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Kassel In einem Symposium in Kassel haben Vertreter der evangelischen Kirche am Montag kontrovers um die Segnungen von schwul-lesbischen Paaren diskutiert, berichtet die kirchliche Nachrichtenagentur Idea. Das Gespräch wurde von der konservativen "Konferenz Bekennender Gemeinschaften" organisiert und stand unter dem sperrigen Titel "Sola Scriptura (allein die Schrift) in der evangelischen Kirche heute - am Beispiel gottesdienstlicher Segnung gleichgeschlechtlicher Paare". Der Hamburger Pastor Ulrich Rüß, Chef der Bekennenden Gemeinschaften, kritisierte Segnungen als "oberpeinliche Nummer", die die Verbindlichkeit der Bibel in Frage stelle. Homosexualität sei keine Schöpfungsvariante Gottes. Laut Kirchenrat Rolf Sauerzapf sollte statt dessen Homosexuellen eher geholfen werden, "ihre sexuelle Orientierung zu überwinden." Dagegen verteidigte Rainer Stuhlmann von der Evangelischen Kirche im Rheinland die Homo-Segnungen. Er argumentierte, die Bibel sage nichts über eine liebevolle Beziehung zwischen Männern. Der Kölner Pfarrer verglich die Debatte mit vergangenen innerkirchlichen Diskussionen um Frauenordination und Sklaverei. (pm/dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.

16 Kommentare

#1 AngelpowerAnonym
  • 09.11.2005, 14:18h
  • Ein Punkt den ich schon länger kritisiert habe , ist das die Synode im Bund es zwar beschloßen hat, aber die meisten es ablehnen oder nicht umsetzen. Da die evangelische Kirche eine Kirche aus verschiedenen Gliedern ist, ist sie auch unterschiedlich ausgeprägt. Es gibt liberale , konservative und gemäßigte- das aber ausgerechnet ein Hamburger Pastor einen solchen Unsinn verfasst- hätte ich nicht gedacht! Was nur beweißt- beide Volkskirchen sind noch auf einen langen Weg!
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#2 DavidAnonym
  • 09.11.2005, 14:56h
  • "laut Kirchenrat Rolf Sauerzapf sollte statt dessen Homosexuellen eher geholfen werden, "ihre sexuelle Orientierung zu überwinden."

    Vielleicht sollte man solchen Herren auch Hilfe anbieten, um Ihre Homophobie zu überwinden.

    Ansonsten: Weiter so! Einfach alle Menschen, die nicht passen ausgrenzen. Dann kann man ja sehen wer alles übrig bleibt. Der Rest tut sich dann eben zusammen und macht was eigenes, anderes - ups, haben das die Protestanten nicht bereits gemacht?
    Vielleicht sollte man dann denjenigen einfach raten "zurück" zur katholischen Kirche zu wechseln.
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#3 SvenAnonym
  • 09.11.2005, 15:42h
  • Tja, aber wahrscheinlich werde einige sterben, bevor sie das Ende des Weges erreichen ...
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#4 andyAnonym
  • 09.11.2005, 16:41h
  • hi , sie schlagen sich die köpfe wegen so ein schwachsinn . das ist kein wunder, dass immer mehr leute mit solchen kirchen , die nichts mit jesus zu tun haben , nicht am hut haben wollen .schade nur , dass nicht jesus als gott sondern solchen unsinn im mittelpunkt steht!
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#5 gerdAnonym
  • 09.11.2005, 16:48h
  • Zunächst bei idea, wo solche Nachrichten veröffentlicht werden, handelt es sich um die evangelikale Strömung innerhalb der Lutheraner.

    Die Evangelikalen bilden in Deutschland eine kleine Richtungsströmung, die sich elementar von amerikanischen Verhältnissen unterscheidet. Gern werden von Evangelikalen Zahlen und Mitlgiederstärken vergrößert und suggeriert, sie seieh viel mehr Menschen. Dem ist aber in Deutschland nicht so: wir haben keine evangelischen Freikirchen in dem Ausmasse, wie dies in Amerika der Fall ist.

    Vielmehr geht die Entwicklung innerhalb der Protestanten in eine andere Richtung: erst vor zwei Wochen hatten wir die gute, befürwortende Synodenentscheidung in Schweden, wo öffentliche Segnungsgottesdienster ermöglicht wurden. Gleiche gute Entscheidungen hatten wir in sehr vielen Landeskirchen der EKD in Deutschland in den vergangenen Jahren -zuletzt in Braunschweig und in Oldenburg.

