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Pattaya Die für den 1. Dezember geplante "Walk for Life"-Parade im Rahmen des Pattaya Gay Festivals wurde überraschend von der Stadtverwaltung verboten. In den vergangenen fünf Jahren konnte der bunte Marsch, der bewusst auf den Welt-Aids-Tag gelegt wurde, noch ungehindert in der thailändischen Stadt stattfinden. Die Stadtverwaltung sagte ebenso ohne Begründung den jährlichen Schüler-Marsch zum Welt-Aids-Tag ab und kündigte stattdessen für den 30. November eine "Fahrrad-Parade" ohne Motto an. Der Protest der Gay Community gegen das Verbot hält sich bislang in Grenzen, das Veranstaltungsprogramm wurde kurzerhand geändert – in Thailand löst man Konflikte eher im Verborgenen. Das Pattaya Gay Festival gilt als der am besten organisierte und größte Gay Pride in Thailand, der in erster Linie von einschlägigen Bars und Hotels getragen wird. Seit dem Jahr 2000 sammelten die Veranstalter über zwölf Millionen Baht (ca. 240.000 Euro) für Aids-Projekte. Pattaya mit seinen vielen Gogos-Bars gilt als Paradies für so genannte Sextouristen. Die Stadtverwaltung versucht jedoch seit einigen Jahren, das Rotlicht-Image abzustreifen und sich als Seebad für Familien zu vermarkten. (cw)



#1 MalteAnonym
  • 22.11.2005, 11:18h
  • Dass selbst arme Regionen solche wirtschaftsfördernden Veranstaltungen absagen, zeigt, dass weltweit Konservatismus und Homohass wieder auf dem Vormarsch sind.

    Wenn wir jetzt nicht aufpassen und alle zusammen aktiv werden, wird die Entwicklung für uns nicht gut ausgehen!!
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#2 bigthiloAnonym
  • 25.11.2005, 17:15h
  • Entscheidungen werden in Thailand von den Stadtverwaltungen häufig kurzfristig und autonom getroffen und sind meist nur schwer nachvollziehbar.

    Phuket hatte erst vor 2 Wochen die Nationparty von fridae.com mit 3000 Schwulen genehmigt, wobei die meisten Besucher eben nicht Thais waren.
    Phuket hatte aufgrund des Tsunamis aber auch starke Rückgänge bei den Touristenzahlen, Pattaya läuft dagegen weiterhin gut und Familien insbesondere aus Russland sind sehr willkommen.

    Der CSD in Bangkok wurde genehmigt und auch vor kurzem durchgeführt, stieß aber nur auf geringes Interesse bei den Gays, was bei 6 Mio Einwohnern und einer hohen Schuwulenquote doch verwundert.

    Aufregung oder gar Proteste gegen staatliche Willkür (z.B. Locations müssen ohne Vorwarnung wieder schließen, keine Disco nach 2 Uhr, kurzfristiges Alkoholverbot an Neujahr), wie man das bei uns kennt, widerstreben der Thai- Mentalität. Thais suchen ihren Spaß dann eben woanders. Mai pen rai.
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