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  • 13. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Alfred Biolek kämpft gegen die Ausbreitung von HIV in Afrika - jetzt auch in den Zügen der Deutschen Bahn.

Von Dennis Klein

Fernsehkoch und UN-Soderbotschafter Alfred Biolek will mit seiner eigenen Stiftung gegen die Ausbreitung von HIV und Aids in Afrika vorgehen. Die neu gegründete Alfred-Biolek-Stiftung hat er nun in Frankfurt der Presse vorgestellt - und mit der Deutschen Bahn und der Drogeriemarkt-Kette Rossmann auch schon zwei Unterstützer gefunden.

In Intercitys und ICEs wird es im November und Dezember wechselnde Gerichte aus Bios vor kurzem erschienenen Kochbuch "Neue Rezepte" geben (siehe queer.de-Rezension). "Unser gastronomisches Angebot gewinnt damit weiter an Attraktivität", so Robert Etmans von der Bahn, die vor zwei Jahren noch ihre Bordrestaurants ganz abschaffen wollte. Jetzt soll pro verkauftem Gericht 50 Cent an Bioleks Stiftung gespendet werden. Der Hobbykoch selbst hat persönlich die Bahn-Version seiner Rezepte getestet, bevor er seine Zustimmung gegeben hat.

Auch Rossmann unterstützt die Stiftung. In seinen über 1.100 Filialen bietet der Drogerie-Markt die "Neuen Rezepte" in seinem Buchsortiment an - je verkauftem Exemplar spendet Firmengründer Dirk Rossmann fünf Euro an die Stiftung. Damit wolle er sich für Bioleks Engagement zu Gunsten der von Rossmann gegründeten Deutschen Stiftung Weltbevölkerung revanchieren, die auch gegen HIV in Afrika kämpft.

Biolek will für seiner Stiftung bewusst mit seinem Namen werben, um mehr Spenden an Land zu ziehen. "Ich freue mich, dass ich meine Prominenz dafür einsetzen kann", so der 71-Jährige. Um nicht "nur mit der Gießkanne drüberzugehen", will er sich auf Prävention und Aufklärung in den Ländern Kenia, Uganda und Äthiopien konzentrieren. Hier sollen junge so genannte Peer-Educators ausgebildet werden, die in Schulen, Jugendclubs und Sportwettbewerben aufklären und für Kondome werben sollen. Für die Stiftung Weltbevölkerung hatte Biolek bereits eine Schule in Nairobi besucht. "Dort gab es jedes Jahr mindestens 20 schwangere Mädchen; die meisten hatten sich auch mit HIV infiziert", berichtet er. Nachdem dort Peer-Educators ausgebildet worden waren, waren es nur noch zwei. Ein Indiz, dass ein solches Projekt Wirkung zeigt.

13. Oktober 2005



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