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Nach der DVD-Box gibt es nun auch den passenden Soundtrack zur Serie "Desperate Housewives". Darauf scharfe Ladys wie Shania Twain.

Von Jan Gebauer

Ein erstklassige Serie verlangt auch einen erstklassigen Soundtrack. Das war bei "Sex and the City" so und ist auch bei "Desperate Housewives" nicht anders. Passend zum Weihnachtsfest und zeitgleich zur Veröffentlichung der ersten Staffel auf DVD, gibt es nun auch die musikalische Begleitung zur Serie. Die Produzenten des Soundtracks haben sich allerdings etwas Besonderes einfallen lassen: Da in der Serie meist nur Instrumental-Musik gespielt wird, wurde für die CD-Veröffentlichung eigens eine ansehnliche Schar von angesagten Sängerinnen zusammengetrommelt. Und die Auswahl fiel ebenso bunt wie gelungen aus. Rock-Exzentrikerin Liz Phair singt ein herrlich schnodderiges Update des Rolling-Stones-Drogen-Klassikers "Mother's Little Helpers", Gloria Estefan präsentiert mit "Young Hearts Run Free" ein gelungenes Disco-Remake von Candi Statons Original und das lesbische Duo Indigo Girls trällert überzeugend "Mrs. Robinson" von Simon & Garfunkel. Überhaupt ist der Soundtrack reich an gelungenen Cover-Versionen. Reich aber auch an Country-Sängerinnen, die man in Deutschland zu Unrecht weniger kennt. Sara Evans zum Beispiel, gerade erst in den Top-3 der US-Alben-Charts gewesen, singt ein äußerst erfrischendes Update von Loretta Lynns Klassiker "One's On The Way". In dem Song geht es um den lieben Nachwuchs.

Die erfolgreichste Crossover-Country-Sängerin aller Zeiten, Shania Twain, hat mit "Shoes" im Gegensatz zu ihren Kolleginnen eine neue Nummer beisteuern dürfen. Auf witzige Art und Weise vergleicht sie Männer mit Schuhen – erinnert ein bisschen an "Sex and the City". Ebenfalls neues Material bieten LeAnn Rimes und SheDAISY: Rimes singt routiniert "We're Running Out of Time", während der an sich erstklassigen, ironischen Nummer "God Bless The American Housewife" der Girl-Group SheDAISY ein etwas aggressiveres Gesangsarrangement gut getan hätte. Die wunderschönen Harmonien der Mädels können nämlich noch mehr. Eindeutiger Höhepunkt ist natürlich die derzeit in den USA unangefochtene Country-Queen Martina McBride, die mit ihrer beeindruckenden Stimme den 60s-Klassiker "Harper Valley PTA" zum Besten gibt. Ein weiterer Beweis für das herausragende, in Deutschland sträflicherweise übersehene Talent der Sängerin. Auch die Stücke von Idina Menzel, Macy Gray, k. d. lang und der Nachwuchs-Stars Joss Stone und Anna Nalick bieten gelungene Musik. Zwischen den Songs gibt es wieder Original-Zitate aus der Serie – inklusive der obligatorischen Einleitung von Selbstmörderin Mary Alice. Am Schluss gibt es dann natürlich noch das Titel-Stück von Danny Elfman.

Fazit: Zwar haben die Songs mit der Serie eigentlich nichts zu tun, sind aber trotzdem sehr lohnenswert, wenn man auf starke Frauen-Stimmen abfährt.

Anspieltipps: "Harper Valley PTA" von Martina McBride, "God Bless The American Housewive" von SheDAISY, "Mother's Little Helpers" von Liz Phair", "One's On The Way" von Sara Evans

20. Dezember 2005



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#1 SaschaAnonym
  • 26.12.2005, 23:11h
  • Tut mir leid, aber ich fahre auf starke Männer-Stimmen ab! Und außerdem sind die scharfen "Ladies", die mich interessieren, ebenfalls männlich... Vielleicht die falsche Website für diese kommerzielle Propaganda gewählt???!!!
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#2 SvenAnonym
  • 27.12.2005, 17:00h
  • Sascha, Dein peinlicher Kommentar zeigt eindeutig wie beschränkt manche Menschen in ihrem schwulen Horizont leben. Ich höre sowohl männliche und weibliche Interpreten - und ich denke, das jeder seine bestimmten Vorzüge hat. Warum sollte man also hier nicht auch Musik von Frauen vorstellen. Was ist denn mit Streisand, Knef & Co.? Schwulenikonen! Dürfte man dann auch nicht berücksichtigen. Außerdem hat die Serie Desperate Housewives viele schwule Fans - also ist die CD-Kritik durchaus richtig platziert. Oder glaubst Du, nur weil DU Männerstimmen magst, dass auch queer.de das so handhaben muss?
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