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  • 24. November 2005, noch kein Kommentar

1,6 Millionen Tickets an einem Tag – das bedeutet Weltrekord. Zwischen Werbetrommel, Tratsch und pikanten Fotos erschien seine neue CD.

Von Jan Gebauer

Ich erinnere mich noch sehr gut, als ein Freund mich heulend anrief, weil er keine Tickets mehr für das Madonna-Konzert 2002 in Köln bekommen hatte – was kurz darauf ohnehin abgesagt wurde. So ähnlich muss sich auch meine Mutter gefühlt haben – nur dass es diesmal nicht Madonna, sondern Robbie Williams gewesen ist, dessen Karten sich so schnell (aus)verkauften, dass die Gute keine Chance mehr hatte, eine zu ergattern. Insgesamt 1,6 Millionen Karten wurden weltweit abgesetzt. Damit darf der sich der Engländer über einen Eintrag im "Guiness-Buch der Rekorde" freuen, denn bisher hielt die Boy-Band N'Sync den Ticket-Rekord mit über einer Millionen verkaufter Einheiten. Passend zu der neuen Tour und dem aktuellen Album "Intensive Care", kümmerte sich Williams auch intensiv um die Klatschspalten. Vom "kleinen Williams" (queer.de-News) bis hin zu der Tatsache, dass auf seinem neuen Album ein Song namens "Your Gay Friend" enthalten ist (queer.de-News). Dabei hat "Intensive Care" viel mehr zu bieten als den Song über einen vermeintlich schwulen Williams, der eigentlich lieber eine Frau in die Kiste bekommen möchte.

Williams' Musik ist klüger und spannender strukturiert als früher. Williams und Co-Produzent Stephen Duffy "klauen" sich geschickt durch vier Jahrzehnte Popgeschichte, bedienen sich bei Bowie, bei dem Electric Light Orchestra und bei "A Place To Crash" frech bei den Rolling Stones. Williams lässt pompösen Orchestral-Pop aufleben, erlaubt aber auch zarte Momente ("Make Me Pure"), wo er auch seine ausdrucksstarke Stimme in den Vordergrund treten lässt. Eighties-Pop, Folk, Reggae – auch seine aktuelle Smash-Hit-Single "Tripping" ist ein Kaleidoskop bemerkenswerter Ideen. Abgesehen von diesem temporeichen Highlight klingt der Rest des Albums sehr zurückgenommen. Offensichtlich haben Duffy und Williams versucht, auf die Kritik zum letzten Album einzugehen und den Songs wieder ein bisschen mehr Qualität und Tiefgang zu geben. Nicht alles ist dabei perfekt gelungen - "Spread Your Wings" könnte auch von einer x-beliebigen Eurovisionskapelle sein – aber insgesamt bleibt der Eindruck gut.

Fazit: Robbie Williams bietet auf "Intensive Care" das, was von ihm erwartet wird: Eingängige Popsongs mit Ohrwurm-Charakter. Weltstar bleibt Weltstar.

Anspieltipps: "Tripping", "Make Me Pure", "Your Gay Friend", "The Trouble With Me"

Für alle, die sich gerne 2006 vor den Stadien postieren möchten, um wenigstens etwas von Mr. Williams und seinen Konzerten zu erhaschen, hier die Tour-Daten: Die Welttour beginnt am 10. April in Südafrika. In Deutschland spielt der 31-Jährige zum ersten Mal am 10. Juli 2006 in Dresden. Danach folgen Hamburg (14./15.7.), Berlin (27.7.), München (1./2.8.), Köln (8./9.8.) und Hockenheim (12.8.). Seine Konzertreise endet am 15. September im Londoner Wembley-Stadion.

24. November 2005



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