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Callboys, schwule Väter und Karriere-Lust: Am Montag gibt es wieder eine Ausgabe von andersTrend.

Von Carsten Weidemann

Am Montag gibt es um 23:30 Uhr auf RTL eine neue Ausgabe von andersTrend – diesmal wieder nur eine halbe Stunde lang. Frank Lukas und sein Team gehen unter anderem folgenden Themen nach:

Callboy-Jobs, der neue Nebenverdienst

2500 Einträge verzeichnet eine bundesdeutsche Callboy-Datenbank: Junge Männer zwischen 20 und 30 Jahren, die ihren Körper verkaufen. Einer von ihnen ist Oliver. Der 29-Jährige ist seit drei Monaten im Geschäft. Er ist Vater eines neun Monate alten Kindes und kämpft um das Besuchsrecht. Um die Gerichtskosten bezahlen zu können, arbeitet er als Callboy. In Metropolen wie Berlin oder Köln hat sich die Zahl jener, die auf diese Weise ihre Körper zu Markte tragen, in den letzten Jahren vervierfacht. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit ein unaufhaltsamer Trend.

Wie sag ich's meinem Kinde? - Das Outing schwuler Väter

Wolfgang war 23 Jahre verheiratet, erst mit 40 entdeckt er sein "schwules Ich". Es soll aber noch weitere zehn Jahre dauern bis er, hin- und her gerissen zwischen seinen Wünschen einem schlechten Gewissen, endlich sein Coming-out wagt. Wolfgangs Lebensweg ist typisch für die meisten "schwulen Väter". Rund 700.000 schwule und lesbische Paare in Deutschland haben Kinder, heißt es in einer Untersuchung des nordrhein-westfälischen Familienministeriums. Bis auf wenige Ausnahmen sind es Kinder aus vorangegangenen, heterosexuellen Ehen. Doch dann bekommt die Lebensplanung Risse: Papa entdeckt seine schwule Identität. Einige Väter hatten zwar vorher schwule Kontakte, doch diese wurden verdrängt oder als pubertäre Neugier abgetan. Nach teilweise langjähriger Ehe tauchten jedoch schwule Wünsche auf, die immer stärker wurden und sich nicht mehr zurückdrängen ließen. Die Ahnung, eventuell schwul zu sein, führte zu einer starken Verunsicherung, die eigene Identität und die Vergangenheit wurden grundlegend in Frage gestellt. Die Betroffenen haben teilweise selbst Vorurteile gegenüber der Homosexualität und wenig Kenntnisse über schwules Leben. AndersTrend zeigt verschiedene Lebenswege von schwulen Vätern auf, spricht mit ihren Kindern und Partnern.

Karriere-Lust - ein Ex-"Bravo-Boy" will ganz nach oben

Wovon träumt man als junger Mann mit 18? Von einem coolen Auto, einem Haus mit Pool und einem tollen Job? Daniel aus Hannover träumt nicht: Er hat sich mit 17 Jahren in den Kopf gesetzt, Pornodarsteller zu werden. Er schreibt eine amerikanische Produktionsfirma an, bekommt Antwort und wird nach New York eingeladen. Inzwischen 18 Jahre alt, erlebt er zum ersten Mal wie es ist, Sex vor einer Kamera zu haben: und er bekommt den Job. Daniel heißt jetzt Phillipp Dante. Auf der Homepage seiner Produktionsfirma prangt ein Foto von ihm, dem "german hottie". Da ist die eine Seite von Daniel. Die andere zeigt einen jungen Mann, aufgewachsen in der niedersächsischen Provinz, der in einer Drei-Zimmer-Wohnung bei Hannover lebt und seinen Freund liebt. Was treibt einen Jungen dazu, sein Glück in einer Branche zu versuchen, die nicht umsonst als hartes Business gilt, die Menschen verschlingt und verbraucht?

andersTrend, Montag, 10. Oktober, 23:30 Uhr, RTL

5. Oktober 2005



#1 BurningSkyAnonym
#2 BurningSkyAnonym
  • 11.10.2005, 01:07h
  • Die Sendung war langweilig, und der Beitrag, auf den ich mich gefreut hab, von dem Bravo Boy, kam garnicht erst.....
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#3 JanAnonym
  • 24.10.2005, 00:28h
  • Ich finde es wichtig Sendungen mit homosexuellen Inhalten öffendlich zu zeigen. Dies trägt nicht nur dazu bei, die Normalität der Homosexualität zu verdeutlichen sondern auch schwulen und lesbischen Menschen eine Beantwortung ihrer insgeheim gestellten Fragen zu geben. Solche Sendungen machen den Umgang mit dem "Anderssein" leichter und schafft Heterosexuellen ein besseres Verständnis für diese Thematik. Wir leben heute in einer Gesellschaft, welche sich langsam aber sicher darauf zubewegt, mehr Toleranz für andere zu zeigen. Doch bis Homosexualität so normal wie die Luft ist, die wir zum Atmen brauchen, ist es noch ein langer Weg. Wir Homos sind Teil dieses Weges. Unser Wort und unser Wille ist die Luft solche öffentlichen Sendungen oder auch Veranstaltungen, Programme und Gemeinschaftsprojekte zu fördern und am Leben halten.
    Also, weiter so mit "AndersTrend und Auf jeden Fall viel öfter!!!
    Es gibt unzählige Filme, Sendungen, Lieder und Bücher über das Leben und die Liebe von (ständig) Heterosexuellen Paaren, aber wo bleiben wir?! Wir stehen zwar auf unser Geschlecht, aber wir haben genau die gleichen Gefühle und Empfindungen, Probleme und Wünsche, wie jeder andere Mensch. Darum ist es nicht gerechtfertigt, solche Sendungen nur so selten zu bringen. In diesem Sinne: Gebt euch einen Ruck und zeigt uns mehr davon!!! Danke, euer Jan :-)
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