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  • 07. Dezember 2005, noch kein Kommentar

Schlaftrunkend auf dem Cover: Anastacias "Pieces of a Dream" versammelt ihre bisherigen Hits.

Von Jan Gebauer

"Ich stehe nicht so auf diese Po-Bilder und den Unterwäsche-Kram. Ich finde es viel erotischer, etwas der Phantasie zu überlassen", sagte Pop-Sirene Anastacia unlängst zum Online-Magazin "contactmusic.com". Das Cover ihres neuen Albums "Pieces of a Dream" spricht da aber eine ganz andere Sprache: Lasziv räkelnd blitzt doch tatsächlich ein Negligee hervor. Davon abgesehen versammelt die "Greatest-Hits"-Sammlung die zahlreichen Erfolge von Anastacia und das nach nur drei Studio-Alben. Zusätzlich wurden vier neue Songs und ein Megamix dazu gepackt. Die Amerikaner werden wahrscheinlich müde abwinken, schließlich erreichte sie in den USA nur einmal die Pop-Charts: 2000 mit "I'm Outta Love" langte es gerade mal für einen mageren Platz 92. In Europa sah es schon ganz anders aus, denn hier gelangte der Song eigentlich überall unter die ersten Zehn – der Startschuss zu einer der erfolgreichsten Karrieren einer Sängerin in den letzten fünf Jahren. In den USA vermochte sie danach nur die Dance-Charts zu bereichern – allerdings immerhin mit dem ein oder anderen Nummer-eins-Hit.

"Paid My Dues", "One Day In Your Life", "Left Outside Alone" und "Sick and Tired": Anastacias Songs haben Kraft und Power – was sie vor allen Dingen auch der deftigen Soul-Stimme der Sängerin zu verdanken haben. Diese ist über jeden Zweifel erhaben und verleiht auch den Balladen wie "Cowboys & Kisses" und "Heavy On My Heart" die nötige Tiefe. Und bei den neuen Titeln ist ebenfalls genug Hit-Material dabei, dass wir Anastacia sicher in den nächsten Monaten noch oft in den Charts sehen werden. Schließlich singt bei "I Belong to You" niemand Geringerer als Italo-Schmalz-Backe Eros Ramazotti mit Anastacia im Duett. Das brachte ja schon Cher und Tina Turner Glück.

"Pieces of a Dream" erscheint sowohl als reguläres Album als auch als Special-Edition mit Bonus-CD. Darauf enthalten sind 14 Remixe – die sicher auch in den US-Clubs gelaufen sind. Somit ein guter Weg, um einen Eindruck zu gewinnen, wie die Amis die Lady wahrnehmen.

Fazit: Ob nach drei Alben eine "Greatest-Hits"-Sammlung wirklich sein muss, ist durchaus streitbar – an den enthaltenen Songs gibt es aber nichts zu meckern. Die erfolgreichen Singles sind alle drauf – auch jene die nicht unbedingt den Sprung unter die Top-Ten schafften. Hatten die Studio-Alben noch das ein oder andere Füllmaterial am Start, kommt bei "Pieces of a Dream" nie Langeweile auf.

Anspieltipps: "I'm Outta Love", "Left Outside Alone", "One Day In Your Life", "Paid My Dues", "Cowboys & Kisses"

7. Dezember 2005