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Erotisch, politisch, spannend: der neue Roman "Ménage à trois" des Schweizer Autors Juerg Kilchherr.

Von Christian Fenner

Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen zwei Männern und einer Frau vom Terroranschlags Ai Kaidas in Madrid überschattet wird: In diesem Roman geht es um die großen Gefühle der Lust und Freundschaft zwischen drei Liebenden. Der bisexuelle Roman des Schweizer Schriftstellers Juerg Kilchherr ist eine Hommage an Menschen, die sich nicht so einfach in Schubladen einordnen lassen.

Der erste Satz "Erogene Zonen sind geheime Stellen. Der Schlüssel zum geheimen lag für Juan auf Antonias und Gustavs Haut" gibt den Ton für die kommenden 137 Seiten an. Hier geht es um Sex. Zu einem erotischen Abenteuer verführt der Berner Autor Juerg Kilchherr in seinem ersten Roman "Ménage à trois". Der Buchtitel lässt keine Missverständnisse zu: Der Schweizer Kunstmaler Gustav, der Stierkämpfer Juan und die Politjournalistin Antonia genießen zusammen die Liebe und das Leben. Auf ihrer Reise durch Spanien, der Schweiz, Sizilien und Sri Lanka prallt die Leidenschaft immer wieder an die Grenze der gesellschaftlichen Vorstellung von einer Zweierbeziehung.

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Vor dem Hintergrund des aufkeimenden Terrorismus in Europa, speziell in Spanien, durch Al Kaida beschleunigt sich die ohnehin dichte Romanhandlung um Politik und Erotik. Kilchherr reflektiert das junge politische 21.Jahrhundert und wirft die Frage nach der geschlechtlichen Identität auf. Juan und Gustav sinnieren über ihr Rollenverständnis als bisexuelle Männer, Antonias Lebensentwurf sieht keine Kinder und keine verpflichtende Beziehung vor, nur Karriere. Die Krise des Paares nutzt Gustav zu seinen Gunsten aus.

Juerg Kilchherr nimmt in seinem erotisch-politischen Roman den üblichen geschlechtsspezifischen Verhaltensmustern die Maske ab, zeigt intime Männerfreundschaften und Verletzlichkeit. Ein voyeuristischer Blick, der weiblichen wie männlichen, hetero- wie homosexuellen Lesern Vergnügen bereitet, bleibt nicht aus. In detailfreudiger Sprache hält der Autor, was die Kapitelüberschriften ankündigen – sei es "Die erste Versuchung", die "Leidenschaft oder" "Die Liebe zu dritt.".

Juerg Kilchherr: Ménage à trois, als Roman bei BOD, Norderstedt 2005, 132 Seiten, 12,99 €

10. Januar 2005



#1 SaschaAnonym
  • 10.01.2006, 22:02h
  • Klingt für mich eher wie ein schon tausendfach durchgenudeltes Klischee...

    Und was bitte sehr soll für mich als HOMOsexueller denn an einer so genannten BIsexuellen Beziehung interessant sein?

    Da schenke ich meine Aufmerksamkeit doch lieber einer aktuellen, wissenschaftlich fundierten Studie zum Thema "Bisexualität":

    www.wissenschaft.de/wissen/news/255460.html
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#2 antosAnonym
  • 11.01.2006, 22:32h
  • Textausschnitt [von der Autorenseite]:

    "Lange war da nichts Offensichtliches, schien es für Juans Verlobte Antonia keine Anzeichen von der Doppelnatur ihres Mannes zu geben bis ein Fremder namens Gustav in ihr beider Leben trat. Sein Eros forderte das Paar auf, ein neues Feld zu betreten, das weit über das Alltägliche hinausging. Schnell wurde das Paar von der geheimen Grösse der Sünde berührt, Tore geöffnet, der Begierde eine leidenschaftliche Grenzenlosigkeit zugeführt, die bald jeder der drei mit dem anderen auslebte."

    Du meine Güte, gibts bei dem Verlag denn kein Lektorat? Hat denn "da" kein "Eros "mal aufgefordert, irgendwen irgendwie mal mit den 'geheimen Größen' Syntax und Semantik zu, naja, 'berühren'?
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