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Washington (queer.de) - Der Autokonzern Ford hat in den USA fast alle Anzeigen in Homo-Medien storniert. In der letzten Woche kündigte die Anzeigenagentur des Konzerns an, in Homo-Medien alle Anzeigen für die Marken Jaguar und Land Rover zu stoppen, die Marke Volvo soll jedoch vorerst weiter promotet werden. Während unklar ist, ob es tatsächlich einen Zusammenhang gibt, sprach die American Family Association von einem Sieg. Die anti-schwule Organisation hatte ihre Mitglieder zu einem Ford-Boykott aufgerufen. (nb)



22 Kommentare

#1 DizAnonym
  • 06.12.2005, 17:25h
  • idioten!
    Die haben das Marketing mit den Dinks echt noch nicht verstanden.
    Aber was solls, ich will eh nicht m´nur eine Zielgruppe sondern gesellschaftlich anerkannt sein. Wozu Marketing großer Marken in Schwulenzeitschriften nicht wirklich beiträgt, da es außer uns ja eh keiner mitkriegt. Ach doch, die konservativen Christen natürlich...
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#2 michaelAnonym
  • 06.12.2005, 17:42h
  • Wie sagte jener:
    ...als wir Brause tranken, dann auf Weisswein umstiegen und nun muss es aber Kaviar mit Moët Chandon sein...

    ich denke das schmusen mit der knete,
    hat sich nur für die gerechnet, die sie
    kassierten.

    gestern noch den konsumfreudigen schwulen als objekt der begierde entdeckt
    wird er heute zum umsatzhindernis.

    das roll-back läuft: rom, ford, kreationisten,
    neo-liberale, die existenzangst zunehmend
    rechts ventilieren lassen u.v.a.m.

    vielleicht führt der anzeigenrückzug für
    diese nobelmarken zum wirtschaftlichen
    untergang von neo-liberalen agenten in
    den eigenen reihen. meist wird in publikationen mit nobelmarkenwerbung,
    auch inhaltlich das passende lied gesungen. wenn die verstummen ist das
    kein verlust, aber eine meldung wert.
    daran lässt sich hübsch zeigen, was das
    primat hat. old-fashioned: das kapital
    gehts dem schlecht sollten sich bewegungen warm anziehen.
    designer klamotten mein ich damit nicht.
    vielleicht sollte man so ganz nebenbei und
    unaufgeregt mal in erfahrung bringen, wie bewegungen in krisen reagieren können.
    und wo ´s vielleicht natürliche partner gibt.
    natürlich im ökonomischen sinn.
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#3 TimAnonym
  • 06.12.2005, 17:51h
  • Ford ist also eingeknickt!!

    Wenn die Konservativen uns mit wirtschaftlichem Druck zusetzen wollen, wird es Zeit, dass auch wir uns unserer Marktmacht bewusst werden und sie auch nutzen!!
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#4 holga-waldaAnonym
  • 06.12.2005, 17:58h
  • Henry Ford war der amerikanische
    Herausgeber von "Mein Kampf", Adolf Hitler.

    Ford Werke in Deutschland (Köln, Berlin), produzierten viele Fahrzeuge der Deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Ford erklärte, die Kontrolle über das deutsche Werk verloren zu haben, wohl um sich des Gerüchtes zu entledigen, man habe vom Zweiten Weltkrieg profitiert. Tatsache ist, dass bis zur Kriegserklärung Deutschlands gegen die USA annähernd die Hälfte der Aktien in deutscher Hand waren und die Werke ab diesem Zeitpunkt durch den Reichskommissar für die Behandlung feindlichen Vermögens verwaltet wurden. Jedoch wurden die Ford Werke in Köln niemals von den Alliierten bombardiert und Ersatzteile aus der Produktion von Ford Deutschland passten mühelos an US-Fahrzeuge aus der laufenden Kriegsproduktion.

    Ach übrigens Zwangsarbeiter gab´s dort
    auch.
    Gegen das vergessen, so lebt Pierre Seel
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#5 MalteAnonym
  • 06.12.2005, 18:05h
  • "Ford ist also eingeknickt!!

    Wenn die Konservativen uns mit wirtschaftlichem Druck zusetzen wollen, wird es Zeit, dass auch wir uns unserer Marktmacht bewusst werden und sie auch nutzen!!"

    Genau Deiner Meinung!

    Leider ist das nicht so einfach, da es keine zentralen Listen mit besonders homofreundlichen und besonders homofeindlichen Unternehmen gibt (auf solch eine Liste im Internet warte ich schon lange).

