablabla..."
    Anstelle eines Dementis sollten solche "Künstler" Stellung beziehen und sich den Vorwürfen stellen oder verurteilen.
    Aber neee, das könnte ja der "Coolness" schaden.

    Ich weiss noch wie mir ein Rap-Fan entgegnete "wenn mein Idol sich als schwul outen würde, wäre ich nicht mehr sein Fan".
    [Sarkasmus-Mode an]
    Ja, da kann ich von anderer Seite zustimmen.
    Wenn sich ein Freund von mir als Rap-Fan oder gar Rapper outen würde, wäre ich enttäuscht und würde die Freundschaft kündigen. Bah, rappen das ist ja eklig. [/Sarkasmus-Mode aus]
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#8 shadAnonym
  • 28.09.2005, 21:02h
  • Naja das er sowas nur gesagt/gesungen hat, um damit jemand anderen zu "beleidigen", find ich theoretisch schon glaubwürdig. Das lässt sie zwar auch nicht grad intelligenter erscheinden, aber nunja so sind die halt...
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#9 LinkercacheAnonym
  • 28.09.2005, 22:14h
  • @David:

    Nur das es sich in diesem Falle nicht um einfache "Beschimpfungen" handelt, sondern ganz klar um zwei Straftaten, die zudem auch noch Offizialdelikte darstellen.

    Hätte er nur von den "schwulen Säuen" oder den "Arschfickern" gelabert, wäre es warscheinlich auch nicht so sehr aufgefallen.

    Ansonsten hab ich kein Problem mit HipHop. Wen man mal überlegt, welchen Ursprung diese Musik hat ( und jeder weiss, wovon ich rede, der "Beatstreet" gesehen hat!), ist sie garnicht so schlecht. Das ist ähnlich der Skinhead-Bewegung. Nur dadurch, das diese von Gehirnamputierten Nazispinnern Adaptirt wurde, ist jeder Skin gleich ein Nazi, Ich kenne persönlich das Gegenteil.

    wie gesagt, es gibt auch richtig guten hipHop, z. Bsp. "Fettes Brot" aus HH, die garnicht so Schwulenfeindlich sind, eher das Gegenteil, wie Ihre Teilname an etlichen AIDS-Benefitzkonzerten belegen.
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#10 no homoAnonym
  • 29.09.2005, 08:22h
  • bushido benutz schwule aber er hasst sie nich wirklich..

    ich glaub ihr täuscht euch da... bushido lebt von dem image schwule zu hassen.
    bushido war eigentlich schon wieder out und als zu soft verschrieen..

    durch den skandal werden jetz wieder mehr leute denken das bushido zu alter härte zurück gekehrt ist..

    außerdem will das plattenlabel bushido auch in amerika positionieren.. und da is es immer gut wenn man schwulenfeindliche skandale außlöst oder antisemit ist...
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