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Köln Der Streit um ein Dokument des Vatikans zu homosexuellen Priestern geht weiter. Am Mittwoch begrüßte die Deutsche Bischofskonferenz das Papier. In der Regel werde in den Priesterseminaren in Deutschland schon seit längerer Zeit entsprechend verfahren, erklärte der Vorsitzende der Konferenz, Kardinal Karl Lehmann. Die von Papst Benedikt XVI. gebilligte Instruktion sei daher "auch als Bestätigung des eigenen Wegs" zu sehen. Homosexuellen Menschen sei mit Achtung und Takt zu begegnen. Durch den Beruf als Priester ergebe sich laut dem Katechismus der katholischen Kirche aber eine "Beanspruchung des ganzen Menschen an Leib und Seele". Dazu gehöre eine "affektive Reife, die eine korrekte Beziehung zu Männern und zu Frauen einschließt", so Lehmann.
Der Verein Homosexuelle und Kirche wirft hingegen dem Vatikan vor, ein Klima der Einschüchterung zu schüren. Er sehe die Gefahr, dass Homosexuelle in ihrer Gewissens- und Redefreiheit eingeschränkt würden, sagte der Vorsitzende der ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche, Reinhold Wecker am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Schwule müssten dem Papier nach im doppelten Sinne keusch sein, also nicht nur nicht sexuell aktiv sein, sondern auch ihre sexuelle Neigung verstecken. Wecker verwies darauf, dass selbst die homosexuelle Verwurzelung dem Dokument nach ausreiche, um jemandem das Priesteramt zu verwehren. "Wir fürchten ein verschärftes Klima der Einschüchterung und des Versteckens. Das ist genau das, was Kirche nicht sein darf."
In deutschen Medien stieß das Dokument in fast allen Kommentaren auf Ablehnung. Der schwule "taz"-Redakteur Jan Feddersen kommentierte hingegen, es sei "selbstverständlich", dass nun festgeschrieben werde, dass das Zölibat auch für schwule Priester gelte. Er hält dem Vatikan zugute, die Diskriminierung Homosexueller gleichzeitig zu verurteilen. In einem weiteren Bericht schreibt Feddersen, die Missbrauchsfälle durch Priester in den USA seien, "die Brille der politischen Korrektheit einmal von der Nase gesetzt, augenscheinlich (...) ein Problem der homosexuellen Priesteramtskandidaten und ihrer bereits ordinierten Vorgesetzten". Eine Reaktion auf diese Fälle, wie sie das Dokument auch darstelle, sei "ohnehin fällig" gewesen, so Feddersen. (nb)



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48 Kommentare

#1 SvenAnonym
#2 aquarius40Anonym
  • 24.11.2005, 17:12h
  • Also nach Herrn Feddersen scheinen nun wohl alle Schwulen Kinderschänder zu sein. Mein Gott, in was für einer Welt lebt denn diese Person???

    Als ungeoutet schwuler Katholik war es die einzige Möglichkeit ohne viel Aufsehens sich der Weiblichkeit zu entziehen und der Allgemeinheit das Nachfragen, warum MANN nicht schon verheiratet ist, zu vereinfachen.
    Laut Statistiken geht seit Jahren hervor, dass über 75% der Priester schwul sind.

    Also hat nun die RÖMISCHE Kirche ein weiteres Nachwuchsproblem mehr, um neue Priester zu bekommen.

    GottSeiDank bin ich evangelisch!!
    Ich gehöre also nicht zur Gemeinschaft
    ' WIR SIND PABST '
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#3 LuxuriaAnonym
  • 24.11.2005, 17:23h
  • Feddersen hat den Schuss nicht gehört. "Homosexuelle Tendenten" müssen "überwunden" also "wegtherapiert" sein, damit man Priester werden darf. Fragwürdig, finde ich.

    Obendrein wird den Priestern die "Unterstrützung" der "Gay-Kultur" verboten, also ihre Meinungsfreiheit (immerhin ein Grundrecht) eingeschränkt. Das ist doch mehr als fragwürdig, oder?
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#4 AxelAnonym
  • 24.11.2005, 17:41h
  • @aquarius40
    Es ist nichts besonderes papstesel zu sein.
    man kann als ehemaliger hitlerjunge papst werden, aber nicht als schwuler pfarrer.

