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Mainz Der am heutigen Montag ausgestrahlte TV-Thriller "Die Leibwächterin" mit der offen lesbischen Schauspielerin Ulrike Folkerts in der Hauptrolle hat bereits für milden Wirbel in der Medienlandschaft gesorgt. Die "Bild"-Zeitung vermeldete schon letzten Donnerstag: "Lesben-Küsse im TV! ... Jetzt tut sie es auch beruflich…" Folkerts, die als Lena Odenthal in der Krimi-Serie "Tatort" national bekannt wurde, spielt in dem Thriller Leibwächterin Mona, die die Vorsitzende des EU-Landwirtschaftsausschusses Johanna Sieber (Barbara Rudnik) beschützen soll. Erst allmählich findet Mona zu ihrer lesbischen Neigung, während Johanna bereits sicher ist, lesbisch zu sein. "Verkehrte Welt", frotzelte die "Bild" – immerhin ist Rudnik im wahren Leben offen heterosexuell, während Folkerts erst kürzlich auch in Buchform über ihr lesbisches Leben berichtete: "Das macht mich stark" (Südwest-Verlag). Auch die "Frankfurter Rundschau" nahm sich dem Thema an und zeigte sich irritiert über die aufgesetzten Schlagzeilen der "Bild": "Abgesehen davon, dass man Frauen jederzeit im Vorabendprogramm ('Verbotenen Liebe', 'Marienhof', 'Lindenstraße') knutschen sehen kann, dauert die 'sehr geschmackvolle Liebesszene' ('TV-Spielfilm') in 'Die Leibwächterin' gerade mal zwei von 90 Minuten." Das ZDF strahlt den Film um 20:15 Uhr aus. (jg)



20 Kommentare

#1 RüdigerAnonym
  • 17.10.2005, 16:38h
  • Queer-Redakteure mit Zeitsprung ...

    Der Thriller "Die Leibwächterin" läuft erst am Tag der Veröffentlichung dieser Meldung ... am 17.10. um 20:15 Uhr ...

    Anmerkung der Redaktion: oops, sorry, schon geändert

    Na ja - verständlich die Headline ...
    Besagt doch ein alter Spruch:
    "Nicht ist älter als die Zeitung von gestern."

    Allerdings amüsant, was es da zu melden gibt:
    Keiner regt sich mehr auf über die fast alltäglichen Vorabend-Soaps bei den öffentlich-rechtlichen, wie auch privaten TV-Sender der Republik, wo allenthalben die "Quoten"-Homos über die Mattscheibe huschen ... und das nicht nur knutschend ...
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#2 LinkerCacheAnonym
#3 LinkerCacheAnonym
  • 17.10.2005, 16:55h
  • Und, wen interessiert schon, was die nackte-weiber-heten-Zeitung "BLÖD" darüber zu vermelden hat?? Die haben doch bestimmt auch getitelt, als Fernando Alonso weltmeister wurde, Das sie zusammen mit dem armen schumi trauern......
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#4 AnneAnonym
  • 17.10.2005, 17:22h
  • Mal wieder Typisch Bild !Frauenfeindlich, da werden nur die Bikischönen gezeigt ect. Wieso berichtet Blöd mal nicht über Heteroküsse im TV? Nein lieber wird berichtet wie eine Tussi die Nacht mit Robbi Wiliams verbringt, Hochinteressant /zum Kotzen!!
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#5 LinkerCacheAnonym
  • 17.10.2005, 22:00h
  • Also, ich habe den Film gerade gesehen und mal abgesehen davon, das die eine schauspielerin wirklich Lesbisch ist(bei der anderen weiss ichs nicht), fand ich den sehr gut in szene gesetzt. Im übrigen hat sich doch auch dieses Schundblatt bereits damals aufgeregt, als `99 im Tatort aus leipzig nen Mann nen mann küsste und auch beim serienstart von "SK-Kölsch". Zumal alle Schwulen in diesen serien im wahren Leben Heten sind. also, liebe BLÖD-Redakteure: Fällt euch nix mehr ein oder was?? Könntet Ihr nitte mit den ganzen Schumi Fans über seine Pechsträne Trauern??
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#6 SaschaAnonym
  • 18.10.2005, 10:58h
  • Jetzt stelle man sich nur mal vor, dass es sich nicht um zwei Frauen, sondern zwei Männer handelte, die da vor der Kamera rumgeknutscht bzw. Sex gehabt hätten. Das wäre mit ziemlicher Sicherheit der absolute Fernsehskandal.

