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  • 03. November 2005, noch kein Kommentar

Auf seinem neuen Album "All That I Am" geben sich die Stars die Klinke in die Hand: Michelle Branch, Mary J. Blige, Steven Tyler, usw.

Von Jan Gebauer

So ist das bei einem Superstar wie Carlos Santana, wenn er mal Lust darauf bekommt, ein neues Album aufzunehmen: Der Meister pfeift und die Stars rennen ihm die Bude ein: Von Aerosmith-Frontsänger Steven Tyler, über R&B-Queen Mary J. Blige bis hin zu Grusel-Stimme Sean Paul hat sich eine stattliche Anzahl von Stars eingefunden. Dann teilte Santana noch den Produzenten-Sessel mit Clive Davis (Whitney Houston, Bruce Springsteen, Janis Joplin) und fertig ist eine neues Meisterwerk aus dem Latino-Sound-Hexenkessel. Im Zentrum des Interesses steht natürlich wieder Santanas einzigartige E-Gitarrenarbeit, die schon mit unzähligen Preisen bedacht wurde und auch an dieser Stelle ausdrücklich gelobt werden soll. An seinem Instrument macht Santana so schnell keiner etwas vor und wenn mal eine Komposition nicht so peppig gelungen ist, reißt die Woodstock-Legende immer wieder das Ruder herum und überzeugt durch seine musikalische Brillanz.

"All That I Am" ist das mittlerweile dritte Album seit Santanas Mega-Comeback 1999 mit der CD "Supernatural", auf der ein förmlicher Grammy-Regen niederging. Schon damals hatten sich jede Menge prominente Musiker die Ehre gegeben: Rob Thomas, Lauryn Hill, Eric Clapton oder auch Everlast. Sowohl "Supernatural" als auch der Nachfolger "Shaman" platzierten sich grandios in den deutschen Charts (Platz eins bzw. Platz zwei) und ermöglichten Santana nach vielen Jahren des Dümpelns auf hinteren Regionen die überfällige Rückkehr an die Spitze der Hitlisten. Dabei hat Santana seit 1999 zusammen mit Clive Davis ein ganz einfaches Konzept verfolgt: Jeder liefert dem anderen ungefähr ein halbes duzend Songs und sichert so eine ausgewogene Mischung aus Mainstream (Davis) und spritzig-abwechslungsreichen Kompositionen zwischen Latino und afrikanischen Rhythmen (Santana).

"Ich bezeichne es nicht als Kompromiss, sondern als Arrangement, bei dem ich nur gewinnen kann. Denn nach ,Abraxas‘ hatte ich ja die Entscheidung getroffen, mich nicht mehr an kommerziellen Aspekten zu orientieren, sondern nur noch das zu machen, wozu ich Lust hatte. Aber karrieretechnisch war das glatter Selbstmord. Ich hing mit John McLaughlin, Wayne Shorter und Herbie Hancock rum und lernte wahnsinnig viel über Musik. Aber nach 30 Jahren hatte ich auch davon irgendwie genug. Ich meine, ich spiele immer noch gerne mit John und Wayne, die großartige Musiker sind, aber jetzt besteht meine Mission doch eher darin, bei meinen Konzerten eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Babys, Teenager, Eltern und Großeltern versammeln. Eben wie bei den Beatles", sagte Santana über seine neue Platte kürzlich zum Fachblatt "Gitarre & Bass".

3. November 2005