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Einst sang Simon einen Hit über eitle Männer, heute swingt sie sich mit "Moonlight Serenade" durch das "Great American Songbook".

Von Jan Gebauer

Manch einer mag beim ersten Anhören von Carly Simons neuem Album "Moonlight Serenade" vermuten, dass sich die Singer/Songwriterin an den riesigen Erfolg von Rod Stewart und seinen vier Standard-Alben angehängt hat. Doch Simon nahm ebenfalls drei Alben dieser Art auf und startete bereits 1981 mit "Torch" diese Werkschau des "Great American Songbooks", wie die Amerikaner ihre Klassiker der Vor-Rock’n’Roll-Zeit nennen. 1990 folgten "My Romance" und 1997 "Film Noir" – keine riesigen Verkaufserfolge, aber dennoch Kritikerfavoriten und immer noch Bestandteil im Repertoire von Simon. Für "Moonlight Serenade" arbeitete Simon erstmals wieder mit Produzent Richard Perry zusammen, der Anfang der 70er Jahre ihre erfolgreichste Zeit verantwortete. In dieser Periode landete Simon auch den Welthit "You’re So Vain" (1973, Nummer eins in den USA) – die Hymne über eitle Männer, bei der Mick Jagger im Background mitsang. Perry arbeitete zuletzt auch mit Rod Stewart zusammen, womit sich der Kreis wieder schließt. Die Rechnung ging zumindest in den USA auf: "Moonlight Serenade" sprang von null auf Platz sieben in den Charts – ihr beste Platzierung seit 1974!

Natürlich verlassen sich Simon und Perry hauptsächlich auf bekannte Titel des "Great American Songbooks". Songs wie "In The Still Of The Night", "I’ve Got You Under My Skin", Moonlight Serenade" oder "My Foolish Heart" wurden von unzähligen Legenden wie Frank Sinatra, Ella Fitzgerald oder Caterina Valente aufgenommen. Simons leicht rauchiges Timbre gibt den Songs oftmals eine sehr eigenwillige Note, immerhin ist sie ja keine richtige Jazz-Sängerin oder Vocal-Pop-Chanteuse im klassischen Sinne. Dennoch überzeugt die mittlerweile 60-Jährige durch Hingabe und ihre offensichtliche Liebe für die Songs von Songmagiern wie Cole Porter, Rodgers & Hart, Jerome Kern oder Glenn Miller. Sogar einen Weihnachtssong präsentiert Simon passend zur kalten Jahreszeit: "Let Is Snow". Da zeigt sich die ansonsten als ernsthafte Liedermachern bekannte New Yorkerin als butterweiche Interpretin und macht richtig Lust auf das Fest der Liebe.

Fazit: Eine hoffnungslos romantische und altmodische Kollektion von Liedern, die man entweder gut kennt, oder schon einmal irgendwo gehört hat. Simons Stimme hat nichts von ihrem Reiz verloren und so elegant wie die Sängerin auf dem Cover erstrahlt, klingt auch das Album.

Anspieltipps: "Moonlight Serenade", "In The Still Of The Night", "All The Things You Are", "I Only Have Eyes For You"

23. Oktober 2005



#1 helmutAnonym
  • 23.10.2005, 13:46h
  • Tja, wirklich ein wunderschönes Album, sogar eigentlich besser als die von Rod Stewart. Was für die kalten Tage zum kuscheln!
    Für Deutschland gib es einen Bonus auf der CD - 2 Songs mehr!
    12.My Foolish Heart - 13.Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!
    Dafür gibt es hier leider nicht die DualDisc Version. Schade, aber das Album lohnt trotzdem!
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