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  • 28. Oktober 2005, noch kein Kommentar

Das 71er Konzert ist ein Meilenstein der Musikgeschichte. Erstmals kamen Rockmusiker zusammen und sangen für ein Dritte-Welt-Land.

Von Jan Gebauer

Als 1971 George Harrison rief, um für das von einer Hungersnot bedrohte Dritte-Welt-Land Bangladesh Geld zu sammeln, kam die damalige Crème de la Crème der Rock-Szene zusammen: Eric Clapton, Bob Dylan, Billy Preston, Leon Russell oder auch der Vater von Norah Jones, Ravi Shankar. Erst jetzt wurde das monumentale Rock-Konzert auf zwei DVDs veröffentlicht – aufwendig überarbeitet, mit einem informativen Beiheft und schöner Box versehen. Und die alten Regelungen bezüglich der Künstler-Lizenzen des Konzertes haben weiterhin Bestand, heißt die Gelder kommen weiterhin dem George Harrison Fund for UNICEF zugute.

"The Concert for Bangladesh" war eine Premiere: Erstmals kamen vor 34 Jahren herausragende Musiker zusammen, um gemeinsam für eine humanitäre Hilfe zu spielen – das war eine bahnbrechende Idee. Fortan konnte Rock-Musik auch einer guten, höheren Sache dienen. Der Madison Square Garden in New York war ausverkauft, und zusammen mit den Erlösen aus dem Grammy-dekorierten Dreier-LP-Set und dem Konzert-Film kamen viele Millionen Dollar für UNICEF zusammen. Zudem wurde der Organisation eine bis dahin kaum gekannte Aufmerksamkeit zuteil, nicht nur unter Musikern und deren Fans. Als Inspiration und Vorbild weltweiter Benefiz-Events in den letzten Jahren hat "The Concert for Bangladesh" deshalb längst einen einzigartigen Stellenwert. Oder mit den Worten von UN-Generalsekretär Kofi Annan: "George und seine Freunde waren Pioniere." In den 80er Jahren folgten weltbekannte Star-Projekte wie Band Aid ("Do They Know It's Christmas") oder USA for Africa ("We Are The World").

Der Original-Film "The Concert for Bangladesh", 99 Minuten lang, wurde restauriert und im 5.1-Format neu abgemischt. Dazu gibt es 72 Minuten mit folgenden Extras: Der 45-minütige Dokumentarfilm "The Concert For Bangladesh Revisited with George Harrison & Friends" beleuchtet die Hintergründe der beiden Shows, u. a. mit Exklusiv-Interviews und Beiträgen von UN-Generalsekretär Kofi Annan und Sir Bob Geldof. Bisher nicht gezeigtes Musik-Material bringen George Harrison und Bob Dylan, die "If Not For You" proben, Harrison, Eric Clapton und Leon Russell, die beim Soundcheck "Come On In My Kitchen" spielen, sowie Bob Dylan mit einer Version von "Love Minus Zero/No Limit" aus der Nachmittags-Show, die nicht im Original-Film zu sehen war. Übrigens wird parallel zur DVD auch noch eine Doppel-CD des Events veröffentlicht.

Der Trailer: Windows Media Player, Real Player

28. Oktober 2005