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Mit "Sex and the City" wurde die Cattrall zum Weltstar und zur Schwulenikone. queer.de sprach mit "Samantha Jones".

Von Jan Gebauer

Als "Sex and the City"-Luder Samantha schrieb Kim Cattrall TV-Geschichte und sammelte unzählige schwule Fans. Mit ihrem neuen Buch "Sexual Intelligence" präsentiert die Schauspielerin einen Ratgeber für guten, erfüllten und sinnlichen Sex. Jan Gebauer sprach mit Cattrall bei einer Signiertstunde in Köln was sie über Darkrooms denkt, ob Schwule noch etwas von Heteros lernen können und was sie vom Sprichwort "Dumm fickt gut" hält.


Willkommen in Deutschland, Frau Cattrall. Mit deutschen Männern kennen Sie sich ja bereits bestens aus.

Ja, richtig, ich war mit einem Deutschen verheiratet. Daher verstehe ich auch noch recht gut Deutsch. Männer sind halt Männer. Ganz gleich, wo sie herkommen. Über meinen deutschen Ehemann kann ich aber heute noch sagen: Er war die Liebe meines Lebens. Auch wenn seine jetzige Frau darüber sicher nicht begeistert sein dürfte.

Ihr neues Buch heißt "Sexual Intelligence". Was bedeutet das?

Sex ist sehr schwer erklärbar – egal ob für Heteros oder Schwule. "Sexual Intelligence" steht also für das Wissen um das Mysterium Sex.

In Deutschland gibt es ein Sprichwort: "Dumm fickt gut" – und blonden Menschen sagt man oft nach, dass sie dumm sind.

(lacht und spricht auf Deutsch nach) Dumm fickt gut? Das muss ich mir merken! Vielleicht ist das Buch dann für intelligente Menschen, die Wissenslücken haben. Die anderen brauchen es nicht. Aber Spaß beiseite, in dem Buch geht es ja nicht nur um den Akt an sich, sondern um viel mehr. Ich erkunde darin die Quellen und Inspirationen des Sexes. Für das Buch bereisten wir verschiedene Länder, machten Interviews mit Psychologen, aber auch ganz normalen Menschen, die über ihre sexuellen Erfahrungen mit uns sprachen. "Sexual Intelligence" soll ein Ratgeber sein, der die Sinne inspiriert.

Der Schwerpunkt in dem Buch liegt auf heterosexuellem Sex. Warum sollte sich ein Schwuler das Buch kaufen?

Nun, es gibt ein Organ, das alle anderen aussticht, wenn es um die sexuelle Erregung geht: das Gehirn. Das haben wir alle, egal, ob hetero-, homo- oder bisexuell. Es gibt Kapitel in meinem Buch, die egal welche sexuelle Ausrichtung man hat, einen etwas weiterbringen können. Guter Sex ist immer lust- und niveauvoll. Der Wandel der Menschen in diese Richtung hat schon begonnen. Darum würde ich auch sagen: Der sexyste Teil des ganzen Körpers ist das Gehirn. Jemand, der intelligent ist und weiß, was er will, gewinnt an Attraktivität. Das ist mein Anliegen.

Was könnte ein Schwuler noch von Heteros lernen?

(lacht) Das ist ja mal ein interessanter Umkehrschluss. Eigentlich würde ich es umgekehrt sehen. Nun, ich bin hetero und ich denke, wir können alle voneinander lernen. Sich nicht abgrenzen, sondern aufeinander zu gehen. Miteinander reden und offen sein – das sind zwei sehr entscheidende Faktoren.

Was würden Sie einem jungen Schwulen raten, wenn er zu Ihnen kommen und sie nach dem ersten Mal fragen würde?

Man darf keine Regeln aufstellen. Ein Mensch muss sich von Gefühl und Instinkt leiten lassen. Wenn es passt, okay. Wenn nicht, darf er sich nicht drängen lassen.

Schwule leben sich zum Beispiel auch in Darkrooms aus. Glauben Sie, dass wäre etwas für Heteros?

(lacht) Na, die Hetero-Männer haben doch die Möglichkeit, zu einer Prostituierten zu gehen. Oder sich einen Porno reinzuziehen. Das reicht! Aber okay, das ist mit hohen Kosten verbunden. Ich würde niemals jemanden negativ beurteilen, nur weil er seinen Sex in Darkrooms sucht. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie der richtige Weg aussieht, um seine Sexualität optimal und befriedigend auszuleben. Mit Intimität, Hingabe und Zuneigung hat ein Darkroom aber wenig zu tun – und das würde mir persönlich in so einem Umfeld fehlen.

Viele Schwule sehen in dem "Sex-and-the-City"-Charakter Samantha fast ein Vorbild. Wie sieht es mit den Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und der Serienrolle aus?

Wir haben vor allem den Mut gemeinsam. Wer Samantha spielt, braucht wirklich Mut. All ihre Eskapaden, ihre Abenteuer, ihre Sprache. Sie ist eine Männer-Jägerin.

Sind Sie selbst eine Jägerin oder ein männermoderner Vamp?

Nein, wirklich nicht. Und Samantha "ermordet" doch niemanden. Na ja, manchmal vielleicht. So weit geht die Gemeinsamkeit aber nicht. Ich war als Jägerin niemals gut. Ich möchte angesprochen werden. Ich will flirten. Das ist ein Sport. Es muss nicht immer gleich im Bett enden. Mich hat Intimität immer viel mehr interessiert.

Kim Cattrall: Sexual Intelligence, 145 S., ca. 200 farbige Abbildungen, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2005, ISBN 3896026615, 24,90 Euro

22. Dezember 2005



#1 Knecht RuprechtAnonym
  • 22.12.2005, 19:12h
  • Sex, das eine Verbindung zwischen Mann und Frau ist, ist immer gut. Dabei kommt es natürlich auf den Mann und seine Potenz an, wie viel Spass Frau hat und christliche Männer sind besonders Potent, darum sind christliche vor Gott geschlossene Ehen auch in allen Belangen die Besten.
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