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  • 11. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Nach vier Jahren Pause erscheint das Album "Der Mittelpunkt der Welt". Und zum ersten Mal hat die Gruppe einen Hit in den Charts.

Von Jan Gebauer

Element Of Crime ist eine Band, die nach 20 Jahren im Musikgeschäft niemandem mehr etwas beweisen muss. Nach vier Jahren Pause präsentiert die Band mit "Der Mittelpunkt der Welt" ihr neues Album. Und erstmals in ihrer langen Karriere ist der Gruppe etwas gelungen, was nicht nur viele Fans verblüfft. Sie hat einen kleinen Hit in den deutschen Single-Charts gelandet: "Delmenhorst". "In den 80ern kam jedes Jahr eine neue Element-of-Crime-Scheibe raus. Das kann man mit steigendem Erfolg nicht mehr beibehalten", sagte Sänger Sven Regener kürzlich zur dpa über die bisher längste Pause zwischen zwei Alben. «Man macht zwei lange Tourneen und spielt Festivals - da bleibt kaum Zeit zum Schreiben. Und wenn man schon zehn Platten gemacht hat, dann sollte man sich genau überlegen, was man dem noch hinzufügen will."

Die Musik von Element of Crime war und ist ziemlich unergründlich: Irgendwo zwischen Rock, Pop und Chanson hat sich die Gruppe einen ganz eigenen Mikrokosmos von musikalischen Stilen geschaffen. Durch die phantasievollen Arrangements und die poetischen, oftmals verschlüsselten Texte fällt jede weitere Einordnung der Band in bestehende Genres schwer. Darum schaffte es Element of Crime auch bis heute nicht aus der Ecke der Kult-Band heraus, was den Musikern allerdings auch sehr recht ist. "Es ist keine Musik, die mit Schlüsselreizen um sich wirft. Die Lieder erschließen sich einem erst nach mehrmaligen Hören und fangen dann an zu wachsen - unsere Musik will Deine ganze Aufmerksamkeit", erklärte Christian Hartje im Musik-Magazin www.mucke-und-mehr.de.

Fazit: Auf "Mittelpunkt der Welt" hat sich die Gruppe nicht neu erfunden, sondern kultiviert perfekt ihre unnachahmlich sanfte Melancholie, die fast alle ihre Songs auszeichnet.

Anspieltipps: "Delmenhorst", "Straßenbahn des Todes", "Finger weg von meiner Paranoia", "Still wird das Echo sein"

11. Oktober 2005