Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?3689
  • 25. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Immer schlecht drauf? Die Ursache könnte zu viel Säure im Körper sein – ein neues Kochbuch schafft Abhilfe.

Von Dennis Klein

Was ist gesunde Ernährung, was nicht? Während die Diäten immer schneller rotieren, beschäftigen sich mehr Menschen mit dieser Frage. Ein meist zu wenig beachteter Aspekt ist der Säure-Basen-Haushalt. Das meinen zumindest die Ernährungsexpertin Elisabeth Fischer und Dr. Irene Kührer, Fachärztin für Innere Medizin. Gemeinsam haben sie nun das "Säure-Basen-Kochbuch" herausgegeben. "Stopp dem Säure-Stress" ist ein vom Verlag ausgegebenes Schlagwort für das Buch.

Um was geht es? Fakt ist, der Körper muss leicht basisch sein. Der pH-Wert soll ungefähr zwischen 7,35 und 7,45 liegen. Dieser Wert wird reguliert durch ein ausgeklügeltes System, Einfluss haben unter anderem die Atmung, der Kreislauf und die Drüsen. Ganz wichtig ist auch die Ernährung, argumentieren die beiden Autorinnen. Denn wenn der Körper durch falsches Essen immer darum kämpfen muss, basisch zu bleiben, hat dies erheblichen Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit. Chronische Erkrankungen wie Osteoporose oder Rheuma sind die Folge, auch Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankungen und ein geschwächtes Immunsystem werden in saurem Milieu begünstigt.

Also alles, was wir essen, beeinflusst den Säure-Basen-Haushalt. Im "Säure-Basen-Kochbuch" gibt es dazu eine interessante Liste, welche Nahrungsmittel basisch wirken und welche nicht. Dabei kommt es nicht darauf an, ob sie sauer sind oder wir sie als "sauer" empfinden. Das Paradoxe dabei: Sogar saure Zitronen wirken im Körper eher basisch. Insgesamt gibt es – ganz grob gesagt - die üblichen Verdächtigen: Käse und Fleisch sind schlecht, d.h. säurebildend, Obst und Gemüse gut, also basenbildend. Unter den "Sündern" gibt es allerdings auch relativ harmlose.

Auf diesem Gerüst haben die Autorinnen 100 Rezepte zusammengestellt, die den Säure-Basen-Haushalt positiv beeinflussen sollen. Dabei sind keine Hardcore-Vegetarier am Werk. Der sizilianische Fischtopf oder die gebratene Hühnerkeule haben ebenso einen Platz wie der gute alte Vegi-Burger. Die Rezepte klingen zwar oft etwas abgehoben, sind aber insgesamt bodenständig und leicht herzustellen. Man darf auch Obst oder Gemüse aus Dosen verwenden, beispielsweise Tomaten.

Besonders interessant ist auch die präzise Einleitung, warum der Säure-Basen-Haushalt wichtig ist. Wer sich oft schlapp oder gestresst fühlt, sollte das Wohlfühlessen probieren. Die Rezepte bieten genug Abwechslung und allein die Bilder sind schon Erotik pur (wenn auch ohne nackte Jungs). Für Schleckmäuler besonders zu empfehlen: Die Erdbeersuppe mit Melonen (Seite 106).

Elisabeth Fischer und Dr. Irene Kührer, Säure-Basen-Kochbuch. 128 Seiten, Verlag Gräfe und Unzer 2005, ISBN 3-77428-798-8, 12,90 Euro (D)

25. August 2005