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  • 08. Dezember 2003, noch kein Kommentar

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis sich Ralf König der Homo-Ehe annimmt, einem der umstrittensten Emanzipations-Projekte der Community. Was den einen zu angepasst und spießig, ist dem anderen ein wichtiger persönlicher Schritt zu mehr Akzeptanz. Welche Haltung man auch immer zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft einnimmt, der Meister der Knollennasen räumt mit Mythen und Erwartungen an die Homo-Ehe auf beiden Seiten auf. Und das auf gewohnt liebevoll ironische Weise.

Eigentlich ist alles beim Alten: Konrad und Paul, seit Ewigkeiten zusammen, leben im Großen und Ganzen eifersuchtslos, sexfrei und glücklich in Köln. Warum also nicht heiraten? Die CDU ist dagegen, billiger wird’s auch und außerdem soll's Konrads Mutter glücklich machen. Wild entschlossen macht Konrad eine Flasche Wein auf und seinem Paul einen Antrag. Dass sie fünfzehnten Jubeltag haben, hat Paul natürlich vergessen, und eigentlich auch vielmehr Lust auf den ralligen Kurt aus München oder einen Vierer mit Topfuckeractive-XXL, Lutz und Gunnar. Auch die stockkonservativen Eltern reagieren nicht - wie erhofft – glücklich auf die geplante Vermählung. Nur Pauls Omi im Altersheim findet es klasse, dass es einen "Hinterlader" in der Familie gibt, der jetzt auch noch einen Mann heiraten will.

Als dann noch ein neunzehnjähriger, homophober Türke auftaucht, der dringend Coming-Out-Nachhilfe von Paul benötigt, ist der Verpartnerungsplan ernsthaft gefährdet. Der Showdown findet dann vor dem Standesbeamten im altehrwürdigen Kölner Rathaus statt. Ob sie sich nun tatsächlich das Jawort geben oder nicht, wird hier nicht verraten. Allerdings irrt Ralf König an einem Punkt: Auch schwule und lesbische Paare erhalten bei ihrer Verpartnerung das "Goldene Kochbuch" der Stadt Köln…