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  • 02. November 2005, noch kein Kommentar

Die Leverkusener Jazztage gehen in die 26. Runde – auch dieses Mal sind wieder jede Menge herausragende Diven dabei.

Von Jan Gebauer

Jane Monheit und Silje Nergaard verzauberten die Jazz-Fans im letzten Jahr – vom 3. bis 12. November 2005 werden große Diven wie Dee Dee Bridgewater, Holly Cole oder auch die legendäre Ikone Marianne Faithfull die Leverkusener Jazztage mit ihrer Anwesenheit bereichern. Bereits zum 26. Mal werden die traditionsreichen Tage in Leverkusen ausgetragen. Im Jahr 1978 schlossen sich Mitglieder eines Volkshochschulkurses über die Geschichte des Jazz zusammen und gründeten den ersten Jazzclub in Leverkusen mit dem Ziel, die Musik zu fördern, und als festen Bestandteil in der Kulturszene der Stadt zu etablieren. Im Jahr 1980 feierte Leverkusen ihren 50. Geburtstag und forderte alle Vereine auf, sich an dem Fest zu beteiligen. So entstand das erste Jazz-Festival mit finanzieller Unterstützung der Stadt und des Kultusministeriums NRW. Mittlerweile hat sich das Event in der kleinen Stadt in der Nähe von Köln auch international einen Namen als veritables und richtungweisendes Jazz-Festival gemacht. So schmückten immer wieder große Namen die Auftrittspläne: Al Jarreau, Herbie Hancock oder Dave Brubeck. Selbst der verstorbene Jazz-Gott Miles Davis gab sich 1990 die Ehre.

In den letzten Jahren zog besonders die Woman's Night viele schwule Jazz-Fans nach Leverkusen. 2004 glänzte die schon Eingangs erwähnte Jane Monheit mit ihren beswingten Balladen und gab auch den Judy-Garland-Klassiker "Over The Rainbow" zum Besten. In diesem Jahr werden zur Woman's Night Rebekka Bakken, Anna-Maria Jopek, Cécile Verny und Marianne Faithfull erwartet. Die vier Damen zählen zu den renommiertesten Künstlerinnen in der derzeitigen Jazz- und Pop-Welt. Insbesondere Faithfull, in den letzten Jahren eher für komplexe Rock- und Alternative-Oden bekannt, dürfte ein absolutes Highlight werden – ihr 1987er Album "Strange Weather" mit Jazz-Titeln gehört sowieso zu den Perlen in ihrem Repertoire. Die Polin Anna-Maria Jopek sorgte bei Schwulen 1997 mit ihrer Teilnahme beim Eurovision Song Contest für Furore, während die Norwegerin Rebekka Bakken mit ihrem dritten Album "Is That You?" (2005) ihren endgültigen internationalen Durchbruch erlebte. Die zierliche Stimme von Cécile Verny, die mit ihrem "European Songbook" anreist, macht das Quartett komplett.

Außerhalb der Woman's Night gibt es noch viele andere Highlights zu bewundern. So wird die Diva Dee Dee Bridgewater, deren französisches Album "J'ai Deux Amours" Kritiker und Fans gleichermaßen begeisterte, am 8. November innerhalb der "Jazz Colours" unter anderem neben Eivind Aarset und tok tok tok auftreten. Ein Comeback gibt es mit dem Auftritt von Holly Cole am 12. November im Rhamen von "The Return". Die Künstlerin hatte sich in den letzten Jahren sehr rar gemacht und feiert nun mit alten und neuen Stücken ihre überfällige Rückkehr. Unbedingt erwähnenswert sind auch die Auftritte von Latino-Legende Jose Feliciano ("Legends in Concert") am 3. November und dem Algerier Khaled am 9. November ("The Oriental Experince").

5. Oktober 2005