    Ratzinger zur HJ-Mitgliedschaft:
    "Offener Widerstand sei nicht möglich gewesen."

    Das Papstamt ist für den Ratzinger Sepp zu groß; er hat keine makellose weste; er kann barbarischen menschlichen gesetzen nicht widerstehen aber er verlangt von anderen, den natürlichen gesetzen zu widerstehen.

    das ist der typische deutsche gartenzwerg.
    und wahrlich diese zwerge werden heute überwiegend in polen hergestellt.
    wie im richtigen leben!
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#5 WolfgangAnonym
  • 24.11.2005, 17:43h
  • Ich schreibe das so lange, bis es nicht mehr nötig ist:

    NUR EIN TOTER PAPST IST EIN GUTER PAPST.
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#6 wolfAnonym
  • 24.11.2005, 18:10h
  • wenn diese situation nicht so saudumm und dämlich wäre.................., merkt die bande überhaupt nichts mehr ??????
    offensichtlich hat ein heteropriester keine probleme mit dem zölibat !
    dieser hausgemachte katholenzirkus ist eigentlich eine beleidigung an den rest der welt, wann zeigen christen endlich verantwortung und diesem verein was er verdient hat ?
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#7 quEErdENkerAnonym
  • 24.11.2005, 18:12h
  • habe da heute was im videotext gelesen, das eine sängerin nur aufgrund der tatsache, das sie für kondome warb, von einer veranstaltung in rom beim pabst ausgeschlossen wurde... die sind doch total behämmert!

    Menschenverachtener Spinner mit 5 Buchstaben?? P A B S T !!
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#8 madridEUAnonym
  • 24.11.2005, 18:19h
  • Man soll auch bei allem Missfallen objektiv und geschichtlich korrekt bleiben. In den letzten Kriegsmonaten konnten diese Jungs nur zwischen Volkssturm oder Liquidierung wählen. Dazu mussten sie automatisch in die HJ eintreten. Bin selber lutherisch getauft,religionslos erzogen und bedingungsloser Sympathisant von Zapatero, habe jedoch einschlägige Lektüre von und über Ratzinger erworben, um meine Gegner besser zu beurteilen.
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#9 eichhornAnonym
  • 24.11.2005, 18:55h
  • Als ich heute Morgen die taz in den Händen hielt, freute ich mich, mal wieder ganz Oben einen Hinweis auf ein Homosexuellen-Thema lesen zu dürfen (kommt bei der taz bekanntlich überdurschnittlich häufig vor). Doch als ich dann den Artikel Herrn Feddersens durchgelesen hatte, war ich mal wieder verwundert. Herr Feddersen erkennt die Dimension des Verbots der Unterstützung der Gaykultur und des Verbots des öffentlichmachen der eigenen Sexualität ganz offensichtlich nicht an. Wenn man seiner "akzeptiere in jedem Falle den Glauben anderer"- Argumentation folgen würde, wäre ganz schön was los hier (Toleranz hört da auf, wo sie sich selbst auslöscht). Es ist rein gar nichts zu Glauben zu sagen, doch wenn er anderen Menschen schadet, muss schluss sein.

    Glücklicherweise gibt es bei der taz neben Feddersen noch deutlich bessere (im Bezug auf ihre intellektuelle Intelligenz) Journalisten wie den ebenfalls Homosexuellen Elmar Kraushaar oder Bettina Gauss.
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#10 AxelAnonym
  • 24.11.2005, 19:21h
  • @madridEU
    ich verkenne die geschichte nicht, mein guter.
    widerstand war auch in dieser zeit möglich.
    die times zitiert bewohner von traunstein (heimat des inquisitors), die unter berufung auf widerstandskämpfer das gegenteil als ratzinger sagen.

    ich versuche stets objektiv zu urteilen, jedoch habe ich an den "stellvertreter" auch moralische ansprüche zu stellen.

    der preis in der hitler-diktatur für widerstand war hoch. er kostete das leben.
    was die kath. kirche sich nunmehr erlaubt, nennt man psychologische inquisition. auch diese kostet leben und hat schon viele leben gekostet. nur fließt dabei kein blut. töten kann man auch ohne blutvergießen.
    ich weiß wovon ich rede, denn ich habe den katholizismus in aller härte erfahren.
    ich hasse und bekämpfe die römische kirche, zum teufel mit ihr und ihren häretikern.
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