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Tupelo/Missisippi (queer.de) - Die American Family Association (AFA) droht wieder mit einem Boykottaufruf gegen Ford, weil der Autokonzern seinen Werbestopp in Homo-Medien rückgängig gemacht hatte. "Wir wollten lediglich, dass Ford im Kulturkrieg neutral bleibt und keine Gruppen unterstützt, die sich für die gleichgeschlechtliche Ehe einsetzen", so AFA-Chef Donald Wildmon. "Wir hatten ein Abkommen mit Ford. Wir überlegen nun, wie wir auf die Verletzung dieses Abkommens reagieren." Ford hatte zuvor angegeben, der Werbe-Stopp in Homo-Medien hätte ausschließlich wirtschaftliche Gründe. Nach Protesten von Homo-Aktivisten hat der Konzern gestern seine Entscheidung allerdings wieder zurückgenommen. Die in Mississippi angesiedelte AFA ist ein christlich-fundamentalistische Verein, der sich für "Familienwerte" einsetzt und nach eigenen Angaben über drei Millionen Mitglieder hat. (dk)



14 Kommentare

#1 dragonwarriorAnonym
  • 16.12.2005, 14:49h
  • so, und damit werden sie sich nun die sympathien bei ford schön verscherzen.

    in der chefetage scheinen, wenn man den links in kommentaren zu den älteren artikeln nachgeht schon einige schaum vor dem mund haben...

    insbesondere deshalb, weil der ganze wirbel auch noch ans tageslicht gebracht hat, was die AFA so über moslems und juden schrieb...

    ich habe im moment eher das gefühl bei ner fußballübertragung im fernsehen in zeitlupe ein klassisches eigentor zu verfolgen...

    *freu*

    auch druck will wohlfeil proportioniert sein, überspannt man den bogen, reisst die saite oder er bricht...
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#2 dragonwarriorAnonym
  • 16.12.2005, 14:55h
  • als nächstes ist übrigens WAL-Mart ein boykott angedroht...

    nun denn, dass ist einfach das einfachste, für die herr- und frauschaften um noch publicity erreichen...

    so kommen sie in die schlagzeilen...

    unter
    www.hrc.org
    gibts übrigens die möglichkeit, ford anerkennung auszusprechen. ich denke DAS ist auch ne gute sache, schulterklopfen aus der community, und dann noch weltweit, kommt gut
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#3 SaschaAnonym
  • 16.12.2005, 16:04h
  • @Dragon warrior: Insbesondere ist zu beachten, dass diese faschistische Gruppierung sich schon lange von den Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaates verabschiedet hat! Insofern gilt es auch klar zu unterscheiden zwischen legitimem zivilgesellschaftlichen Druck, der sich auf freiheitlich-demokratische Grundwerte und Menschenrechte beruft (da sehe ich nicht, wie man den "Bogen überspannen" könnte), und solchem, der eben letztere auf den Müllhaufen der Geschichte werfen möchte.
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#4 dragonwarriorAnonym
  • 16.12.2005, 16:18h
  • @sascha...

    *seufz* du kapierst es einfach nicht.

    druck auf die AFA entfalten: gerne, und das massiv...

    druck auf leute oder firmen zu entfalten, die schon auf unserer linie sind, oder uns große schritte entgegengekommen sind, verlangt eben jenes fingerspitzengefühl...

    das HRC hat genau das bewiesen und damit erfolg gehabt. die AFA beweist dies aber jetzt genau nicht, und setzt sich damit als ansprechpartner für ford weiter ins abseits. gut so...

    ich warte übrigens auch immernoch auf die beantwortung der frage, in welchen zusammenhängen du dich schwulenpolitisch engagierst.

    irgendwie ist es nämlich schon anstrengend immer wieder zu lesen, dass die, die nicht sofort draufhauen und boykotieren, oder die sagen, dass sie ihr schwulsein im alltag offen und selbstbewusst leben von dir belehrt werden, dass sie trotzdem unterdrückt werden und nur zu dumm oder zu unbewusst sind, es zu merken.

