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  • 04. November 2005, noch kein Kommentar

Holly Williams hat einen berühmten Vater und einen legendären Großvater. Ihr Debüt gibt eindringliche Songs zum Besten.

Von Jan Gebauer

Viele Kinder von großen Musikern haben in der Vergangenheit gegen die Übergröße ihrer Eltern ankämpfen müssen, wenn sie es selbst zu etwas im Musik-Geschäft bringen wollten: Natalie Cole (Nat King Cole), Louise Goffin (Carole King), Nancy Sinatra (Frank Sinatra), Julian Lennon (John Lennon) – die Liste ließe sich endlos fortführen. Auch Holly Williams, die auf ihrem Album-Debüt "The Ones We Never Knew" eine handgemachte Mischung aus Folk und Country veröffentlicht, hat große Namen in ihrem Familien-Stammbaum: Ihr Vater ist Hank Williams Jr., ihr Großvater folgerichtig der 1953 Country-Gott Hank Williams ("Lovesick Blues", "Cold, Cold Heart"). Bereits mit acht Jahren fing die kleine Holly an, Lieder zu schreiben – die Musik lag ihre eben im Blut. Obwohl die Mutter daheim meist klassische Musik spielte, konnte Williams schon früh auch die Musiker ihres Vaters und Großvaters für sich gewinnen – ihr Dad holte sie auch gerne zu seinen Shows.

"Das waren keine Kinderlieder, sondern Songs über Tod, Leute, die Affären haben und über Ehebruch", erinnert sich Holly Williams. Also genau über die klassischen Country-Themen, die auch ihr Debüt bereichern. Trotzdem klingt das Werk weder so, wie man sich eine Nashville-Produktion vorstellt, noch hat sie etwas mit der klassischen Country-Musik dieser Tage zu tun. Das ist in vielerlei Hinsicht erstaunlich - denn in Nashville kommt man als Newcomer für gewöhnlich nun mal am Besten zu recht, wenn man mit dem System schwimmt. Feinfühlig und beseelt singt Holly Williams von Liebe und Schmerz, eben getreu den Zeilen "You're Not Safe With Me, I'll Only Break Your Heart" (Du bist mit mir nicht sicher, ich werde nur dein Herz brechen).

4. November 2005