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Stockholm Homosexuelle Paare können sich künftig in Schweden auch kirchlich trauen lassen. Das beschloss die Synode der Lutherischen Staatskirche am Donnerstag in Uppsala mit 160 gegen 81 Stimmen. Voraussetzung ist dabei, dass die Betroffenen ihre Partnerschaft vorher entsprechend den in Schweden seit 1994 bestehenden Regeln beim Standesamt registrieren lassen. Die anschließende Trauung soll im offiziellen kirchlichen Sprachgebrauch "Segnungsakt" heißen. Der Sprecher des Schwulenverbandes RFSL, Sören Andersson, begrüßte laut dpa die Möglichkeit zum gleichgeschlechtlichen Ja vor dem Traualtar: "Die Kirche spielt im Leben vieler Homosexueller, Bisexueller und Transsexueller eine enorm wichtige Rolle. Diese Entscheidung zeigt, dass die Kirche alle diese Menschen nicht mehr ausschließen will." Zahlreiche Pastoren haben allerdings angekündigt, dass sie gleichgeschlechtliche Trauungen verweigern wollen, dies ist ihnen möglich. Knapp 80 Prozent der neun Millionen Bürger Schwedens gehören der lutherischen Staatskirche an. (nb/pm)



17 Kommentare

#1 andyAnonym
#2 gerdAnonym
  • 27.10.2005, 18:55h
  • Diese ist eine gute Nachricht aus dem evangelisch geprägten Skandinavien.

    Während früher die Parole unter homosexuellen Menschen lautet: AUSTRETEN aus den Kirchen, da diese Institutionen einen homosexuellen Menschen "drangsalierten", lautet heute die Parole:

    EINTRETEN in die evangelischen Landeskirchen der KED und WECHSELN von der katholischen Kirche zur evangelischen Kirche.

    Auch in vielen evangelischen Landeskirchen der EKD ergingen in den vergangenen Jahren offizielle Entscheidungen zu Segnungsgottesdiensten und zur Ablehnung des Sündenbegriffs. Die Landeskirchen der EKD beurteilen heute homosexuelle Partnerschaftsbeziehungen als ethisch verantwortbar. Der Weg war lang und anstrengend für die evangelischen Kirchen, aber mittlerweile sind Erfolge in sehr vielen Landeskirchen der EKD sichtbar (wenn auch nicht überall. z.B: württembergische Landeskirche der EKD).

    Die Entscheidung aus Schweden wird den Prozess der Anerkennung in den evangelischen Landeskirchen in Deutschland stärken.

    Daher engagiert Euch und redet mit Euren evangelischen PastorInnen vor Ort.
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#3 rudolfAnonym
  • 27.10.2005, 19:44h
  • @gerd

    Du hast mal wieder recht! Wer in die evangelische Kirche (z. B. im Rheinland oder in Berlin-Brandenburg) eintritt, tritt damit nicht nur für die Freiheitsrechte schwuler Christen, sondern für die 'Freiheit eines Christenmenschen' im allgemeinen ein!

    Unseren katholischen Mitchristen müssen wir sagen. daß man kein Prophet sein muß, um vorherzusagen, daß sie zu ihren Lebzeiten keine Meinungsänderung des Lehramts gegenüber Schwulen, gegenüber Frauen im geistl. Amt etc. etc. erleben werden!
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#4 gerdAnonym
  • 27.10.2005, 21:56h
  • @rudolf

    Das evangelische Lehramt der EKD vertritt mittlerweile eine andere befürwortende Position als das katholische Lehramt in Rom.

    Während das katholische Lehramt in Rom immer noch am Sündenbegriff festhält, obgleich dies von vielen katholischen Laien in Europa anders gesehen wird, haben die evangelischen Kirchen in Europa einen anderen Weg beschritten.

    So hat die EKD bereits 2000 in ihrem Grundsatzschreiben "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" für homosexuelle Paarbeziehungen den Sündenbegriff aufgegeben.

    Auch in anderen Bereichen hängt die katholische Kirchenleitung in einem Reformstau, wie dies das Pflichtzölibat oder die Frauenordination exemplarisch zeigen,.....

    Daher die Parole der kommenden Jahre in Deutschland lautet :

    WECHSELN von der katholischen Kirche zu einer evangelischen Landeskirche der EKD., wobei Landeskirchen wie Nordelbien, Braunschweig, Rheinland, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Pfalz, Hannover oder Hessen-Nassau in der ersten Reihe der Landeskirchen sich befinden, und einige kleinere Landeskirchen noch in wartender Position sind...also noch ein Grund, sich in den evangelischen Gemeinden zu engagieren.
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#5 AngelpowerAnonym
  • 27.10.2005, 22:35h
  • @gerd,rudolf: Gerade mal 10 % der evangelischen Landeskirchen lassen die HomoSegnung komplett in ihrem Bereich zu, das ist ein Anfang aber sicher kein Fortschritt. Und beschloßen hat man das, aber solange es nicht in allen umgesetzt ist, ist es kein Fortschritt.

    Und wer meint uns Katholiken unsere Kirche erklären zu müssen, sollte erst mal die seine( so er ihr überhaupt angehört) kennen! Ich bin und bleibe Katholik und nein ich bin kein Maso und kein Perverser!
    Aber jeder hat das Recht auf seine Glauben, wenn ihr meint das sei der Portestantismus bitte- aber denen die sich zuhause fühlen im Katholizismus denen gilt das auch- dankeschön!!!!
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#6 gerdAnonym
  • 28.10.2005, 09:31h
  • Deine Aussage zu den 10% der Landeskirchen in der EKD ist falsch:

    Erstens die Entscheidung zur Ablehnung des Sündenbegriffs erging bereits durch das Grundsatzschreiben "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" im Jahre 2000 durch die Bischöffe der EKD: damit ist der Sündenbegriff gefallen, der immer noch im katholischen Lehramt Allgemeingültigkeit hat (siehe katholischer Katechismus).