    Aber immer dann, wenn uns (wie in diesem Fall) so ein Verhalten bekannt wird, sollten wir auch unsere Konsequenzen ziehen!!

    Nur, wenn auch wir uns unserer Marktmacht bewusst werden und sie auch nutzen, können wir Dinge ändern! Ansonsten wird die Konservatisierung der Welt weiter voran schreiten!
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#6 RalfAnonym
#7 michaelAnonym
  • 06.12.2005, 18:18h
  • @tim:
    theoretisch ist der ansatz gut aber alt
    und von denen schon durchgerechnet.
    die wissen exakt von welchem potential
    sie sich trennen..
    die schielen auf die kids der klassischen
    heterofamilie, da sie die wirtschaftszahlen
    und -blasen kennen.
    du wirst dich noch wundern, wer sich bei
    verschärfender neo-liberaler krise in allen
    konsumbereichen von der schwulen zielgruppe abwendet oder wegschleicht.
    wir als zielgruppe stagnieren biologisch halt bei 10-20 % der bevölkerung, die evolution will ´s so. das pressionspotential der rechten ist von natur aus groß und in krisenzeiten fast erstickend aufblasbar.
    der anfang von "randgruppen" mobben ist
    längst gemacht.
    vielleicht schlagen hellere köpfe im forum
    ausgefeiltere gegenstrategien vor ?
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#8 TracerCGNAnonym
  • 06.12.2005, 20:18h
  • Leute, ich denke ein etwas rationalerer Ansatz währe hier angebracht. Ford ist eingeknickt??? Ich frage mich wo?

    Die Meldung sagt lediglich das Jaguar (eine von fünf Tochtermarken) in 2006 keine direkt auf GLBT Kundschaft zugeschnitten Anzeigen schalten wird. Der Grund dafür ist aber eher in der fehlenden Affinität der Zielgruppe zu den Jaguar Produkten zu suchen als in dem Protest einer radikalen Extremistengruppe wie der AFA (die in Amerika eh keiner ernst nimmt). Volvo hingegen hat klar gesagt das sie das auch weiterhin tun. Die Entscheidung wurde übrigens auch erst 5 Tage nach dem Ende des (erfolglosen) AFA Boykott bekannt gegeben. Fakt ist weiterhin das Ford von diesem ganzen Tanz überhaupt nicht betroffen ist. Ford hat schon seit Jahren regelmäßig Anzeigen in den schwul / lesbischen Magazinen geschaltet und wir das auch weiterhin machen. Die AFA hat jetzt, nach 10 Jahren Disneyboykott und 8 Monaten Boykottdrohung bei Ford beschlossen MTV zu boykottieren. Ich bin sicher die Verantwortlichen zittern schon ;-)

    Im übrigen ist Ford einer der Pioniere auf dem Gebiet Diversity und hat als einer der ersten Großunternehmen weltweit gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften erkannt und gleichgestellt und ein umfangreiches Programm zur Wertschätzung von Unterschieden fest in der Firmenphilosophie installiert. Auch daran ändert sich in Zukunft nichts. Wer Infos über das Engagement von Ford auf diesem Gebiet haben möchte kann sich diese unter
    www.ford.de/ie/ueber-ford/-/uford12/-/-/-/-#
    ansehen.
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#9 bäume-freundAnonym
  • 06.12.2005, 20:27h
  • also vorsicht, ohne jetzt wieder eine weitere diskussion anfachen zu wollen, bringe ich jetzt mal die zahlen 5-10% ins spiel.

    wenn wir dann auch noch darüber reden, wer sich designer-klamotten kauft oder wer so viel geld hat, dass er sich das wunschauto (und vor allem die marke) aussuchen kann, sehe ich nicht mehr viele prozente und damit auch kaum marktmacht.
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#10 SvenAnonym
  • 06.12.2005, 20:38h
  • Was denn, Michael?

    Z.B. Bombenanschläge?
    Politische Macht geht nicht, haben ja keine Mehrheit.
    Es geht nur über Geld oder Gewalt, wenn wir von Macht sprechen.
    Mitleid ist ja nicht gerade das, was wir wollen, sondern Gleichberechtigung.
    Dem Mob geht's schlecht, der stürzt sich auf alles, was er bekommt: Juden, Ausländer, Schwule ...
    Leider hat in einer Demokratie Intelligenz nur eine Ausführende Rolle.
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