Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?3941

Berlin (queer.de) - Mit Protestveranstaltungen in mehreren Städten haben am Wochenende in Polen mehr als 1.000 Menschen für mehr Rechte für Schwule und Lesben demonstriert. Allein in Warschau versammelten sich am Sonntag mehr als 1.000 Aktivisten unter dem Motto "Wiederbelebung der Demokratie - der Gleichheitsmarsch geht weiter". Die Behörden in Posen hatten eine Woche zuvor eine entsprechende Demonstration von Schwulen und Lesben verboten. In Danzig ging die Polizei mit Schlagstöcken gegen rechtsgerichtete Gegendemonstranten vor, die einige der rund 200 Aktivisten angegriffen hatten, wie die Nachrichtenagentur PAP berichtete. Auch in Lodsch, Torun und Krakau gab es Proteste gegen die Regierung.

In Berlin kamen am Samstag über 50 Demonstranten vor der polnischen Botschaft zusammen, ein Protest ohne Botschafter zwar, aber mit Medien: "Spiegel Online" berichtete ebenso wie "gazeta.pl" und das polnische Fernsehen. Auch in der Europäischen Union regt sich Widerstand. Nachdem die EU-Kommission Polen bereits ermahnt und einen Verlust des Stimmrechts angedroht hatte, regte nun die liberale Europaabgeordnete Sarah Ludford eine Bestrafung Polens an. Als Mitglied einer überparteilichen Gruppe des Parlaments zu den Rechten von Lesben und Schwulen sei sie enttäuscht gewesen, als sie im Sommer als Antwort erhielt, das Verbot des Warschauer CSDs sei eine Frage des nationalen Rechts gewesen. Seitdem Warschaus Bürgermeister Lech Kaczynski Präsident ist, sei aber mehr Handeln angebracht, so die Abgeordnete aus London. Inzwischen hat sich auch amnesty international der Lage in Polen angenommen und die Regierung aufgefordert, für die Einhaltung der Menschenrechte zu sorgen. (nb)



#1 wolfAnonym
  • 28.11.2005, 17:29h
  • man mag es kaum glauben, aber es wird widerstand geleistet, prima, die brüder müssen lernen, dass es so nicht geht !
  • Antworten » | Direktlink »
#2 StefanAnonym
  • 29.11.2005, 14:17h
  • Neben Berlin fand am Wochenende ebenfalls in London eine Protestkundgebung vor der polnischen Botschaft statt.
    Die Einschränkung der Demonstrationsfreiheit in Polen verurteilten unterdessen nicht nur von den Grünen, sondern auch die FDP.
    Angela Merkel wurde nun von den Lesben und Schwulen in der Union (LSU) aufgefordert, die homophoben Vorfälle während ihres Staatsbesuches am 2. Dezember in Polen deutlich anzusprechen. Unterstützung in diesem Anliegen erhalten sie auch von den Schwusos.

    Mehr:
    kuechenkabinett.org/archives/2005/11/28/ein_schwarzer_tag_mi
    t_folgen.html
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Sascha @ StefanAnonym
#4 StefanAnonym
  • 30.11.2005, 18:16h
  • @Sascha: Uups, ich hatte mich schon gewundert, diese Meldungen im vorbildlichen Nachrichtenangebot von Queer.de nicht zu finden.
  • Antworten » | Direktlink »