    Zweitens befürwortende Synodenentscheidungen zu öffentlichen Segnungsgottesdiensten in den Kirchen ergingen mittlerweile in vielen Landeskirchen der EKD, wo PastorInnen dies bereits auch umgesetzt haben:
    1. Nordelbien (Schleswig-Holstein/Hamburg)
    2. Hannover
    3. Braunschweig
    4. Oldenburg
    5. Rheinland
    6. Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
    7. Hessen-Nassau
    8. Pfalz

    Darüberhinaus fanden in weiteren Landdeskirchen bereits ebenso öffentliche Segnungsgottesdienste statt, wo dies von der Kirchenleitung befürwortet wurde:
    1. Bremen
    2. Westfalen
    3. Bayern
    4. Kirchenprovinz Sachsen (Sachsen-Anhalt)

    Problematisch sind eher die Landeskirchen im Süd_Westen der Republik (siehe württtembergische und badische Landeskirche), während halt kleinere Landeskirche (Anhalt Mecklenburg, Reformierte, Lippe-Detmold, ....) in abwartender/neutraler Haltung aufgrund der geringen Mitgliederzahlen und der ländlich geprägten Regionen bei der Einführung von Segnungsgottesdiensten verharren.

    Daran kann man deutlich erkennen, wie weit der Prozess in den evangelischen Landeskirchen der EKD vorangeschritten ist , während die katholische Kirchenleitung
    weiterhin massiv mauert. Bestes Beispiel waren die Aufrufe der spanischen, katholischen Bischöfe zu Demonstrationen in Madrid in diesem Sommer.

    Redet daher mit Euren evangelischen PastorInnen...es lohnt sich.
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#7 Adrian AhlhausAnonym
  • 28.10.2005, 11:47h
  • @ Gerd - Gut das es solche Entscheidungen von weiten Teilen der EKD gibt. Allerdings, akzeptieren die Gemeindemitgleider solche Entscheidungen? Oder mache die "Leute" einfach die Augen zu, wenn ihr PastorIn Segnungen vollzieht, die ihnen nicht passen?
    Ich jabe den Eindruck, das ein Signal immer nur ein Signal ist. Ist es zu schwach, dann wird schnell zum Alltag übergegagen."DIE haben jetzt Segnungen - Nee, nee, was unser Pastor auf seine Tage noch alles mitmachen muss."
    Schon das er nicht muss ist dann unwichtig, weil man am eigenen Bild, wie ein PastorIn sein sollte, nicht rütteln kann. Für mich als Katholik (rK) wirds interessant, was sich bei den Protestanten so tun wird. (Als es die zweite Bischöfin in der EKD gab, sagte mir ein Evangele empört: "Was? WIR haben eine Bischöfin?")
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#8 gerdAnonym
  • 28.10.2005, 15:04h
  • @adrian:

    Das nicht jedes evangelische Gemeindemitglied einverstanden sein wird, dürfte klar sein; aber die grosse Mehrheit ist es. Das Gute an den befürwortenden Entscheidungen der evangelischen Landeskirchen der EKD ist, dass sie nicht von einer Einzelperson allein getroffen wurde, sondern daran habe sehr, sehr viele Synodenmitgleider mitgewikrt. Das stellt die ganzen befürwortenden Entscheidungen auf ein starkes Fundament.

    In der katholischen Kirchenleitung hingegen haben wir in vielen Bereichen (siehe Zölibat, Frauenordination, Sexualmorallehre,...) einen jahrzehntelangen Reformstau.

    Daher gilt, die evangelischen Landeskirchen der EKD sind näher an den Menschen in unserem Lande dran und dies gilt nicht nur für die Frauenfrage sondern auch für homosexuelle Paare.
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#9 AngelpowerAnonym
  • 28.10.2005, 22:02h
  • ,@Gerd: Deine Aussagen zum Sündebegriff hatte ich gar nicht bestritten, aber sehr wohl zur Segnung und sie ist immer noch falsch. Ganz besonders falsch ist sie im Bezug auf die Ev. Kirche ine westfalenwo das was du schreibst überhaupt nicht zutrifft und ja ich weiß das, schließlich ist mein Freund Mitglied im Synodalauschuß. Und auch wenn die meisten es Beschloßen haben, werden in den größeren nach wie vor Segnungen nicht vorgenommen, weil die Kirchenführung oder aber vor Ort die Presbyterien dagegegn sind. Ein Beschluß ist das eine wie ich bereits sagte , doch seien Umsetzung ist was anderes!!!
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#10 AngelpowerAnonym
  • 28.10.2005, 22:05h
  • @Adrian: Da hast du vollkommen Recht die Frauen haben es nach wie vor schwrer in der evangelischen Kirche, nur weil die etwas weiter sind heißt das nicht das sie das tolerante Eden sind wie es hier oft propagiert wird. Frau Käßmann und Frau Jespen sind starken Gegenwinden ausgesetzt, obwohl sie grade auch Austrahlung und wirkung auf nicht Protestanten haben. Aber so lange einige meinen die Evangelische Kirche sei das Paradies, sind sie sicher auch nicht bereit derren Fehler zu erkennen. Mehr Reformen brauchen vieleicht die Katholiken , aber die Evangelen sind noch lange nict am Ziel angkommen!!!!
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