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Baden-Baden In Deutschland hatten Ende 2004 über 25.000 Männer und Frauen Lebenspartnerschaften mit einem Partner bzw. einer Partnerin desselben Geschlechts begründet. Dies hat der Autor Stephan Stüber für die 2. Auflage des "Handkommentar Lebenspartnerschaftsrecht" ermittelt, der in Kürze im Nomos-Verlag Baden-Baden erscheinen wird. Die Zahl ist überraschend, weil Bundesjustizministerin Brigitte Zypries Ende Oktober 2004 von nur 5.000 Lebenspartnerschaften ausgegangen war. Eine offizielle Statistik über die Lebenspartnerschaften wird – anders als für Ehen – in Deutschland nicht geführt. Die Zahl der Lebenspartnerschaften lässt sich schwer ermitteln, weil in den Ländern ganz unterschiedliche Behörden für die Begründung der Lebenspartnerschaften zuständig sind. Während in Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein die Standesbeamten zuständig sind, haben die übrigen Länder die Kreise und kreisfreien Städte (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Thüringen) oder die Gemeinden (Brandenburg, Hessen, Saarland) für zuständig erklärt. Die Gemeinden und kreisfreien Städte konnten die Aufgabe dann den Standesbeamten übertragen; sie müssten dies aber nicht tun. Deshalb sind sogar innerhalb dieser Länder wiederum unterschiedliche Stellen zuständig. Ganz andere Wege sind schließlich Sachsen und Bayern gegangen: Während in Sachsen Lebenspartnerschaften bisher nur bei den drei Regierungspräsidien begründet werden konnten, sind in Bayern die Notare zuständig. Die unterschiedlichen Stellen der Länder sind auch melderechtlich über die Landesgrenzen hinweg nur unzureichend mit einander verknüpft. Die Familiengerichte und Nachlassgerichte können deshalb zurzeit nicht zuverlässig feststellen, ob jemand in einer Lebenspartnerschaft lebt oder ob eine Lebenspartnerschaft inzwischen aufgehoben ist. (pm)



#1 TorbenAnonym
  • 01.10.2005, 11:40h
  • "Eine offizielle Statistik über die Lebenspartnerschaften wird – anders als für Ehen – in Deutschland nicht geführt. "
    (...)
    "weil in den Ländern ganz unterschiedliche Behörden für die Begründung der Lebenspartnerschaften zuständig sind."
    (...)
    "Die Gemeinden und kreisfreien Städte konnten die Aufgabe dann den Standesbeamten übertragen; sie müssten dies aber nicht tun. Deshalb sind sogar innerhalb dieser Länder wiederum unterschiedliche Stellen zuständig."
    (...)
    "Die unterschiedlichen Stellen der Länder sind auch melderechtlich über die Landesgrenzen hinweg nur unzureichend mit einander verknüpft. Die Familiengerichte und Nachlassgerichte können deshalb zurzeit nicht zuverlässig feststellen, ob jemand in einer Lebenspartnerschaft lebt oder ob eine Lebenspartnerschaft inzwischen aufgehoben ist."

    Zahlreiche weitere Gründe, warum endlich die Ehe geöffnet werden muss (wie in Spanien, Belgien, den Niederlanden und Kanada, die alle nicht untergegangen sind)! Die eingetragene Lebenspartnerschaft bietet weder gleiche Rechten noch gleiche Pflichten, sie hat einen anderen Namen und sie werden von erzkonservativen Bundesländern wie Bayern (aus)genutzt, um Lesben und Schwule weiter zu diskriminieren!
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#2 manni2Anonym
  • 01.10.2005, 14:17h
  • Jetzt fehlt nur noch die Gleichstellung mit den "HETEN" und das kann dauern wenn unser Angie
    wirklich Kanzler werden sollte.
    Sie und Ihr Ehemann sind "Familie" und schöpfen alle Vorteile der EHE auch ohne KInder ab!!!!

    Das ist unser Pech, wir sind ja nur verpartnert und bedrohen die EHE und FAMILIEN!!!!!!!!!!!
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#3 blumen-freundAnonym
#4 wolfAnonym
  • 03.10.2005, 08:11h
  • ausgerechnet in unserem land, in dem jede bio-tonne statistisch erfasst wird, fällt die lebenspartnerschaft eigentlich unter den tisch. ist ja auch nicht so wichtig, hauptsache die schwulen haben das gefühlte gefühl sie dürfen mitspielen in dem grossen gesellschaftlichen monopoli, das nach wie vor (gruss an die cdu tunten) knallhart von finanziellen interessen diktiert wird.
    es gäbe mit sicherheit weitaus mehr lebenspartnerschaften, wenn diese gleichgestellt wären, aber wer hängt sich ausschliesslich pflichten an den hals, ohne den geringsten vorteil davon zu haben ?
    immerhin kann man so behaupten, dass bedürfnis ist ja eigentlich garnicht vorhanden, also was solls ?
    in den medien tauchen nur die promiskuitiven schwulen auf, in ihren schmuddelecken, die jeden tag 10 männer verbrauchen, ausser in der lindenstrasse.
    dann noch das heer der ungeouteten, logischerweise rechten, feigen, sich selbst für konservativ haltenden schmarotzer die von den "erleichterungen" nur partizipieren.
    diese wachsweiche halbherzige öffnung für schwule "bürgerrechte" hat doch strategie, den verfechtern ist der wind aus den segeln genommen worden, dank auch an die fdp, und der staat rühmt sich seiner offenheit, denn es gibt ja auch keine diskriminierung mehr !!!!!
    wenn dieses land erstmal von unserer pfarrerstochter regiert wird, vor solchen mädels wurde schon vor 5 generationen in sprichworten gewarnt, dann besteht zumindest die chance, dass sich wieder eine front bildet, die für selbstverständliche rechte kämpft !
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#5 bäume-freundAnonym
#6 bebeAnonym
#7 antosAnonym