    Es ist erschreckend zu sehen, dass es uns Homosexuellen (und ganz besonders den Männern) nicht gelungen ist, uns im gesellschaftlichen Leben ebenso wie in den Medien offen und selbstbewusst mit unserer Identität und Sexualität darzustellen. Nur wenn sich an unserer eigenen Haltung (Standard: ja nicht zu sehr auffallen, ja nicht das leben, was für Heteros selbstverständlich ist, denn man ist ja anders und muss sich deshalb mindestens zurückhalten, wenn nicht verstecken) etwas ändert, können wir auch die notwendigen Veränderungen in dieser Gesellschaft erreichen!
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#7 LinkerCacheAnonym
  • 18.10.2005, 11:27h
  • @Sascha: Das gab es auch schon, das mit den zwei Männern. erinnere dich mal daran, das vor zwei Jahren eine Serie von Schwulen filmen spätabends im ARD lief. Ansonsten gab es auch im kino entsprechende Filme, ich erinnere nur an das Werk von Kreuzpaintner SOMMERSTURM. Und auch in dem Mitte der 90ziger im kino gelaufenen Film BEAUTIFUL THING knutschen zwei jungs herum...

    Also, von wegen das hätte es noch nicht gegeben....
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#8 wolfAnonym
  • 18.10.2005, 16:13h
  • erschreckend, wie sich unsere gesellschaft zurückentwickelt hat. vor 32 jahren, wurde "taxi zum klo", von frank ripploh, zum schwulen kultfilm und kein mensch hat sich darüber über eine sexszene (bis zum schuss) aufgeregt.
    beckenbauer und pele waren nackt unter der dusche im stern abgebildet, na und ?
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#9 Marco aus LeipzigAnonym
  • 18.10.2005, 16:18h
  • @Wolf: Das erschreckende ist doch, das es in dem achso totalitären system DDR nicht zu solchen ausschreitungen kam, als der Film "COMING OUT" ins Kino kam. da hat sich keiner soooooooooooooooooo aufgeregt. Warum auch? Die DDR hatte ja auch ein Jahr vorher den § 175 ersatzlos gestrichen, diese angebliche totalitäre diktatur...
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#10 SaschaAnonym
  • 19.10.2005, 09:30h
  • @LinkerCache: Ich habe nicht behauptet, dass es das noch nicht gegeben hat. Allerdings kommt es im Vergleich zur Darstellung und Thematisierung lesbischer Beziehungen/Sexualität so selten vor, dass man sich schon fragen muss, warum das so ist (obwohl die Antwort doch auf der Hand liegt: es handelt sich um einen tiefsitzenden kollektiven Komplex der Gesellschaft). Und wenn es dann doch vorkommt, lässt sich eine noch viel größere (m.E. völlig verfehlte) "Vorsicht" bei der Darstellung beobachten.

    Man muss schon blind oder naiv sein, wenn einem nicht auffällt, dass Schwule in den Mainstream-Medien fast immer nur als Negativabweichung von der Normalität mit allen gängigen Klischees dargestellt werden, aber nie als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität. Es gibt übrigens sozialpsychologische Studien, welche gerade diesen ausgrenzenden Einfluss der Medien als eine Ursache für eine wieder zunehmende Homophobie unter jungen Menschen sehen.
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