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Das Gericht habe ihm alles genommen – und das nur, weil er ein „prominenter Schwuler“ sei: „Das ist Diskriminierung“, meint der Schlagerstar Patrick Lindner, mit bürgerlichem Namen Friedrich Raab. Sein ganzes Leben sei er anständig gewesen und nun steht er am Pranger. Der 43-Jährige habe gar daran gedacht, sich umzubringen, verriet er der „Bunten“.

Der Stein des Anstoßes: Ein Urteil des Münchener Amtsgerichtes vom 9. Dezember. Richter Stephan Kroner verdonnerte den schwulen Schlagerstar wegen Steuerhinterziehung zu einer Geldstrafe in Höhe von 432.000 Euro. Das Gericht folgte in dem Indizienprozess der Ansicht der Staatsanwaltschaft, wonach Lindner zusammen mit seinem Lebensgefährten Michael Link zwischen 1993 und 1996 in seiner Villa gelebt hätten. Damit sei die steuerliche Absetzung der Miete durch Lindner Betrug gewesen.

Der Sänger hatte argumentiert, erst 1996 in die Wohnung eingezogen zu sein. Zudem, so Lindner gegenüber „Bild“, gelte man ja auch sonst für das Finanzamt nicht als Paar: „Ja, wir sind ein Paar, aber wir gelten vor dem Gesetz nicht als Paar. Wir beide zahlen mit 56 Prozent den höchsten Steuersatz, können gegeneinander weder Unterhalts- noch Rentenansprüche geltend machen.“ Der 36-jährige Link (Bild rechts) war entsetzt: „Warum sollte Patrick damals von mir keine Miete verlangen können, so lange wir nicht zusammen gelebt haben?“, fragt er.

Die finanzielle Lage des Paares ist nach dem Urteil schlecht: „Wenn wir tatsächlich zahlen müssen, ist das unser Ruin! Wir müssten ja nicht nur für die Strafe in Höhe von 432.000 Euro aufkommen. Hinzu kommen 166.000 Euro Nachzahlung plus Zinsen ab Juni 1996 und die Anwaltskosten. Das sind 700.000 Euro versteuertes Geld. Wir müssen alles verkaufen“, so Link gegenüber „Bild“.

Lindner will gegen das Urteil in Berufung gehen. „Wir werden kämpfen“, verspricht auch sein Lebenspartner.

17. Dezember, 15:34 Uhr

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#1 ThorstenAnonym
  • 28.12.2003, 13:09h
  • Tja, wer Steuern hinterzieht und erwischt wird, wird bestraft. Das geht auch dem Normalbürger so! Jahrelang wusste kein Mensch, dass Herr Lindner schwul ist. Heute versteckt beruft er sich darauf, als schwuler Prominenter benachteiligt zu werden. Sie machen es sich etwas einfach, Herr Lindner!
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#2 berndAnonym
  • 11.02.2004, 08:28h
  • Guten Tag.
    Wer sichnicht an die vorschriften hält, Steuern
    zu zahlen.der sollte sich nicht wundern, wenn
    er dabei erwisst wird.
    Ich muß aber auch sagenl, daß ich jahrelang nicht
    gewusst habe, dass Herr Lindern schwul ist-
    Sagen muss ich aber auch noch dass die beiden
    gut zusammen passen - herr lindner und herr link.
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#3 enux@gmx.deAnonym
  • 19.03.2004, 18:04h
  • Wer gegen das Gesetz verstösst, muss mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Aber ein lesbisches oder schwules Paar haben nicht den gleichen Status wie Verheiratete. Das muss sich schon noch ändern, schliesslich sind auch Menschen mit durchschnittlichem Einkommen davon betroffen. Bei der aktuellen Lage muss ich davon ausgehen, dass ich steuerlich immer Klasse 1 bleibe. Ich bin durchaus für die Begünstigung von Familien, wenn es sich dabei um sozial Schwache handelt. Zwischen einer kinderlosen Ehe oder einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft ohne Kinder, kann ich keinen Unterschied erkennen. Hier sollten gleiche Masstäbe angewandt werden.
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