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  • 11. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Das erste Solo-Album "Electric Blue" von Andy Bell ist raus. Macht der Sänger im schroffen Dance-Outfit eine gute Figur?

Von Jan Gebauer

Mutti ist enttäuscht! "Irgendwie bleibt da nichts hängen", sagt sie zu mir, als ich ihr das erste Solo-Album "Electric Blue" von Andy Bell (41, Erasure) vorspiele. Selbst die warme, erotische Stimme des Engländers vermag sie nicht milde zu stimmen. Auch ich vermag mich nicht so schnell mit dem Werk anzufreunden. Wie Bell schon im Interview mit queer.de mitteilte, wollte er weg von der Melancholie des letzten Erasure-Albums "Nightbird" und hin zu mehr Fröhlichkeit. Besinnlich wird es dann auch nicht auf "Electric Blue", dafür sorgen druckvolle Dance-Beats und jede Menge Synthesizer-Spielereien. Das klingt mal mitreißend wie bei "Crazy" oder futuristisch wie bei "Love Oneself" - inklusive der stimmlichen Unterstützung von Ex-Propraganda-Sängerin Claudia Brücken.

Warum diese allerdings laut Bell wie eine Besessene an ihrem Gesangspart gearbeitet hat, bleibt bei der total anonym und austauschbar klingenden Stimme offen. Volltreffer wie das Motown-angehauchte "Shaking My Soul" sind leider selten. Vielmehr webt Bell einen kalten Teppich aus Dance-Pop mit Retro-Note ("I'll Never Fall In Love Again", "I Thought It Was You"), dem es leider über weite Strecken an überragenden Melodien fehlt. Das mag zum Abtanzen noch ganz nett sein, aber darüber hinaus regt das Album kaum an. Verantwortlich dafür ist der Meister letztendlich selber: Er schrieb bei allen Songs mit und saß neben zwei anderen Kollegen auch auf dem Produzenten-Thron.

Fazit: Gute Ansätze sind vorhanden, erfrieren aber meist im kalten Sound der Scheibe. Da kann auch das tadellose, warme Organ von Andy Bell kaum etwas ausrichten. Schade!

Anspieltipps: "Shaking My Soul", "Love Oneself", "Crazy"

11. Oktober 2005



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