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Wien Nach dem gestrigen Urteil des Verfassungsgerichtshofes, homosexuelle Lebenspartnerschaften bei der Krankenversicherung gleichzustellen, ist in der österreichischen Regierungskoalition ein Streit um die Homo-Ehe wieder aufgeflammt. Justizministerin Karin Gastinger vom kleinen Koalitionspartner BZÖ sieht sich in ihrer "Einschätzung bestätigt, dass eine Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften notwendig ist", sagte sie heute morgen dem Radiosender Ö1. Bereits im September hatte sie sich für eine "Homo-Ehe light" eingesetzt, die größte Homo-Gruppe HOSI Wien kritisierte jedoch, dass ihr Projekt "nicht besonders weitgehend" sei (siehe queer.de-News). Dagegen wehrt sich der große Koalitionspartner ÖVP gegen jede "eheähnliche" Anerkennung homosexueller Partnerschaften: "Ich halte von Eingetrangenen Partnerschaften überhaupt nichts. Das ist eine Ehe zweiter Klasse", so ÖVP-Justizsprecherin Maria Fekter. "Für uns sind homosexuelle Lebensgemeinschaften auch wie eine Lebensgemeinschaft zu behandeln und nicht wie eine Ehe - egal ob erster oder zweiter Klasse." (dk)



12 Kommentare

#1 Adrian AhlhausAnonym
  • 11.11.2005, 13:23h
  • Die achtziger Jahre lassen grüßen. Man hatte die Diskussion. Will man so sein wie die Heten, also diese kopierenund eine Ehe zwischen gleichgeschlechtichen Paaren anstreben, oder möchte man eine alternative Lebenspartnerschaft die nicht so tut, als sein der "Hafen der Ehe" ein lohenswertes Ziel, denn das nur zweitklassig, einendend und schreibt überkommene Rollen zu.
    Ich finde es interessant, dass Schwule in diesen Tagen ganz selbstverständlich die Ehe einfordern, als gebe es nichts besseres.
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#2 wolfAnonym
  • 11.11.2005, 13:50h
  • immer wieder diese lächerliche worthülse "ehe", die keiner definieren kann !
    wenn 2 menschen zusammenleben wollen, dann sollen sie dürfen !
    daraus entstehen rechte und pflichten, klar, aber ursprünglich waren diese doch mal dafür gedacht, eine solche gemeinschaft zu stützen, oder ?
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#3 KritikerAnonym
  • 11.11.2005, 14:16h
  • Selbst einige Schwule sind nun endlich dahinter gekommen, dass man nicht um jeden Preis anders sein muss. Dieses "Andere" war ja mal ein Zeit lang interessant und hat öffentliches Interesse erregt, doch mittlerweile können einem diese ewig-gestrigen und aufmerksamkeitssüchtigen Homos nur noch leid tun.

    Auch wenn es immer wieder schrille Typen gibt, so ist doch eine große Zahl von Schwulen einfach "normal geworden" und im Bürgertum angekommen. Man hat auch für sich entdeckt, dass Homosexualität und traditionelle Werte sich nicht ausschließen.
    Ich begrüße diese Entwicklung ausdrücklich, denn nur so kann man ein "normales" Leben führen, auch wenn manch einem dies wohl zu spießig ist. Homosexualität wird so zur Nebensächlichkeit, die auch das Linkshändertum.
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#4 gerdAnonym
  • 11.11.2005, 15:27h
  • Ich finde es gut, dass mittlerweile die Niederlande, Belgien und Spanien die Ehe ganz für homosexuelle Paare geöffnet haben.

    Ebenso wird es Zeit, dass in Österreich endlich überhaupt eine staatliche Anerkennung erfolgt...Österreich hängt mittlerweile total hinterher, da sind selbst Deutschland und die Schweiz viel weiter.

