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  • 19. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Arctic Monkeys: Sie kommen aus Sheffield, sie kommen bald nach Deutschland, und sie kommen, um zu überzeugen.

Von Norbert Blech

In England sind sie bereits der neueste Hype im Rock/Indie-Bereich: die Arctic Monkeys aus Sheffield. Obwohl die erste Single gerade erst erschienen ist, sind alle Konzerte der Debüt-Tour in England seit langem ausverkauft.

Vor vier Jahren machten Sänger und Gitarrist Alex Turner und Gitarrist Jamie Cook noch überhaupt keine Musik, bekamen aber zu Weihnachten von ihren weisen Eltern die entsprechenden Instrumente und gründeten schnell mit zwei Kumpels eine eigene Band. Demos wurden zahlreich produziert und kostenlos ins Internet gestellt. Noch heue finden sich dort genug Songs, um ein ganzes, im übrigen auch hervorragendes Album zusammenzustellen. Kein Wunder, dass sich die Songs so rasch verbreiteten, dass viele Jugendliche sie schon bei den Konzerten mitsingen können. Schnell sprach sich herum, dass sich hier ein potentieller Nachfolger für die Libertines anbahnt.

Auch ein würdevoller Nachfolger: Turner schreibt hervorragende Texte mit Street Credibility, ein wenig wie Mike Skinner von The Streets. Seine Stimme, eine wilde Mischung aus letzten Stimmbruchanzeichen, ersten Nikotinauswirkungen und beitem Yorkshire-Akzent, passt gut zu der oft erzählenden Musik der Gruppe. Dabei sieht der Sänger auch noch ganz nett aus, und verzichtet auch noch auf übertriebenes Rockergehabe ala Pete Doherty. Die vier Jungs, alle zwischen 19 und 20 Jahren, sind "the next best thing" - und scheinen selbst noch am wenigsten überzeugt davon. Der Name der Band? So hieß mal in den Siebzigern eine Gruppe von Turners Vater. Coolness geht anders, dachte man bisher.

Nun gibt es in England derzeit mehr Hypes im Rock-/Indiebereich, als gut wäre. Man kann aber davon ausgehen, dass die Artic Monkeys noch ein wenig länger bleiben werden. Ihr erstes Album erscheint wohl Anfang 2006 bei Domino, dem Label von Franz Ferdinand. In diesen Tagen erscheint in Deutschland als erste Single "I Bet You Look Good on the Dancefloor", eine schnelle wie nette Punk-Nummer, die auch schnell die Homo-Indie-Tanzflächen in Deutschland füllen wird.

Wer sich im Internet auskennt, der sollte auch mal nach den Songs "Fake Tales of San Francisco", "Mardy Bum", "From the Ritz to the Rubble" und dem schön zutextenden "A Certain Romance" fahnden - das gibt einen runden Überblick über das Können der Band. Und wer dann Fan ist, kann im November bei den ersten Konzerten in Berlin, Köln und München dabei sein.

Arctic Monkeys in Deutschland:
10.11. Berlin, Mud Club
11.11. Köln, Underground
12.11. München, Atomic Cafe

Fotos: Domino, Andrew Kendall
19.10.2005