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  • 30. September 2005, noch kein Kommentar

25 Jahre jung, ausgezeichnet mit dem Echo und ein absoluter Shooting-Star im Bereich Klassik: Martin Stadtfeld. Süß ist er außerdem!

Von Jan Gebauer

Als "Talent der Sonderklasse" bezeichnete "Die Zeit" den 1980 in Koblenz geborenen Pianisten Martin Stadtfeld. Bereits mit neun Jahren gab das Ausnahme-Talent sein Konzertdebüt und studiert seit seinem 14. Lebensjahr an der Musikhochschule Frankfurt bei Lev Natochenny, selbst ein Meister am Klavier. Die Liste von Stadtfelds Wettbewerbserfolgen beginnt mit dem Bundeswettbewerb "Jugend musiziert". 1997 gewann er den Klavierwettbewerb "Nikolai Rubinstein" in Paris, 2001 sorgte er als Preisträger beim "Busoni-Wettbewerb" in Bozen bei Publikum und Presse für Aufsehen. Im Jahre 2002 war es Martin Stadtfeld vorbehalten, als erster deutscher Pianist den Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig für sich zu entscheiden. Der erste Preis dieses traditionsreichen Wettbewerbs, der zuvor 14 Jahre lang nicht vergeben worden war, öffnete dem jungen Künstler die Türen zu den wichtigsten Bachfestspielen (Ansbach, Stuttgart, Köthen) und anderen bedeutenden Festivals.

Seit seinen beiden Einspielungen von Werken Johann Sebastian Bachs gehört Martin Stadtfeld zu den meistdiskutierten und erfolgreichsten Pianisten seiner Generation. Für den 25-jährigen Echo-Preisträger und "Weltstar aus dem Westerwald" (Der Spiegel) ist jedoch Bach nicht alleiniger Dreh- und Angelpunkt seines Repertoires. Immer wieder kehrt Stadtfeld zu Wolfgang Amadeus Mozart zurück. So veröffentlicht er nun seine ersten Mozart-Aufnahmen auf CD – mit den beiden vielleicht ausdrucksstärksten Klavierkonzerten Nr. 20 KV 466 und Nr. 24 KV 491 gemeinsam mit dem NDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Bruno Weil. Auf faszinierende Art und Weise schlägt er dabei eine Brücke zwischen den Jahren 1786 und 2005. Beide in Moll, beide eine Herausforderung für jemanden, der Mozarts dunkle Seiten am Steinway neu herausarbeiten will. Aber Stadtfeld verführt mit seiner virtuosen Leichtigkeit. Alles klingt wie aus einem Guss.

Fazit: Ein großes Talent, dass auch mit seinen Mozart-Einspielungen überzeugt.

Anspieltipps: Wie es sich für ein gutes Klassik-Album gehört, wirkt das Werk vor allen Dingen im Ganzen.

1. Oktober 2005