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  • 23. November 2005, noch kein Kommentar

Jürgen Jansens "Versatile Black" zeigt mehr als eine erotische Oberfläche. Seine nackten Männer zeigen und erzeugen Emotionen.

Von Christian Scheuß

Der größte Wunsch von Fotografen ist zugleich ihre größte Angst. Sie möchten Bilder schaffen, die dem Betrachter im Gedächtnis bleiben. Die anders und besser sind, als der Durchschnitt, den man sonst zu sehen bekommt. Und sie möchten mehr als die Oberfläche eines Modells zeigen. Sie wollen dessen Persönlichkeit wirken lassen. Das fotografierte Objekt der Begierde soll sich öffnen, das wahre Ich entblättern. Dem aus Deutschland stammenden und in Amsterdam lebendem Fotografen Jürgen Jansen gelingt dieser Spagat. In "Black Versatile" sind Fotografien von Männern mit schwarzer Hautfarbe zu sehen, die nicht in die üblichen Aktklischees abrutschen, und die mit Humor, Witz und einer ordentlichen Portion Erotik unter die Haut gehen.

Mal zoomt Jansen ganz nah ran an die Gesichter, mal lichtet er die wohl geformten Körper im sanften Studiolicht ab. Oder er lässt die Männer allein und zu zweit vor der Kamera improvisieren. Mit Tanz, mit traditionellen afrikanischen Symbolen, mit Klamauk und etwas Theater. Dazwischen gibt es immer wieder kontemplative Momente. Zwei Männer kuscheln aneinander oder sie beginnen ihr erregendes Liebesspiel.

Jürgen Jansen: Black Versatile, Janssen Publishers, Hardcover, 120 Seiten, ISBN 1919901248, 35 Euro

23.11.2005