    damit schwingst du dich auf ein gewaltig hohes ross und ich denke nach der ganzen schelte auf die bewegungm, die du hier schon abgelassen hast (nicht unbedingt in diesem thread) und der völligen ignoranz der tatsache gegenüber, dass es sehr wohl internationale zusammenarbeit und internationale schwul-lesbische organisationen gibt, stellt sich mir die frage einfach sehr deutlich, was DU ganz persönlich dafür tust, das zu ändern oder zu verbessern, was deiner meinung nach nicht richtig läuft.
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#5 seb1983
  • 16.12.2005, 19:18h
  • @dragonwarrior:
    das fand ich ja mal richtig gut von dir :-)
    liegt gut auf meiner Linie
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#6 SaschaAnonym
  • 16.12.2005, 19:22h
  • Dragonwarrior, ich glaube, dass du derjenige bist, der hier so manches nicht kapiert. Hätten Homo-Bewegung und Homo-Medien nicht für entsprechenden Druck gesorgt und wären sie nicht ebenso sichtbar gewesen wie diese fundamentalistische Gruppierung, dann wäre das von dir so hochgejubelte Unternehmen unter Umständen sehr wohl auf deren Linie eingeschwenkt. Dass man beim Auftreten als starker zivilgesellschaftlicher Akteur auch Fingerspitzengefühl besitzen muss, das habe ich doch überhaupt nicht in Frage gestellt. Und dennoch muss man sich in aller Klarheit positionieren und auch für entsprechendes Bewusstsein in der Community sorgen - und eben letzteres ist meine ausdrückliche Intention hier!

    Deine Fragen bezüglich meiner Person tun in diesem Zusammenhang übrigens gar nichts zur Sache, denn ich spreche nur das aus, was ich für richtig und dringend notwendig halte. Dass ich mich in vielfältiger Hinsicht aktiv für diese Themen engagiere (auch beruflich), davon kannst du ohne jeden Zweifel ausgehen. Ich möchte hier aber nicht meine Person in den Mittelpunkt rücken, sondern vielmehr zum Nachdenken und Mitmachen anregen!!!
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#7 SvenAnonym
  • 16.12.2005, 22:30h
  • Bei dem ganzen Wirbel darf man aber auch nicht vergessen, dass Ford immer noch ein Konzern bleibt und keine Partei oder Bewegung ist. Da geht es nun mal letztendlich nur um Profit, wäre auch sonst wohl nicht mehr lange ein Großkonzern. Die müssen auch bedenken, dass 3 Mio Afas auch 3 Mio potentielle Kunden sein können, die Geld bringen.

    Um somehr "Hut ab", dass sie sich nicht letztendlich haben einschüchtern lassen.
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#8 seb1983
  • 17.12.2005, 15:34h
  • ob es wirklich 3mio Mitglieder sind kann man bezweifeln, nach eigenen Angaben kann man sich immer schön was zurechtlegen wie wichtig man doch ist.
    Da Ford mir persönlich jetzt auch nicht als das Gefährt der Musterchristen bekannt ist und man einen normalen Markenmix in der Gruppe voraussetzt dürften sich die tatsächlichen Folgen wohl in Grenzen halten. Ist mehr ne ideologische Sache....
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#9 TimAnonym
  • 17.12.2005, 20:15h
  • 3 Millionen Mitglieder?!

    Das ist ein Bruchteil der Anzahl homo-, bi- und transsexueller Männer und Frauen!! (Von deren Freunden und Familien oder anderen klar denkenden Menschen ganz abgesehen...)

    Ford wäre schön dumm, wenn sie auf diese Leute hören würden!!
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#10 beryAnonym
  • 18.12.2005, 12:25h
  • @Tim

    Es geht hier nicht um 3 Millionen, sondern um über 200 Millionen potenzieller Kunden in Amerika, und 1000000000 Kunden in der ganzen Welt. Die katholische Kirche steht ebenfalls hinter diesem Aufruf, und auch der Islam.
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