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Braunschweig Gleichgeschlechtliche Paare dürfen von den Pfarrern der Landeskirche Braunschweig weiterhin gesegnet werden, berichtet dpa. Der Rechtshof der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen hat die Klage mehrerer Kirchengemeinden gegen die Segnung Homosexueller abgewiesen. Die Synode hatte 2003 die Segnung erlaubt. Dabei handele es sich aber lediglich um eine Kundgebung, gegen die nicht geklagt werden könne, sagte Kirchensprecher Michael Strauß. Der Rechtshof habe die Klage daher als unzulässig verworfen. Keine Kirchengemeinde werde durch den Synodenbeschluss von 2003 gezwungen, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen, sagte Strauß. Landesbischof Friedrich Weber zeigte sich über das Ende des Verfahrens erleichtert. Im Juni 2004 hatte bereits das Verwaltungsgericht der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands die Klage als unzulässig zurück gewiesen. (nb/pm)



25 Kommentare

#1 Stefan K.Anonym
  • 11.10.2005, 16:14h
  • Wäre ja schön, wenn man das mal auch von Ratzinger und seinen Schergen erwarten könnte.

    Von der evangelischen Kirche habe ich das erwartet.
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#2 tobi85Anonym
  • 11.10.2005, 17:27h
  • evangelische pfarrer dürfen die segnung gleichgeschlechtlicher paare verweigern... da liegt meiner meinung nach immer noch ne diskriminierung vor ...
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#3 blumen-freundAnonym
  • 11.10.2005, 20:25h
  • ja, schon.

    aber ich denke, das muss diese kirchengemeinde für sich entscheiden.

    und wenn man als schwuler damit nicht einverstanden ist... warum dann nicht einfach austreten(?)
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#4 gerdAnonym
  • 12.10.2005, 10:02h
  • Diese Nachricht ist gut...

    Damit wird der Richtungswande des letzten Jahrzehnts in den evangelischen Landeskirchen der EKD dauerhaft "zementiert".

    Mittlerweile haben viele Synoden der Landeskirchen der EKD öffentliche Segnungsgottesdienste in den Kirchen ermöglicht: dazu gehören Landeskirchen wie Nordelbien (Schleswig-Holstein/Hamburg), Oldenburg, Braunschweig, Rheinland, Hessen-Nassau, Pfalz, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, ...

    In anderen Landeskirchen der EKD haben unter Befürwortung der Kirchenleitung ebenso bereits öffentliche Segnungen vor den Altären stattgefunden, z.B.Landeskirche Westfalen, Bremen, Hannover oder Bayern. Maßgeblich ist hierbei, dass der/die jeweilige PastorIn einverstanden ist. Daher sprecht mit den evangelischen Pastoren über Euren Wunsch beim Gang zum Standesamt auch in der Kirche vor den Altar treten zu wollen...

    Ebenso ist die Entscheidung in der EKD gefallen, dass in den Pfarrhäusern homosexuelle Pastoren mit ihrem standesamtlich liierten Partner leben dürfen, soweit sie nicht dies "massiv" in den Mittelpunkt des Gemeindelebens stellen/in Predigten thematisieren.

    ----

    Damit unterscheiden sich die evangelischen Landeskirchen der EKD massgeblich von der immer noch "verlogenen" Haltung der katholischen Kirchenleitung in Rom...aber vielleicht ändert sich dies dort auch noch irgendwann.

