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  • 06. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Nicht nur Superstars wie Madonna sangen bei Live 8, sondern auch eine tolle Garde afrikanischer Musiker.

Von Carsten Weidemann

Live 8 war ein weltumspannendes Rock-Event der Superlative. Unter dem Motto "Make Poverty History" (Macht Armut zur Vergangenheit) fand es am 2. Juli 2005 gleichzeitig an zehn Orten der G8-Mitgliedstaaten sowie in Südafrika statt. Die Veranstaltungen wurden von Bob Geldof und Bono, dem Sänger der Band U2, initiiert und organisiert. Auch afrikanische Künstler und deren außergewöhnliche Musik wurden in einem eigenen Konzert gefeiert. In Cornwall, im Südwesten Englands, standen rund 150 Künstler aus 14 afrikanischen Ländern auf der Bühne. Niemand geringerer als Peter Gabriel hatte die Planung und Organisation der Auftritte übernommen, da er schon seit vielen Jahren mit Künstlern aus Afrika zusammenarbeitet und deren Musik in sein eigenes Schaffen übernommen hat. Auf zwei DVDs präsentiert "Africa Calling - Live 8 At Eden" das spektakuläre Ereignis und zeigt dabei 18 grundverschiedene Künstlergruppen aus den unterschiedlichsten geografischen Regionen.

Nicht nur die Musik öffnet dabei neue Welten, auch optisch bringen die Künstler ein Stück Afrika nach England: Die blendende Farbigkeit und die Vielfalt der afrikanischen Kulturen schlägt sich in ihrer Kleidung und den jeweiligen Auftritten ebenso nieder wie in ihrer Musik. Einige Highlights des Konzertes waren Geoffrey Oryema aus Uganda (unter anderem im Duett mit Peter Gabriel), Youssou N’Dour, der seinen Welthit "7 Seconds" zusammen mit Dido spielte, Angelique Kidjo, Kanda Bongo Man und viele andere, die in der "Weltmusik" zu den internationalen Größen gehören. Das Festival endete mit einem überwältigenden Finale, der "African Anthem", zu der alle Beteiligten gemeinsam auf die Bühne traten.

Neben dem eigentlichen Konzert zählte die Rede Nelson Mandelas zu den Höhepunkten. Mandela hatte sich eigentlich vor Jahren aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und sprach eigens zu dieser Gelegenheit wieder vor einer Menschenmenge. Weitere Unterstützung gab es von Angelina Jolie und natürlich Peter Gabriel selbst. So war "Africa Calling" vielleicht nicht das lauteste und nicht das "effektivste" Konzert dieses denkwürdigen Tages, aber mit Sicherheit das vielfältigste und authentischste. Die Doppel-DVD Africa Calling - Live 8 At Eden enthält neben dem grandiosen Konzerterlebnis eine etwa 30-minütige Dokumentation über die Planung und die Hintergründe des Festivals. Zahlreiche Interviews runden das Bonus-Material ab. Alles in allem enthält "Africa Calling - Live 8 At Eden" rund 180 Minuten einzigartige afrikanische Musik und viele Informationen im DTS + DD 5.1 + DD 2.0 Tonformat. Untertitel können wahlweise in sechs Sprachen abgerufen werden.

6. Oktober 2005