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Berlin Mit einer Vorwärtsverteidigung hat der "taz"-Redakteur Jan Feddersen eine sicherlich folgende Diskussion um das Motto des nächsten CSD in Berlin begonnen. Das Motto "Einigkeit und Recht und Freiheit" sollte am nächsten Wochenende bekannt gegeben werden. Diese der Nationalhymne entnommene Parole sei "wörtlich zu nehmen: Einigkeit der Bewegung, Rechte für ihre Mitglieder und Freiheit als Voraussetzung dessen, was überhaupt ein gutes Leben möglich macht", so Feddersen. Die Entscheidung sei "echt subversiv", denn man "usurpiert [übernimmt, Anm.d.Red.] einfach (schein-)konservative Standards", so Feddersen. Bedenken, Rechte könnten das Motto aufgreifen, seien ebenso "Blödsinn" wie die Annahme, dies sei eine "devote, zu verurteilende Geste vor der gesellschaftlichen Mitte", findet Feddersen. (nb)



11 Kommentare

#1 PeterAnonym
  • 23.11.2005, 17:51h
  • Einigkeit und Recht un Freiheit als CSD-Motto. Brilliant.

    Das ist je endlich mal ein richtig politisches Motto. Man fordert
    sozusagen das, was uns seit mehr als einem Jahrhundert
    bereits in der Grundschule als Staatsmotto in der
    Nationalhymne gelehrt wird, aber in der Praxis wohl auf
    Schwule und Lesben bis heute immer noch nicht zur
    Anwendung kommt.

    Wir usurpieren (heisst uebrigens: vereinnahmen) gleich den
    ganzen Staat und machen ihn uns zu eigen.

    Die Rechten werden kotzen, die Linken werden auch
    schreien und wir haben endlich eine lebhafte Diskussion
    ueber Forderungen, Inhalte und unsere Situation in der
    Bundesrepublik. BRAVO fuer dieses Motto an die Berliner
    CSD-Macher.
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#2 LinkerCacheAnonym
  • 23.11.2005, 18:36h
  • Ich hätte da eine Idee: Wie wäre es mit dem Motto "Gleiche Rechte für alle" oder "Gegen Sozialabbau; Für die Menschen" oder mit "Wir sind alle gleich - nicht nur auf dem Papier".....

    Im übrigen bin ich der echte LINKERCACHE!!
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#3 Georg FalkenhagenAnonym
#4 Markus SchukeAnonym
#5 LieberalerAnonym
  • 24.11.2005, 09:55h
  • Da dieses Jahr nur 2 Vorschläge kamen und die Beteiligung an diesem Thema immer geringer wird, finde ich es okay! Ausserdem war eh kaum jemand bei der Sitzung.

    Letztes Jahr wurde in der Siegessäule zur Themenfindung aufgerufen und, wenn ich mich richtig erinnere, gab es nur knapp 10 Vorschläge.

    Die meisten Leute wollen doch nur noch feiern und f...... und interessieren sich herzlich wenig für die Botschaft. Neben den Parteien gibt es kaum noch Wagen in Berlin mit einer ernsthaften Botschaft.

    Eigentlich SEHR SCHADE.
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#6 LieberalerAnonym
  • 24.11.2005, 09:55h
  • Da dieses Jahr nur 2 Vorschläge kamen und die Beteiligung an diesem Thema immer geringer wird, finde ich es okay! Ausserdem war eh kaum jemand bei der Sitzung.

    Letztes Jahr wurde in der Siegessäule zur Themenfindung aufgerufen und, wenn ich mich richtig erinnere, gab es nur knapp 10 Vorschläge.

    Die meisten Leute wollen doch nur noch feiern und f...... und interessieren sich herzlich wenig für die Botschaft. Neben den Parteien gibt es kaum noch Wagen in Berlin mit einer ernsthaften Botschaft.

    Eigentlich SEHR SCHADE.
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#7 wolfAnonym
  • 24.11.2005, 11:37h
  • @ liberaler
    du hast recht, der berliner csd ist seit jahren, eine kuriosität, sprich ein abgesang auf sich selbst, eigentlich tot.
    es gibt ja nicht mal mehr ne schwule pinte, in der man sich unterhalten kann.
    der rest besteht aus origineller, kommunikationslosigkeit, bestenfalls noch schwanzfixiert.
    das sind aber die gleiche herren und damen die sich nicht ghettoiseren lassen möchten.
    in designerklamotten eine scheinliberalisierung leben ist mit sicherheit bequem, aber ziehmlich öde, deshalb auch keine reaktion mehr.
    man trinkt doch lieber, am tage seinen cafe latte ?
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#8 Christian aus BerlinAnonym
  • 24.11.2005, 19:29h
  • @wolf:
    ich weiss ja nicht auf welcher veranstaltung du warst, aber
    gerade in berlin hat sich der csd wieder in die viel politischere
    richtung entwickelt. keine sponsoren mehr und auch viele
    fussgruppen mit kostuemen und allen moeglichen
    geistreichen transparenten. die geschleckte latte-generation
    laesst sich da eher nicht blicken (was auch schade ist). und
    das motzstrassenfest ist in den letzten jahren wieder
    eindeutig schwullesbischer geworden.

    im gegensatz zu koeln wo sich smart, germanwings, west, rtl
    und massig partyveranstalter den besten wagen streitig
    machen und das strassenfest von einem hetero ausgerichtet
    wird...

    und wem der grosse csd in berlin immer noch zu kommerzig
    ist kann ja auch zum kreuzberger csd gehen.

    schade nur dass es vielen in der community so egal ist und
    sie sich nicht mehr aktiv an der gestaltung des csd
    beteiligen...

    weiss jemand wie die mottos bei den anderen csds bestimmt
    werden?
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#9 seb1983
  • 25.11.2005, 12:48h
  • also ich kann jetzt nur über einen sehr begrenzten Bereich sprechen:
    war dieses Jahr zum ersten mal auf nem CSD und zwar in Frankfurt.
    Da wurde viel Party gemacht und es gab Parteistände. Große politische Aussagen oder Vorderungen konnte ich aber nicht feststellen es war eher wie Karneval und auch recht lustig.... als Fahrer war ich übrigens stocknüchtern!!
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#10 ScienceAnonym
  • 27.11.2005, 12:44h
  • Zurück zum politischen CSD , was für ein erfreulicher Trend! Aber das Thema ist doch verfehlt, viele Schwulen wollen doch gar nicht einig in der Bewegung sein.Das ist doch irgendwann in den 80er verloren gegangen. Im Fernsehen sieht man nur noch die überzogenen Tunten mit denen sich sicherlich nur die wenigsten vergleichen, dann die jedem Trend hinterher hängenden und nicht zu vergessen die Landeier und die Fetischisten. Und die Toleranz miteinander läßt stark zu wünschen übrig, so daß die Einigkeit sicherlich noch auf sich warten läßt. Vielleicht ist das ja auch das Problem, wir velangen Toleranz die wir innerhalb der sogenannten" GayCommunity" gar nicht geben. Na da ist noch ein starkes Stück Arbeit für die Aktivisten!
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