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Ankara Ein Verwaltungsrichter in der Türkei hat das vom Gouverneur erbetene Verbot einer Homo-Gruppe abgelehnt. Der Gouverneur der türkischen Hauptstadt Ankara hat ein gerichtliches Verbot der Gruppe Kaos gefordert, da diese gegen die Sittengesetze des Landes verstoße. Der Zweck der im Juli gegründeten Gruppe Kaos sei nicht in Einklang zu bringen mit dem türkischen Recht. Der Verwaltungsrichter Kursat Kayral entschied nun aber, dass Homosexualität weder eine Krankheit sei noch gegen die Moral verstoße - ein wichtiger Sieg für Schwule und Lesben in der Türkei. Die 1994 gegründete Gruppe Kaos hatte am 15. Juli einen Antrag auf Anerkennung als NGO eingereicht. (nb)



28 Kommentare

#1 aquarius40Anonym
  • 13.10.2005, 17:11h
  • Wenigstens da herrscht GeRECHTigkeit,
    vergleiche Bremer Richterspruch von heute.
    Bin positiv überrascht, dass dies in einem moslemischen Staat möglich ist. Da zeigt sich dass die Türkei verfassungsmäßig Religion und Staat trennt.
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#2 SvenAnonym
  • 13.10.2005, 17:19h
  • Naja, in Bremen geht es Schwulen und Lesben dennoch wesentlich besser als in der Türkei.
    Aber alle Achtung. Ich bin beeindruckt!
    Weiter so ...
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#3 Adrian AhlhausAnonym
  • 13.10.2005, 17:45h
  • Mit der Trennung von Staat unf Religion hat das wohl nichts zu tun. Es hängt alles eher an der Bereitschaft zur Interpretation der Wirklichkeit (Juristisch: Die normative Kraft des Faktischen).
    Während die "Republikaner" in der Türkei versuchen alle, und wirklich alle traditinellen Wertevorsstellungen regelrecht auszurotten, unter das hehre Ziel gestellt, einen "modernen" Staat im Sinne des Staatsgründers bis in die häuslichen Bereiche betreibend zu verwirklichen, dabei auch vor dessen späterhin diktatorisch-drakonischen Handlungen nicht zurück schrecken, hat dieser Richter wohl die traditinelle Libertinage in der persönlichen Lebensführung des Landes mit berücksicht, und dies nicht nur den Wohlhabenden eingeräumt.
    (Was für ein langer Satz)
    Wie komme ich auf diesen "seltsamen" Gedanken? Ein historisches Beispiel: Prinz Eugen besiegte nicht nur die Türken vor Wien (nein, er nicht allein), sondern setzte sich anschließend zur Ruhe. Nämlich dort, wo er seine Homosexualität ungestörrt ausleben konnte und auch sein Vermögen für allerlei Annehmlichkeiten sorgtet: In der heutigen Türkei.
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#4 LinkerCacheAnonym
  • 13.10.2005, 18:30h
  • Also, wer jetzt noch behauptet, das die Türkei ein "Islamischer" staat sei, ist blind, taub & blöde.....

    Im übrigen für alle Angsthasen, die Angst davor haben, das die Türkei in frühestens 15 Jahren der EU beitritt: Seit der Staatsgründung durch Atatürk wurde umgesetzt, das Religion und Staat getrennt sind.

    Und, Homosexualität war in der Türkei nie Illegal, in dem vorher existierenden Osmanischen Reich galt es sogar als CHIC gleichgeschlechtlichen Sex zu haben.