    Und in Deutschland wird es endlich Zeit, dass nicht nur die Pflichten einer Ehe homosexuelle Paare haben,sondern das sie auch die Rechte bekommen (siehe Erbschaftssteuer, siehe Einkommenssteuer). Wenn dort wieder NIX geschieht unter der Grossen Koaltion, dann heisst das die jetzige Opposition wählen.
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#5 mezzoAnonym
  • 11.11.2005, 15:55h
  • Wenn man bedenkt, dass es einfach darum geht, dass das Pipi in die Mumu soll und das Pipi nicht in den Popo darf fragt man sich echt langsam, ob es nichts wichtigeres gibt als diese höchstens 5 Zentimeter Unterschied zum Niedergang des Abendlandes zu deklarieren!
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#6 HampiAnonym
  • 11.11.2005, 18:48h
  • Meinem Vorredner kann ich entgegnen, es gibti eben doch einen gewaltigen Unterschied ob das Pipi in den Popo oder in die Mimu geschoben wird. Nur beim zweiteren können daraus Kinder entstehen, und beim ersten nicht! Die Ehe ist eine auf biologische Fortpflanzung gerichtete Zweierpaarung, was bei Homosexuellen nun mal total ausgeschlossen ist. Zumindest theoretisch ist bei jeder heterosexuellen Paarung eigener Nachwuchs möglich, während dieser bei Homos auch theoretisch zu 100% ausgeschlossen ist. Es ist zynisch zu behaupten eine monogame Ehe zwischen Mann und Frau sei spiessig, wenn man selber als Schwuler nichts zur Fortpflanzung beiträgt. So gesehen darf und wird es nur eingetragene homosexuelle Partnerschaften geben, allenfalls mit dem Recht zur Adoption, wobei es wohl kaum viele Schwule geben wird die sich wirklich Kinder adoptieren wollen, denn die kosten auch Zeit und Mühe und behindern die Homos doch eher beim Fremdficken und dem eigenen Fun.....
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#7 Adrian AhlhausAnonym
  • 11.11.2005, 20:17h
  • Nun, ohne unbedingt anders sein zu wollen, zumindest nicht im reduzierten Sinne von "Kritiker", stellt sich schon die Frage, was normal daran ist, auch heiraten zu wollen und zu können, wie "die Anderen" - die Heten.
    Abgesehen von einigen recht schrillen Wortmeldungen gab es mal die Diskussion, was das Heiraten den Schwulen bringt. Ist man denn erst "echt" gleichberechtigt, weil man heiraten kann? Oder ist man sogar erst dann gleichberechtigt, wenn es Kinder gibt, per Adoption, also eine "richtige" Familie existiert?
    Die Ehe war und ist zuerst eine Wirtschaftgemeinschaft. Darum streiten man doch: Erbschaft, Steuern, juristisches gemeinsames Handeln, soziale Verantwortung - ach nein, letzteres nicht so gern, weil, das kostet Geld, statt dass es ' was bringt, besonders wenn man sich wieder trennt.
    Erst seit relativ kurzer Zeit hat der Ehestand auch etwas mit Liebe zu tun, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ist ja schön, das wir, die kruden Moralismen von damals überwunden haben. Wirklich?
    Nun haben neue Moralisten, alte Fundamentalisten bei den Schwulen einzug gehalten und erheben das Wort. Nur eine lebenslange Beziehung ist eine "echte" Liebe, so dass offensichtliche Credo. Dabei wird völlig außer acht gelassen, was das denn wird, wenn die Scheidungsrate unter Schwulen die gleichen Werte erreicht wie bei den Heten. Und warum auch nicht? Leben Schwule in einer anderen Welt und haben nicht die gleichen sozialen und gesellschaftlichen Probleme, vielleicht dies sogar etwas schärfer? Der Sin von Ehe in der Form der Romantik des 19 Jahrhunderts ist doch offensichtlch keine Antwort auf die Fragen unserer Zeit, in unserer Gesellschaft. Und deren Inhalt schon gar nicht.
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#8 madridEUAnonym
  • 12.11.2005, 10:55h
  • Mit Verwunderung erlebt man immer wieder, dass man vorgibt, Kinder zu adoptieren in der Lage zu sein, während die alten Eltern jedoch vorwiegend in Altenheime abgeschoben werden. Aus eigener Erfahrung mit meiner schwer alzheimerkranken Mutter, die nach meiner jahrelangen Pflege hier im Hause 85jährig verstarb, kann ich nur raten, sich zuerst um die betagten Mütter und Väter zu kümmern. Man geht daraus moralisch gestärkt und im Frieden mit sich selbst hervor ! Aber wie @Hampi bereits zu recht andeutet: Verantwortung zu übernehmen hiesse, auf den Spass zu verzichten.
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#9 AngelpowerAnonym
  • 12.11.2005, 11:02h
  • @Adrian. Wie schön das du weißt das Ehen im 19 Jahrhundert nicht aus Liebe Geschlossen wurden. Du magst teilweise vielleicht recht haben , aber bitte keine Verallgemeinerungen. Es gab glückliche Ehen und arrangierte Ehen in all den Jahrhunderten!

    Das ist sicher auch nicht das Problem, das Problem ist einfach das Ehen, eheähnliche Gemeinschaften und Lebenspartnerschaften gleich behandelt werden. Und nicht bei den Unverheirateten egal ob Hetero oder Gay man nur dann als Paar gesehen wird, wenn der Staat was leisten muß.
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#10 Adrian AhlhausAnonym
  • 12.11.2005, 13:37h
  • @ angelpower - Sicherlich kann auch in früheren Jahrhunderten die Idee von einer romantischen Liebe als Ursache einer Ehe in der Literatur seit dem ausgehenden Mittelalter festgestellt werden - als Idee.
    Jedoch und in der Praxis, war die Ehe zumeist eine Veranstaltung sozialer Art, bis in die mItte des 19. Jahrhunderts. Der Ehestand war eine zuvorderst ökonomische Einrichtung. Die "Liebe" sollte hinzukommen, wenn die Beiden sich kennen und schätzen lernen. Es wird auch deutlich, wieso Ehepaare des gehobenen Bürgertums zeitlebens ein "Sie" in der Anrede füreinander gebrauchten, aus Respekt. Einige exaltierte Persönlichkeiten nutzen heute noch diese Form der Anrede. Eine, wie ich finde und trotz aller Befremdlichkeit, recht schöne Form des Umgangs.
    Heutige Ehen sind zumeist "Liebesheiraten", doch die sexuelle "Liebe" kommt und geht. Was bleiben kann sind Achtung und Vertrauen. Das hört sich zwar auch wieder "romantisch" an, ist ein immer wieder bei sogenannten "glücklichen Paaren" mir begegnes Momentum der Reflektion.
    Wenn ich also die Frage stelle: Was bringt die Ehe, dann verstehe ich, dass man so sein will wie die anderen. Zugleich bin ich der Überzeugung, dass man viel Interpretation braucht um die Tatsache wegzuwischen, dass jede dritte Ehe in der Bunderepublik geschieden wird.
    Übrigens, ich bin gegen jede Scheidung, sobald es Kinder in einer Ehe oder einem eheähnlichen Verhältnis gibt, denn Kinder habe auch Rechte und sind fast immer die Opfer in Konflikten der Elternpaare, gleichgültig welchen Geschlechtes die Eltern sind. - Und, ich Sietze meinen Partner nicht, denn der würde sich kringeln vor Lachen.
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