    Mittlerweile hat sich bei den meisten protestantischen PastorInnen durchgesetzt, dass homosexuelle Paare eine ethische Verantwortungsgemeinschaft sind, die in den Kirchen in einer Zeremonie willkommen geheissen werden, wenn diese zum Standesamt gehen. Der Sündenbegriff für praktizierte Homosexualität wurde von der EKD mit dem Schriftsatz "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" spätestens aufgegeben.

    Nicht durchgesetzt hat sich in den protestantischen Kirchen aber als Zeremonie die kirchliche Trauung; vielmehr hat sich als Kompromiss der öffentlche Segnungsgottesdienst für standesamtlich, verpartnerte homosexuelle Paare ergeben.
    Dies ist übrigens auch in den protestantischen Kirchen von Dänemark, Niederland und der Schweiz ebenso der Fall.

    Daher redet weiter in Euren Gemeinden mit Euren PastorINnen und zeigt Ihnen, wie glücklich ihr seit und dass ihr es gut findet, dass ihr in den Kirchen eine Zeremonie bekommen könnt.
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#6 bäume-freundAnonym
  • 09.11.2005, 17:00h
  • @ David:
    "zurück zur katholischen Kirche zu wechseln..."

    du hast wohl nicht kapiert, dass die katholische kirche sich noch viel weniger "an der schrift" orientiert als die meisten fortschrittlichen evangelischen kirchen.
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#7 gerdAnonym
  • 09.11.2005, 17:07h
  • Hinzuzufügen ist kurz, dass es sich bei Pastor Rüß um einen der ganz wenigen Pastoren der Nordelbischen Landeskirche gehörte, der damals gegen die Einführung des öffentlichen Segnungsgottesdienstes agitierte.

    Seine damalige Niederlage in Hamburg hat er bis heute nach meiner Einschätzung nicht "verwunden" und hat sich gemeisam mit einigen "älteren" Herren (z.B: "beurlaubter" Pastor Cochlovius in Walsrode und Pastor Motschmann in Bremen) zusammengefunden, um nach meinem Empfinden Unfrieden in der EKD zu streuen anstatt sich anderen Themen zuzuwenden. Daher Herr Rüß ist schon lange in Hamburg "Vergangenheit" und steht nicht für die heutige Haltung der EKD und insbesondere der nordelbischen Landeskirche.
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#8 capitanAnonym
  • 09.11.2005, 18:10h
  • Einfach austreten kann ich nur raten!

    Bis jetzt hat sich zum Glück nur die kath. Kirche erblödet die Sexualität eines Großteils ihrer Mitarbeiter nicht nur für schlecht zu halten, sondern auch noch als Sünde zu bezeichnen.
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#9 AxelAnonym
  • 09.11.2005, 23:23h
  • Pastor Sauerzapf muß geholfen werden, eine Orientierung in der Landeskirche zu finden.
    Pastor Rüß hat vergessen, dass es in der evang. Kirche viele oberpeinliche Segnungen im Dritten Reich in der sog. Staatskirche gab.
    Trotzdem denke ich, hat der grösste Teil der evang. luth. Kirchen aus der Vergangenheit gelernt und dies muß akzeptiert werden, obwohl einige wenige Pastorn immer noch meinen, sie müssen im Lutherdeutsch predigen.
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#10 SaschaAnonym
  • 10.11.2005, 02:24h
  • Besser als der spanische Premierminister Zapatero kann man es kaum formulieren:
    "Ich werde nie verstehen, wie die, die die Liebe als Fundament des Lebens bezeichnen, so radikal Schutz, Verständnis und Zuneigung zu unseren Nachbarn, Freunden und Verwandten ablehnen können. Was für eine Liebe soll das sein, die nicht für die gilt, die ihre Sexualität in einer anderen Weise leben?"

    Ansonsten gilt: Die Kirchen können entscheiden und tun, was sie wollen. Wir müssen nur endlich dafür sorgen, dass sie KEINEN, aber auch wirklich nicht den geringsten Einfluss auf die Institutionen und Normen unserer angeblich demokratischen Gesellschaft haben. Das Ende der Demokratie beginnt mit der Einflussnahme religiöser Gruppen auf die Politik - bestes Beispiel: USA!
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