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  • 09. November 2005, noch kein Kommentar

Mit der "Collection" sagt Alanis artig Danke bei ihren Fans und versammelt noch einmal alle Hits der letzten Jahre.

Von Jan Gebauer

In "Sex and the City" durfte sie Sarah Jessica Parker alias Carrie Bradshaw einen leckeren Schmatz auf den Mund geben – von diesem Moment an, war Alanis Morissettes (31) Status als Lesben-Ikone endgültig gesichert. Die Schauspielerei war stets nur Nebenbeschäftigung, denn eigentlich hatte sich Morissette in den letzten zehn Jahren locker als eine der führenden Rock-Sängerinnen und weiblichen Singer/Songwriter der Welt etabliert. Für "Collection" versammelte die Kanadierin 18 ihrer bekanntesten und erfolgreichsten Lieder auf einem Album – passend zum Weihnachtsgeschäft. Großes Lob verdient Frau Morisette dafür, dass sie nicht nur einfach die Hits aneinander reiht, sondern zum Beispiel auch auf einige ihrer Soundtrack-Titel zurückgreift. So finden sich so schöne Kostbarkeiten wie die Cole-Porter-Übernummer "Let's Do It (Let's Fall In Love)" (aus dem Film "De-Lovely"), "Uninvited" (aus dem Tränendrücker "Stadt der Engel") oder "Still" (aus Morissettes Kino-Debüt als Gott in "Dogma") auf "Collection".

Natürlich gibt es aber auch ein Wiederhören mit "Ironic" (1996), "Thank You" (1998) und "Everything" (2004) – Songs die Morissette weltweit bekannt gemacht haben. Als neue Single wählte man den alten Seal-Hit "Crazy", der 1990 aus jedem Radio dudelte. Erstaunlich, dass sich Morissette gerade diesen Song ausgesucht hat, aber insgesamt macht die Sängerin ihre Sache gut. Für Einsteiger ist die Zusammenstellung sicher ein gelungener Weg, Morissette kennen zu lernen oder zumindest die wichtigsten Titel in der Sammlung zu haben, wenn man schon nicht ein ganzes reguläres Album der Künstlerin durchsteht. Eins belegt "Collection" nachdrücklich: Morissette besitzt eine charismatische, gut wiederzuerkennende Stimme, die sicher noch einige Jahre im Musikgeschäft als feste Größte haften bleiben wird.

Fazit: Eine tolle Zusammenstellung von Hits und selteneren Stücken, die einen guten Eindruck von Morissettes knapp 10-jähriger Karriere (rechnet man nicht ihre Teen-Pop-Vergangenheit in Kanada Anfang der 90er Jahre mit ein) gibt.

Anspieltipps: "Thank You", "Ironic", "Let's Do It (Let's Fall In Love)", "Mercy", "You Oughta Know"

9. November 2005