    (P.S.: Habe ich bei ARTE erfahren)
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#5 antosAnonym
  • 13.10.2005, 18:59h
  • [offtopic] @Queer-Redaktion: Klasse, dass man in den Kommentaren jetzt auch echte Hyperlinks setzen kann! Gute Entscheidung von der guten Queer!
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#6 whateverAnonym
  • 13.10.2005, 20:21h
  • @ linkercache:
    damals und heute sind aber 2 paar schuhe.
    damals war im alten rom schwuler sex auch nicht schlimm oder strafbar (haben die sich von den griechen abgeschaut).
    was heute in rom/vatikan abgeht ist ja eher bekannt... also nur weils mal vor ein paar jahrhunderten okay war schwul zusein, heißt das noch lange nicht, daß das heute auch kein thema ist...
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#7 HobbelAnonym
  • 14.10.2005, 00:40h
  • Hey, das sind ja ganz neue Töne aus dem Land der Sharia. Das rechtfertigt aber noch nicht, das Land und die Kultur toll zu finden. Da gehört nämlich mehr zu als ein einziger Richtspruch.
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#8 LinkerCacheAnonym
  • 14.10.2005, 09:25h
  • @Hobbel: "Hey, das sind ja ganz neue Töne aus
    dem Land der Sharia"

    Ich weiß zwar nicht, woher du diese
    informationen hast, aber die Sharia ist in der
    Türkei nicht in Anwendung, da die Türkei KEIN
    Islamischer Staat ist.

    In der Türkei ist seit der Staatsgründung
    durch Kemal Atatürk Religion & Gesellschaft
    getrennt.
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#9 ÜwchenAnonym
  • 14.10.2005, 10:56h
  • @Hobbel
    Das Land der Sharia? Ähm ja ok. DU solltest dich vielleicht mal über Land und Kultur informieren bevor du entscheidest es nicht toll zu finden. Seit wann in der Türkei die Sharia angewendet wird würde ich mal gerne wissen. Vielleicht sollte man auch mal bevor man sowas schreibt sich darüber informieren was "Laizismus" bedeutet denn dann würde man so ein Kommentar nicht schreiben.
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#10 MartinAnonym
  • 14.10.2005, 14:45h
  • Wer als Homosexueller für den Beitritt Türkei zu EU ist, hat vieles nicht verstanden. Polen lässt grüßen. Der Richterspruch ist zwar ein positiver Einzelfall, aber das Homosexualität im Islam verpönnt ist und laut Koran mit der Todesstrafe bedroht wird, sollte jeden zu denken geben.

    Folgende Fakten zur Türkei(stark verkürzt):
    Türkei ist der einzige laizistischer islamische Staat, dessen Laizismus durch den militärischen Sicherheitsrat(NSR) geschützt wird. Dieser fühlt sich immer noch Atatürk verpflichtet. Dieser NSR dämmt auch islamische Bestrebungen ein, den Staat zu vereinnahmen. Problem: Diese Institution ist nicht demokratisch legitemiert und kann es auch nicht werden.. Bei einen Beitritt der Türkei muß dieser entmachtet werden. Klar, weil das Militär nicht über einen demokratischen Staat stehen kann.

    Auf der andere Seite haben wir einen Herrn Erdogan. Dieser führt eine islamische Partei an. Der Schachzug mit der EU ist einfach genial von Erdogan. Darum kämpft er im Gegensatz zu Vorgängerregierungen wie ein Löwe darum.

    Die EU sorgt dafür, dass die einzige Institution, die in der Türkei den Laizismus schützt, entmachtet wird und die (u.u.gemäßigten) Islamisten die Macht übernehmen können.

    Erdogan hat mehr Grips, als alle Politiker in der EU zusammen. Respekt!

    Das Ergebnis werden wir dann in 20 Jahren haben. Eine islamisch-regierte Türkei, das in der EU, das bevölkerungsreichste Land stellt, wird dafür sorgen, dass z.B. in Fragen von Homosexualität nicht mehr die geltende Liberalität gilt, sondern Kompromisse gefunden werden, die sich für uns negativ auswirken werden. Da tut sich dann Türkei, Italien und Polen(vorausgesetzt die derzeitige politische Situation bleibt so in diesen Ländern bestehen, in anderen Ländern wie Spanien kann sie sich auch ändern) zusammen und schon haben wir den Salat.

    Bedanken könnt hier Euch denn bei dieser Frage bei den Grünen, Linkspartei und bei einigen Spitzenpolitikern in der SPD (die Basis steht Umfragen zufolge auch nicht dahinter und es mehren sich die kritischen Stimmen, wie Klose etc.)
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