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  • 17. Dezember 2003, noch kein Kommentar

Washington US-Präsident George W. Bush hat sich in einem Interview des amerikanischen Fernsehsenders ABC für das Verbot der Homo-Ehe in der Verfassung stark gemacht. "Wenn nötig, werde ich einen neuen Artikel in der Verfassung unterstützen, der die Ehe zwischen Mann und Frau respektiert", so Bush. Hintergrund ist eine Entscheidung des Verfassungsgerichtes im Bundesstaat Massachusetts Mitte November – es hatte das Verbot der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare als Diskriminierung angesehen und die Staatsregierung aufgefordert, Schwulen und Lesben binnen sechs Monaten Hochzeiten zu ermöglichen. "Glauben Sie mir, das Gericht hat mit dieser Entscheidung seine Grenzen überschritten.", erklärte Bush hierzu. "Ich glaube, dass die Ehe heilig ist." Konservative Abgeordnete fordern bereits seit Jahren einen Zusatz zur Verfassung, der die Homo-Ehe verbietet. Im Moment liegt ein Entwurf im Repräsentantenhaus vor, der von 100 Abgeordneten eingebracht wurde. Dieser Zusatz würde jegliche staatliche Anerkennung von homosexuellen Beziehungen verbieten und damit bereits erreichte Fortschritte - zum Beispiel in der Rentenversicherung - wieder zunichte machen. Allerdings gibt es für den Verfassungszusatz hohe Hürden: In beiden Kammern des Parlaments ist eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich und drei Viertel der Staaten müssen diesem so genannten "Constitutional Amendment" zustimmen. In den letzten 50 Jahren gab es gerade mal fünf Verfassungszusätze. Homogruppen reagierten verärgert auf das Interview: "Das ist eine Kriegserklärung gegen Schwule und Lesben in Amerika", so Matt Foreman von der Gruppe NGLTF. (dk)