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Die Nummer eins der aktuellen US-Dance-Charts: Die Eurythmics veröffentlichen aber nicht nur eine "Ultimative Collection" mit neuer Hit-Single.

Von Jan Gebauer

Annie Lennox und David A. Stewart haben als Eurythmics mittlerweile auch schon fast 25 Jahre Musikgeschäft auf dem Buckel – dabei waren sie in den letzten 15 Jahren bis auf das verschlafene Album "Peace" (1999) eher mit ihren Solo-Karrieren beschäftigt. "Ultimate Collection" wärmt in digital remasterter Form nochmal die größten Hits der Eurythmics auf – inklusive zweier neuer Tracks: "I've Got A Life" steht derzeit auf Platz eins der US-Dance-Charts, erinnert an ihre Synthi-Pop-Kracher der frühen 80er Jahre und die Ballade "Was It Just Another Love Affair?" kuschelt sich am Ende der Hit-Sammlung in die Gehörgänge. Ansonsten gibt es die hinlänglich bekannten Evergreens wie "Sweet Dreams", "Here Comes The Rain Again" und "There Must Be An Angel". Die Songs haben nichts von ihrer Ausstrahlung eingebüßt – zeitlos brillant klingen die Meisterwerke auch heute noch. Fans werden trotzdem einige Hits vermissen, insbesondere jene vom Album "We Too Are One" (1989), denn diese wurden gleich alle unterschlagen. Selbst "Sex Crime" wurde ausgeklammert! Dafür sind die Schleicher der 90er Jahre, "I Saved The World Today" und "17 Again", beide vertreten. Warum aber, nachdem zwischen der letzten "Greatest-Hits"-Sammlung (1991) und "Ultimate Collection" nur ein Studio-Album erschien, nicht mal wieder ein neues Eurythmics-Werk drin war, bleibt offen.

Fazit: Sollte jemand noch kein Eurythmics-Album besitzen, ist die "Ultimative Collection" ein Gewinn. Starke, zeitlose Klassiker und zwei neue Songs reihen sich nahtlos aneinander. Die Lücken schmerzen allerdings schon!

Anspieltipps: "Sweet Dreams", "There Must Be An Angel", "The Miracle Of Love", "Here Comes The Rain Again"

Als Trostplaster erscheinen parallel zu "Ultimate Collection" auch alle acht alten Alben der Eurythmics im digital überarbeiten Sound. Dazu hat man aus den Archiven noch jede Menge interessante B-Seiten, Remixe und unveröffentlichte Songs als Bonus-Tracks gepackt. queer.de hat nochmal alle Alben gecheckt und mit Hilfe von Sternchen bewertet (Legende dazu im Anschluss): Mit "In The Garden" (1981, *) gaben die Eurythmics 1981 ihr noch etwas düsteres Debüt. "Sweet Dreams (Are Made Of This)" (1983, ***) etablierte das Duo auf Anhieb als Superstars zwischen New Wave und Synthie-Pop. Der Titelsong gilt auch heute noch als einer der besten und charismatischsten 80er-Jahre-Hits überhaupt. Das ebenfalls sehr Synthie-lastige Album "Touch" (1983, **) präsentierte nicht nur einen ureigenen Sound, sondern auch eine ansehnliche Palette von Hits wie "Here Comes The Rain Again" und "Who's That Girl". Der Soundtrack zu dem Film "1984" (*) mit dem Hit "Sex Crime" erschien als Seitenprojekt - und wurde dieses Jahr nicht als überarbeitete CD veröffentlicht. Mit "Be Yourself Tonight" (1985, ***) kultivierten die Eurythmics ihren Stil und kreierten gleichzeitig das Meisterwerk ihrer Karriere. Weitaus poppiger und mit einem guten Schuss Soul versehen, enthält das Album eigentlich nur Hits (darunter "It's Alright", "Would I Lie To You?"). Stargäste wie Aretha Franklin, Stevie Wonder oder Elvis Costello runden das perfekte Bild ab.

Der Schritt in Richtung Mainstream vollzog sich mit "Revenge" (1986, **). Das Album enthält eine ausgewogene Mischung aus Pop und Rock – Hits wie "Thorn In my Side" oder "When Tommorrow Comes" sind auch heute noch Radio-Favoriten. Auf "Savage" (1987, **) experimentierten die Eurythmics wieder mehr. Zwischen schroffen Dance-Klängen mixte das Duo klare Rock-Linien und bettete diese in launige Pop-Melodien ein. Die Singles waren bei weitem nicht so erfolgreich wie zuvor – darum verkaufte sich "Savage" ungerechterweise eher mittelmäßig. "We Too Are One" (1989, **) ließ die Erfolgskurve wieder nach oben zeigen. Hier zeigte das Duo von allem ein bisschen: Starke Balladen wie "Angel", Exzentrik bei "You Hurt Me (And I Hate You)" und beißende Amerika-Kritik mit "The King & Queen Of America". Mit "Greatest Hits" (1991, ***) gab es zum vorläufigen Abschied eine exzellente Hit-Zusammenstellung. Danach folgte ein Live-Album ("Live 1983-1989", 1993, *) mit alten Aufnahmen, bevor nach zahlreichen Solo-Werken die Comeback-CD "Peace" (1999, *) erschien. Die Songs auf diesem Album zeigten die Eurythmics so zahm wie nie zuvor – allerdings gab es nach der Veröffentlichung eine umjubelte Welttournee. 2005 folgte dann die "Ultimate Collection" (**).

Wer nun gleich alle remasterten Studio-Alben haben möchte, kann sich auch "Boxed" kaufen – hier sind alle acht CDs enthalten.

Sternchen-Legende: * = nur für Fans, ** = gutes Werk, *** = ein Muss!

13. Dezember 2005



#1 DJ SFDAnonym
  • 14.12.2005, 18:41h
  • ich als DJ,kann dieses Album nur empfehlen..,die neue Single geht sofort ins Ohr!!

    Geheimtip,bei CDwow besonders günstig
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#2 HansAnonym
  • 22.12.2005, 10:17h
  • Nach "Greatest Hits" vor 14 Jahren braucht man mal wieder etwas Geld. Anders kann man sich die Veröffentlichung nicht erklären.
    Zwar wurde "Ultimate Collection" digital remastered was zum Kauf anreizen soll und ein neuer Song wurde ebenfalls beigesteuert. Ob das zum Kauf führt bezweifel ich doch sehr.
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