Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?4109

Wien (queer.de) - Die Wiener Ausstellung "geheimsache: leben" über versteckte Homosexualität während des Totalverbots sorgt derzeit in Österreich für Aufregung. Grund ist eine Vitrine über den 1957 verstorbenen SPÖ-Bundespräsidenten Theodor Körner, in der in historischen Zeitungsartikel über dessen Homosexualität gemunkelt wird. Der Sprecher des jetzigen Bundespräsidenten Heinz Fischer (ebenfalls SPÖ) wendet sich gegen das Outing "eines Verstorbenen, der nur selber Aufschluss über eine so private Angelegenheit wie seine sexuelle Orientierung hätte geben können", so Bruno Aigner zur Tageszeitung "Der Standard". In einem offenen Brief an die Veranstalter der Ausstellung zitiert der Hofburg-Sprecher "genaue Kenner" des ehemaligen Präsidenten, die dessen angebliche Homosexualität als "wirkliche Schande" bezeichneten. Ausstellungsleiter Hannes Sulzenbacher verteidigt die Vitrine über Körner als "Projektionsfigur" für Schwule in Zeiten der Illegalität. Eine "Schande" sei Homosexualität nur für eine Person, "die Homosexualität auch noch heute als etwas Schandhaftes" ansehe. (dk/pm)

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Januar in der Neustifthalle (Neustiftgasse 73-75, 1070 Wien) zu sehen.

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®


#1 Meleg29Profil
  • 03.01.2006, 15:58hCelle
  • Die Ausstellung habe ich bereits gesehen! Drei Stunden war ich drin! Super! Herzlichen Glückwunsch und viele Grüße nach Austria!
    Bussi baba, B.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Georg und JörgAnonym
  • 03.01.2006, 20:54h
  • Eine sehr gute (Dauer-)Ausstellung zur schwulen Geschichte ("200 Jahre Schwulenbewegung") gibts auch im Schwulen Museum Berlin:

    www.schwulesmuseum.de

    Dort vor Ort (12,50 €) oder per Post zugesandt (17,50 €) kann man lt. website auch einen tollen Ausstellungskatalog erwerben ("Goodbye to Berlin? - 100 Jahre Schwulenbewegung")
  • Antworten » | Direktlink »
#3 HobbelAnonym
  • 04.01.2006, 01:00h
  • Irgendwo stimmt es doch schon, dass man einem Verstorbenen nicht alles mögliche nachsagen sollte und außerdem ist es ja seine Privatsache.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Pro DialogAnonym
  • 04.01.2006, 18:52h
  • Die Ausstellung mag ja gut gemacht sein, aber eine angebliche Homosexualität eines Verstorbenen zu offenbaren ist schon Peinlich. Erstens weil er weder für noch dagegen reden kann und weil es sicher reihclich Beispiele in der lebenden österreichischen Politik gibt. aber lieber einen Toten outen oder diffamieren, als das politische Establishment zu outen!
  • Antworten » | Direktlink »