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Berlin Nach dem Verbot einer Menschenrechtsdemo und den Verhaftungen der Teilnehmer am Wochenende im polnischen Posen hagelt es weiter Kritik aus dem In- und Ausland. Zusätzlich zum Berliner Homo-Telefon Maneo hat nun auch der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) zu einer Demonstration vor der polnischen Botschaft in Berlin am Samstag gegen 10 Uhr aufgerufen. Auch im Ausland regt sich Protest. So werden am Donnerstag einige Homogruppen in London beim ersten Auslandsbesuch des polnischen Regierungschef demonstrieren. Die ILGA Europe versandte vor einem EU-Gipfel, an dem Kazimierz Marcinkiewicz ebenfalls teilnimmt, einen ausführlichen Bericht über die Lage von Schwulen und Lesben an EU-Beamte. Die Kampagne gegen Homophobie aus Warschau erbat in einer eMail Hilfe aus anderen EU-Staaten. In Belgien und England sollten Demos stattfinden, zudem sollten Schwule und Lesben eMails oder Briefe an den britischen Premier Tony Blair und EU-Kommissionspräsident Jose Barroso schreiben, die beide Marcinkiewicz treffen. Im Dezember macht Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Antrittsbesuch in Warschau. Die lesben- und schwulenpolitische Sprecherin der Grünen in NRW, Andrea Asch, fordete am Mittwoch "die EU-Kommission, die neue Bundesregierung und die Landesregierung von NRW auf, gegen die anhaltende Diskriminierung von Minderheiten in Polen zu protestieren" - was ihr nicht viel Mühe machte: der gesamte Wortlaut der Pressemitteilung ist der gleiche wie der ihres Berliner Kollegen Thomas Birk vom Montag. (nb)



12 Kommentare

#1 Rolf GindorfAnonym
  • 23.11.2005, 17:08h
  • Die Berliner CSD-Planer und der kluge Jan Feddersen von der taz greifen eine altbewährte Strategie auf, die schon vor Jahrzenten im schwulen Emanzipations-Kampf erfolgreich war. Man darf den nur verbalradikalen Dumpfbacken nicht das Feld überlassen!
    Rolf Gindorf

    www.sexologie.org/rolfgindorf.htm
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#2 martinAnonym
  • 23.11.2005, 19:00h
  • also jungs und mädels - mitmachen! entweder durch beteiligen an der demo oder fleißiges e-mailen. das bringt den homos in polen jedenfalls mehr und ist auf jeden fall sinnvoller, als auf queer.de seine gesammelten anti-polnischen vorurteile und den nationalsozialismus verharmlosenden vergleiche zu posten.
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#3 BurghardAnonym
#4 MarkusAnonym
  • 23.11.2005, 23:52h
  • Die Info ist leider falsch, die Demo soll bereits um 10 Uhr am SA stattfinden. Bitte kommt zahlreich!

    ________________________________
    Maneo, das Schwule Überfalltelefon Berlin, sowie der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) rufen zu einer Protestkundgebung vor der Polnischen Botschaft in Berlin am 26.11.2005, 10 Uhr, auf. Wir protestieren gegen die zunehmende Einschränkung der Grundrechte von Lesben und Schwulen in Polen.

    Wo: Botschaft der Republik Polen
    Lassenstrasse 19-21
    14193 Berlin-Grunewald

    Wann: Samstag, 26.11.2005, 10 Uhr
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#5 auf der lsvd seite gefundenAnonym
  • 24.11.2005, 00:48h
  • Grundrechte gelten auch für Lesben und Schwule!

    Aufruf zum Protest vor der Polnischen Botschaft

    Maneo, das Schwule Überfalltelefon Berlin, sowie der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) rufen zur Protestkundgebung vor der Polnischen Botschaft in Berlin am 26.11.2005, 10 Uhr, auf. Wir protestieren gegen die zunehmende Einschränkung der Grundrechte von Lesben und Schwulen in Polen.

