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  • 25. November 2005, noch kein Kommentar

Sie verzaubert ähnlich leise wie Norah Jones und hat sogar einen Song von Schwulen-Ikone Diana Ross im Gepäck: Newcomerin San Glaser.

Von Jan Gebauer

San Glaser betritt die Bühne und es verbreitet sich der Charme einer Frau, die es versteht, ihr Publikum zu bezaubern. Reduziert sind ihre Bewegungen und doch erlebt man die Anteilnahme und Leidenschaft einer Sängerin und Songwriterin, die was sie denkt schreibt und was sie fühlt singt. Begonnen hatte alles am Musikkonservatorium in Hilversum, wo die Tochter einer niederländischen Mutter und eines indonesischen Vaters Gesang und Musikpädagogik studierte. Es folgten Live-Auftritte auf europäischen Bühnen und verschiedene Stationen, unter anderem bei der Jazzkantine und den Harlem Voices. Zuletzt gastierte San Glaser bei Orange Blue, mit denen sie als Backgroundsängerin auf Tour war. Auch dort fiel ihre samtig-weiche und ausdrucksstarke Stimme auf. Ihre Musik erinnert teilweise an die Musik von Norah Jones. Diese Ähnlichkeit ist der gebürtigen Holländerin durchaus bewusst: "Ich bin ja auch nicht angetreten, um etwas zu machen, was noch nie einem Menschen vor mit eingefallen ist."

Behutsam wurden ihre Ideen, zusammen mit dem Produzenten und Schlagzeuger Martin Langer (u. a. tätig für Stefan Gwildis) umgesetzt. Mit hochtalentierten und hervorragenden Musikern entstanden bei den Sessions Songs, die Glasers Talent als Sängerin und Songwriterin eindrucksvoll unterstreichen. Musikalisch bewegt sich ihre Debüt-Album "Never In Vain" zwischen Jazz, Soul und Pop. Die meisten ihrer Songs kommen leise, eher unauffällig daher und graben sich erst nach wiederholtem Hören so richtig in die Gehörgänge ein. Mit "Talk To Me" hat sie dann aber einen regelrechten Ohrwurm im Repertoire, der auch im Radio ordentlich abräumen könnte. Und schwule Diven-Fans dürften wahrscheinlich bei dem Diana-Ross-Remake von "Theme from Mahogany (Do You Know Where You Going To?)" hellhörig werden. Mit frischem Soulwind und glänzendem Horn-Arrangement liegt diese Fassung noch vor den Cover-Versionen von Mariah Carey und Jennifer Lopez.

Fazit: Eine sehr schönes, geschmeidiges Debüt einer angenehmen Stimme. Für die raue Jahreszeit der perfekte Soundtrack.

Anspieltipps: "Talk To Me", "Theme From Mahogany", "All Of My Life", "Don't Hold Back"

25. November 2005