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Köln (queer.de) - Der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. (KLuST), Veranstalter des CSD Köln, hat zu einer Demonstration vor dem polnischen Generalkonsulat in Köln aufgerufen. An diesem Samstag soll ab 14 Uhr vor dem Gebäude in der Lindenallee 7 "für die europaweite Achtung der grundlegenden Menschenrechte auch für Lesben und Schwule" demonstriert werden und zugleich "ein Zeichen der Solidarität mit den mutigen polnischen Aktivisten" gesetzt werden, "die trotz der Widerstände und der staatlich unterstützen Verfolgung unbeirrt für mehr gesellschaftliche Akzeptanz und rechtliche Gleichstellung kämpfen." Die Situation von Schwulen und Lesben in Polen beschäftigen inzwischen auch den Bundestag. In einer Kleinen Anfrage will die Grünen-Fraktion von der Bundesregierung wissen, wie sie sich gegenüber Polen "dafür einsetzt, dass die Meinungs-, Rede- und Versammlungsfreiheit in dem Nachbarland im Hinblick auf das Thema Homosexualität gewahrt und durchgesetzt werden kann". Es wird aber nicht gefragt, ob die alte Bundesregierung in der Sache tätig wurde. (nb)



#1 Georg und JörgAnonym
  • 01.12.2005, 20:28h
  • Nachfragen erscheinen hier wirklich dringend geboten. In der F.A.Z. erklärte der polnische Ministerpräsident Kazimierz Marcinkiewicz im Interview allen Ernstes:

    FAZ: Ihre Partei lehnt aus religiöser Überzeugung Homosexualität ab, der künftige Präsident Lech Kaczynski hat als Bürgermeister von Warschau Schwulendemostrationen verboten. Gilt das Demonstrationsrecht nicht für Homosexuelle?

    KM: Wir respektieren die Freiheit aller Menschen und sind überzeugt, daß die verfassungsmäßigen Rechte aller Bürger gewahrt werden müssen. Während der Diktatur hat man uns für diese Überzeugung verhaftet. Die polnische Verfassung schützt aber nicht nur die Rechte des Einzelnen, sondern auch die der Familie. Wir wollen niemandem seine Freiheit nehmen, und wir schauen niemandem ins Schlafzimmer, aber wir wollen, daß in der Öffentlichkeit nur das geschieht, was die Verfassung vorsieht.

    FAZ: Verletzen Schwulendemonstrationen die Rechte der Familie?

    KM:Sie können diese Rechte verletzen. Das ist wie mit Pornoheften. In der Buchhandlung legt man solche Hefte schließlich auch ganz oben auf das oberste Regalbrett, damit die Kinder sie nicht sehen können.
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#2 MikelAnonym
  • 02.12.2005, 12:18h
  • Also diese Damen und Herren von KLUST verdienen wirklich einen Friedensnobelpreis. Mitten im erzkonservativen und schwulenfeindlichen Köln kämpfen sie für Homosexuelle in Polen. Wahnsinn, was dort in Köln alles hätte passieren können und trotzdem nehmen diese Herrschaften die Gefahr auf sich und zünden Kerzen an.Volle Hochachtung für diese unglaubliche Tat, jetzt fühle ich mich als Schwuler in der Provinz wirklich von diesem Verein vertreten.........Klar nach Polen reisen wäre auch möglich gewesen, jedoch hätte man es ja dann nicht mehr rechtzeitig zur grossen Gala am Wochenende geschafft.....
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#3 martinAnonym
  • 02.12.2005, 12:21h
  • @Mikel

    genau, besser nix tun und motzen. damit wird die welt gerettet. oder bist du etwa in polen auf die barrikaden gegangen?
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#4 MikelAnonym
  • 02.12.2005, 12:50h
  • Martin, gratuliere, dass Du bereits nach ca. 180 Sekunden auf meinen Kommentar reagiert hast. Ein Schelm wer Böses dabei denkt...

    Zu Deiner Kritik, mein Liebster ist Pole und ich bin entsprechend häufig dort. Umso mehr bin ich von dieser unerträglichen Hetze gegen das Land entsetzt. Kein Frage, dass die Konservativen gegen Homosexuelle agieren, doch das machen Teile der CSU auch. Ich finde nur diese permanenten Pauschalierungen POLEN-PAPST-KATHOLISCH-KONSERVATIV-SCHWULENFEINDE unwahr, da Polen auch eine breite linke Bewegung hat und diese in den obigen Vorurteilen untergeht. Mit derartigen Pauschalisierungen können wir sicher keine ernsthafte Auseindersetzung um diese wichtigen Fragen führen.
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