    Wo: Botschaft der Republik Polen

    Lassenstrasse 19-21

    14193 Berlin-Grunewald

    Wann: Samstag, 26.11.2005, 10 Uhr



    Jüngster Anlass des Protestes ist das Verbot einer Demonstration für Toleranz und Gleichberechtigung in Poznan (Posen). Der ordnungsgemäß angemeldete und zuerst genehmigte „Gleichberechtigungsmarsch“ wurde nach massivem Druck von Vertretern der regierenden konservativ-populistischen PiS (Recht und Gerechtigkeit) und der rechts-nationalistischen LPR (Liga der Polnischen Familie verboten. Engagierte junge Leute demonstrierten dennoch gegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Hautfarbe, einer Behinderung oder sexueller Orientierung. Die friedliche Kundgebung von 500 Frauen und Männer am vergangenen Samstag wurde gewaltsam aufgelöst. Mit Verhaftungen, Schlägen, Verhören und eklatanten Beschimpfungen setze die örtliche Polizei das grundrechtswidrige Verbot durch.

    Dieses Vorgehen ist empörend. Wir verurteilen es auf das Schärfste. Unter Beteiligung staatlicher Stellen droht derzeit in Polen eine systematische Entrechtung von Lesben und Schwulen. Nicht genug, dass ein Outing oft den Arbeitsplatz kostet. Rechtskonservative Gruppen wollen selbst verhindern, dass lesbisch-schwules Leben zu einem öffentlichen Thema wird. Die alltäglichen Übergriffe, die Fälle von systematischer Unterdrückung und Diskriminierung von Lesben und Schwulen in Polen haben ein erschreckendes Ausmaß erreicht.

    Demonstrations- und Redefreiheit sind elementare Grundrechte der Demokratie. Wer Lesben und Schwulen die wichtigsten politischen Rechte verweigert, verlässt den europäischen Konsens. Wir setzen uns intensiv für die deutsch-polnische Freundschaft ein. Gerade deshalb erfüllt uns die Einschränkung der Grundfreiheiten mit größter Sorge. Wir fordern die Bundesregierung auf, die lesben- und schwulenfeindlichen Tendenzen in Polen deutlich zu verurteilen.
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#6 KOSCIUSZKO_SQUADRON_303Anonym
  • 24.11.2005, 10:10h
  • Ich freue mich sehr über eure Demo.Ein besseres Weihnachtsgeschenk könnt ihr Kaczynski und PiS nicht machen.Es wird die alte politische Regel greifen-eine Bedrohung von Aussen stärkt die Regierung in Inneren.Wenn diese demo stattfindet und sie in Polen bekannt wird,dann hat die PiS minimum 5% mehr in Umfragen am nächsten Tag.Eure polnischen Freude scheinen das eigene Volk nicht zu kennen,wenn sie um solche Hilfe beten.Also viel Spass beim demonstrieren.
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#7 PepeAnonym
#8 NorbertAnonym
#9 PepeAnonym
  • 25.11.2005, 12:49h
  • @Norbert:

    Aber jetzt schweigt sie und sieht zu. Nach dem Motto: wir haben schon mal pseudomäßig was gesagt und damit ist gut. Bloß nicht zu viel für Menschenrechte und Bürgerrechte machen!

    Baroso ist ja Intimus von Frau Merkel - das sagt alles!
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#10 MikelAnonym
  • 25.11.2005, 18:51h
  • ....... oh mein Gott, was sind wir wieder betroffen. Und drum demonstrieren wir in der Sicherheit von Berlin. Nein nicht in Polen direkt, denn dort ist wahrscheinlich gerade kein Zimmer im Gayhotel zu finden oder die Gaysauna macht dort schon um 23.00 Uhr dicht.

    Nöö, dann doch lieber gemütlich durch die Reichshauptstadt und anschliessend noch bisschen shoppen.

    Bin bisher ja immer recht zufrieden mit Queer gewesen, doch diese permanente Kritik an Polen macht micht langsam sauer. Das hätte genauso im konservativen Altötting oder in Sachsen passieren können.
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