Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?3583
  • 10. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Am Wochenende sang Lena Valaitis in Köln bei der "Kult-Hitparade". Nun steht das neue Album in den Geschäften.

Von Jan Gebauer

Mit Produzent und Songschreiber Jack White erlebte Lena Valaitis ihre erfolgreichste Zeit – und wenn man dem Titel ihres neuen Albums glauben darf, auch ihre "schönste". "Die schönste Zeit" ist eine Sammlung von 21 Liedern, die seit 1973 unter der Fittiche von White entstanden. Darunter befinden sich auch die Hits der letzten Jahren, nachdem Valaitis seit 2001 wieder ihre Musik-Karriere weiterführt, die sie in den frühen 90er Jahren eigentlich schon zu den Akten gelegt hatte. Die Schlager-Queen verfügt immer noch über eine starke, charismatische Stimme, die sie am Samstag auch live zum Besten gab. In Köln stand sie als einzige weibliche Teilnehmerin der "Kult-Hitparade" auf der Bühne und sang unter anderem auch ihre von White produzierten Hits "Da kommt José, der Straßenmusikant" (1975) und "Ein schöner Tag" (1976). Dafür erhielt sie viel Applaus und neben ihrem Kollegen Roland Kaiser war sie die einzige Interpreten des Abends, die mit "Zugabe"-Rufen bedacht wurde.

Die Titel auf "Die schönsten Jahre" enthält zum Glück die Original-Versionen der alten Songs – allerdings remastert. Auch die aktuelleren Titel können sich sehen lassen. "Morgen soll die Hochzeit sein" entstand 2004 – ein türkisches Volkslied wurde eigens für die Valaitis umarrangiert und mit einem zeitgemäßen Text versehen. Ebenso ethnohaft gibt sich die aktuelle Single "Komm lass uns tanzen", mit der sie derzeit ab und zu im Fernsehen zu sehen ist. Nicht fehlen dürfen auch die Bombast-Schnulze "Ich lebe für den Augenblick" – die deutsche Version der "Pearl-Harbour"-Ballade "There You'll Be" von Faith Hill – und das Duett mit Hansi Hinterseer "Was kann ich denn dafür". Bei letzterem Lied handelt es sich um die deutsche Version von "Something Stupid", dass man von Frank und Nancy Sinatra oder eben von Robbie Williams und Nicole Kidman kennt. Als Bonus-Track winkt erstmals ein von Frau Valaitis interpretiertes litauisches Volkslied. Ihr Geburtsland hat die Sängerin anscheinend nicht vergessen.

Lena Valaitis wird am 31. Oktober in Essen und am 5. November in Dortmund im Rahmen der "Kult-Hitparade" live auf der Bühne stehen.

Fazit: Ein bunter Reigen von musikalischen Erinnerungen und neueren Liedern. Singen kann die Valaitis immer noch gut – der baltische Einschlag in der Stimme ist sowieso unvergleichbar.

Anspieltipps "Ein schöner Tag", "So wie ein Regenbogen", "Oh jus cigonai", "Still rinnt die Zeit"

10. Oktober 2005