    ---

    Die EKD ist sehr dafür zu loben...insbesondere alle BischöfInnen und PastorInnen, die hierbei mitgeholfen haben.
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#5 LinkerCacheAnonym
  • 12.10.2005, 11:57h
  • Ich finde das gut, da es unsere Gemeinde auch betrifft. Somit auch mich und meinen Gatten.
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#6 AdrianAnonym
  • 12.10.2005, 13:07h
  • @ gerd
    Es scheint mir so, als ob die "verlogene Haltung" der r-k Kirche gar nicht so schlicht verlogen ist.
    Ist die Möglichkeit einer "Segnung" nicht dem Umstand geschuldet, dass in den evengelischen Gemeinden seit weitaus mehr Jahren die Zahlen dramatischer rückfällig sind, denn in der r-k Kirche? Ist es also reiner Pragmatismus und simple Selbsterhaltung sich für bisher ausgegrenzte zu öffnen?
    Doch weg von jedem Verdacht einer Polemik: Könnte e nicht sein, dass mit den Segnungen ein vorläufiger Endpunkt in der Entwicklung gesetzt ist? Wird es jetzt nicht heißen: warum soll es noch mehr Gleichstellung geben, wir haben doch schon die Segnung. Jetzt müssen wir warten bis das in allen Gemeinden anerkannt ist, sonst verlieren wir Gläubige?
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#7 Stefan K.Anonym
  • 12.10.2005, 13:30h
  • @Lieber Adrian,

    die Frage ist nicht böse gemeint, aber bist du neidisch, dass deine Konfession das nicht mitmacht? Wir haben keine Person aus einem bayerischen Kuhkaff als alleinigen Gesamtführer. Tut mir leid, aber das entspricht den Tatsachen.
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#8 AdrianAnonym
  • 12.10.2005, 13:49h
  • @ Stefan K. Neidisch? Grundsätzlich kann jeder von jedem gesegnet werden - oder jede von jeder, oder mix es.
    Von dieser, meiner Blickrichtung gesehen geht es also darum innerhalb einer Konfession eine Art der Anerkennung zu erreichen - das ist zuerst einmal ein Politikum.
    Also geht es darum von schwarz kostümierten Menschen bedacht zu werden. Also geht es darum eine offizielle Anerkennung zu finden, die eine Wirkung nach außen hat. Also geht es darum das von Außen eine Annäherung an die Schwule Liebe stattfindet. Also geht es darum in einer Gemeischaft angekommen zu sein.
    Und letztlich geht es darum wegen des gelebten menschlichen Ichs nicht ausgeschlossen zu sein, sondern öffentlich dazu zu gehören.
    Dafür, mein lieber Stefan K., möchte ich mich einsetzen.
    Und wenn meine Kirche sich entschließt Segnungen für schwule oder lesbische Paare durchzuführen, dann ist jeder Priester rund um die Welt in der Pflicht,und nicht nur die gutwiiligen in einem mittelgroßen Land in Mitteleuropa.
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#9 rudolfAnonym
  • 12.10.2005, 14:27h
  • @Adrian

    Deine Zahlen sind schlichtweg falsch. In NRW treten doppelt soviele Menschen in die evang. Kirche ein wie in die römisch-katholische. Um Bundesgebiet in manchen Jahren bis zu viermal so viele. 1/3 der evangelisch getauften Kinder entstammen gemischtkonfessionellen Ehen, in denen die Eltern eigentlich verpflichtet sind, ihre Kinder kath. zu taufen. Die Zahl der Konfirmanden entspricht in meiner Landeskirche der der Täuflinge. Mach Dir keine falschen Hoffnungen: im Land der Reformation ist der Protestantismus demographisch stabil.
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#10 gerdAnonym
  • 12.10.2005, 15:23h
  • Der Unterschied lieber Adrian von Landeskirchen der EKD, wie die oldenburgische Landeskirche oder die rheinländische Landeskirche oder die Landeskirche in Nordelbien zur katholischen Kirche ist durch die wegweisenden, guten Synodenentscheidungen:

    In den evangelischen Landeskirchen steht die Kirche per se hinter der öffentlichen Segnung des homosexuellen Paares, während es in der katholischen Kirche nur einige "mutige" katholusche Priester es schaffen, einen solchen öffentlichen Segnungsgottesdienst durchzuführen.

    Damit steht die evangelische Kirche als Institution hinter den standesamtlich verbundenen homosexuellen Paaren, während es in der katholischen Kirche leider "nur" engagierte katholische Priester im Einzelfall sind.

    Das ist der heutige Unterschied zwischen den evangelischen Landeskirchen der EKD und der katholischen Kirche.
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